Cornelis Networks sammelt 205 Millionen Dollar für Rechnen im Netzwerk
Cornelis Networks, eine Ausgründung aus Intel, hat am 14. September eine Finanzierungsrunde über 205 Millionen Dollar gemeldet. Lead-Investor ist IAG Capital Partners.
Finanziert wird damit die Active Compute Fabric, eine offene und GPU-agnostische Netzwerkarchitektur. Ihr Kerngedanke: Rechenoperationen laufen direkt im Netzwerk zwischen den Beschleunigern ab, statt dass das Netzwerk Daten nur von A nach B trägt.
Bei der Hardware ist der 400-Gigabit-Switch CN5000 bereits in Auslieferung. Der 800-Gigabit-Nachfolger CN6000 befindet sich im Sampling, breitere Verfügbarkeit nennt das Unternehmen für das vierte Quartal 2026. Den Scale-up-Interconnect baut Cornelis auf UALink auf.
Bemerkenswerter als die Datenraten war die Gästeliste. In der Keynote von Cornelis-Chefin Lisa Spelman trat am 15. September Tony Pialis auf, Qualcomms Rechenzentrumschef. Das passt zu Qualcomms Vorstoß in dieses Segment, den wir zuletzt an der Hexagon-NPU beschrieben haben.
Angegriffen wird hier nicht die Grafikkarte, sondern das, was zwischen den Grafikkarten steckt. Nvidia verdient an NVLink und InfiniBand mit, ein Geschäft, das neben den Vera-Rubin-Ankündigungen selten auffällt. Dass eine Intel-Ausgründung ausgerechnet dieses Erbe gegen den Marktführer in Stellung bringt, darf man durchaus bemerkenswert finden.
Offen bleibt, wer im vierten Quartal tatsächlich bestellt. Offene Standards gewinnen Konferenzbühnen schneller als Einkaufsabteilungen.
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Faktencheck & Quellen
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