1059 Begriffe · laufend erweitert

KI-Glossar

Jede unserer Meldungen erklärt technische Begriffe in einfacher Sprache — geschrieben für Leserinnen und Leser ohne Technik-Hintergrund. Hier sammeln wir alle Erklärungen dauerhaft: Jeder Begriff verlinkt auf die Artikel, in denen er vorkommt.

0–9

§ 27 TDDDG
Eine deutsche Vorschrift, die den Verkauf von Geräten verbietet, die wie Alltagsgegenstände aussehen und heimlich Bild oder Ton aufnehmen können. Sie richtet sich gegen die Tarnung, nicht gegen die Technik im Inneren. · erklärt in 1 Artikel
12-Hi
Angabe, wie viele Speicherchips übereinandergestapelt werden. 12-Hi heißt zwölf Lagen, 8-Hi acht. Mehr Lagen bedeuten mehr Speicher pro Baustein. · erklärt in 1 Artikel
13F-HR
Ein Formular, das größere Vermögensverwalter in den USA vierteljährlich bei der Börsenaufsicht einreichen müssen. Darin steht, welche Aktien sie am Ende des Quartals besaßen, so ähnlich wie eine Inventarliste zum Stichtag. · erklärt in 1 Artikel
2 Mio. Token Kontext
Das „Kontextfenster“ ist, wie viel Text ein KI-Modell gleichzeitig im Blick behalten kann. 2 Millionen Token entsprechen grob mehreren tausend Buchseiten. · erklärt in 1 Artikel
2-Nanometer-Technik
Die derzeit modernste Fertigungsstufe für Chips. Die Zahl ist längst nur noch ein Name für eine Generation, kein gemessener Abstand, und gilt als Nachweis, dass eine Fabrik technisch an der Spitze mithält. · erklärt in 2 Artikeln
2-nm-Fertigung
Eine besonders feine Herstellungstechnik für Chips. Je feiner die Struktur, desto mehr Schaltungen passen auf die gleiche Fläche und desto weniger Strom brauchen sie. · erklärt in 1 Artikel
2-nm-Prozess
Die derzeit modernste Fertigungsstufe für Chips. Je feiner gefertigt wird, desto mehr Leistung passt auf dieselbe Fläche, und desto weniger Strom braucht der Chip. · erklärt in 1 Artikel
52-Wochen-Hoch
Der höchste Kurs, den eine Aktie in den vergangenen zwölf Monaten erreicht hat. Der Abstand dazu zeigt, wie weit der aktuelle Kurs von diesem Höchststand entfernt ist. · erklärt in 1 Artikel
70B-Modell
Ein KI-Sprachmodell mit rund 70 Milliarden gelernten Stellschrauben. Je mehr davon, desto mehr Arbeitsspeicher braucht der Rechner, um das Modell überhaupt zu laden. · erklärt in 1 Artikel

A

A+ Content
Der erweiterte Teil einer Amazon-Produktseite mit größeren Bildern, Vergleichstabellen und Videos. Er wird vom Händler gestaltet und zählt bei der Kennzeichnung mit. · erklärt in 1 Artikel
Abo-Software
Software, die nicht gekauft, sondern monatlich oder jährlich pro Nutzer gemietet wird. Für den Anbieter bedeutet das planbare, wiederkehrende Einnahmen. Fallen Nutzerzahlen weg, sinkt der Umsatz unmittelbar. · erklärt in 1 Artikel
Absichtserklärung
Eine politische Zusage ohne rechtliche Bindung. Wer sie bricht, verstößt gegen kein Abkommen, weshalb es auch kein Verfahren zur Durchsetzung gibt. · erklärt in 4 Artikeln
Absichtserklärungen
Eine schriftliche Zusage, ein Geschäft ernsthaft machen zu wollen. Sie ist noch kein Vertrag, ungefähr wie eine Reservierung beim Autohändler. · erklärt in 1 Artikel
Abwärmenutzung
Die Wärme, die Server ohnehin abgeben, wird weiterverwendet, etwa zum Heizen von Wohnhäusern oder Schwimmbädern, statt in die Luft zu gehen. · erklärt in 1 Artikel
abweichende Meinung
In den USA veröffentlichen überstimmte Richterinnen und Richter ihre Gegenposition zusammen mit dem Urteil. Sie ist nicht bindend, wird aber in späteren Verfahren zitiert. · erklärt in 1 Artikel
Abweisungsantrag
Der Antrag einer beklagten Partei, das Verfahren zu beenden, ohne dass es zur Beweisaufnahme kommt. Begründung ist meist, dass die Klage selbst dann keinen Erfolg hätte, wenn alle behaupteten Tatsachen zuträfen. · erklärt in 1 Artikel
Active Compute Fabric
Ein Netzwerk, das nicht nur Daten weiterreicht, sondern unterwegs selbst rechnet. Statt Zwischenergebnisse erst zu einem Chip zu schicken und zurück, verarbeitet sie die Netzwerktechnik direkt. · erklärt in 1 Artikel
ad valorem
Ein Zoll, der als Prozentsatz vom Warenwert berechnet wird, nicht als fester Betrag pro Stück. 25 Prozent ad valorem heißt: ein Viertel des deklarierten Warenwerts. · erklärt in 1 Artikel
ADINT
Kurz für Advertising-Based Intelligence. Gemeint ist Überwachung, die nicht mit Wanzen oder Spähsoftware arbeitet, sondern mit den Daten, die die Werbebranche über Handys sammelt. · erklärt in 1 Artikel
ADR
Ein Wertpapier, das eine ausländische Aktie an einer US-Börse handelbar macht. Eine Bank hinterlegt die echten Aktien und gibt dafür Anteilsscheine in Dollar aus. · erklärt in 2 Artikeln
ADR-Listing
„American Depositary Receipts“: Zertifikate, über die eine ausländische Firma an US-Börsen handelbar wird, ohne dort direkt gelistet zu sein. · erklärt in 1 Artikel
Adressverlag
Ein Unternehmen, das Namen und Anschriften sammelt und für Werbesendungen vermietet oder verkauft. Die Daten stammen aus Bestellungen, Gewinnspielen, Abos und öffentlichen Verzeichnissen. · erklärt in 1 Artikel
ADS
American Depositary Share. Ein an einer US-Börse handelbares Zertifikat auf Aktien eines ausländischen Unternehmens. Der Gewinn je ADS ist die Kennzahl, mit der US-Analysten bei Baidu rechnen. · erklärt in 1 Artikel
Advanced Packaging
Das Zusammensetzen mehrerer fertiger Chips zu einem Bauteil, damit sie eng beieinander sitzen und schneller miteinander reden. Ein wachsender Teil der Leistung entsteht heute hier und nicht mehr beim Chip selbst. · erklärt in 8 Artikeln
AES
Das weltweit übliche Verfahren, um Daten zu verschlüsseln, etwa bei HTTPS-Verbindungen oder auf verschlüsselten Festplatten. Es arbeitet in mehreren Durchläufen, sogenannten Runden; die reguläre Variante AES-128 hat zehn davon. · erklärt in 1 Artikel
Agent
Ein KI-System, das eine Aufgabe nicht nur beantwortet, sondern sie in mehreren Schritten selbst abarbeitet: Dateien öffnen, im Netz suchen, Programme ausführen. Je länger es allein läuft, desto weniger sieht ein Mensch davon. · erklärt in 6 Artikeln
Agenten
KI-Programme, die eine Aufgabe eigenständig in Schritte zerlegen und diese Schritte selbst ausführen, statt nur Antworten zu liefern. Sie können also Dateien ändern oder Programme starten, ohne bei jedem Schritt zu fragen. · erklärt in 4 Artikeln
Agenten-Framework
Ein Gerüst, das ein KI-Modell selbstständig Schritte abarbeiten lässt: recherchieren, Programme aufrufen, Ergebnisse weiterverwenden. Der Mensch gibt nur noch das Ziel vor. · erklärt in 1 Artikel
Agentic Commerce
Einkaufen, bei dem nicht der Mensch klickt, sondern sein Assistenzprogramm. Wie ein Bote, der mit der Einkaufsliste losgeschickt wird und im Laden selbst entscheidet, welche Packung er nimmt. · erklärt in 1 Artikel
Agentische Abläufe
Aufgaben, bei denen die KI nicht nur antwortet, sondern selbst mehrere Schritte hintereinander ausführt und dabei Werkzeuge aufruft. Jeder dieser Schritte kostet Token — deshalb ist Sparsamkeit hier bares Geld. · erklärt in 1 Artikel
agentische Fähigkeiten
Ein KI-Programm erledigt eine Aufgabe in mehreren eigenen Schritten, statt nur eine Antwort zu liefern. Es plant, handelt und prüft das Ergebnis, ähnlich wie eine Assistenz, die man einmal beauftragt. · erklärt in 1 Artikel
agentische KI
KI-Systeme, die eine Aufgabe in mehreren Schritten selbst abarbeiten, statt nur eine Antwort auszugeben. Sie springen dabei ständig zwischen Rechenchip und Hauptprozessor hin und her. · erklärt in 1 Artikel
aggregierte Gesundheitsstatistiken
Zahlen, die über viele Menschen zusammengefasst sind, etwa Ausgaben pro Bundesstaat und Jahr. Einzelne Patienten sind darin nicht mehr erkennbar. · erklärt in 1 Artikel
AGI
Eine KI, die alle geistigen Fähigkeiten eines Menschen beherrscht, nicht nur einzelne Aufgaben. Ob und wann es so etwas gibt, ist offen; die Firmen, die daran arbeiten, halten es für nah. · erklärt in 1 Artikel
AI Act
Die KI-Verordnung der EU. Sie setzt am Modell und seiner Anwendung an, staffelt Pflichten nach Risiko und schreibt unter anderem Transparenz vor. Der DSA setzt daneben am Dienst als Suchmaschine oder Plattform an. · erklärt in 2 Artikeln
AI Office
Die Stelle der EU-Kommission, die den AI Act durchsetzt und besonders die großen KI-Modelle beaufsichtigt. Sie nimmt Meldungen über schwerwiegende Vorfälle entgegen. · erklärt in 2 Artikeln
AI Overviews
Die KI-Zusammenfassung, die Google ganz oben über den normalen Suchtreffern anzeigt. Der Nutzer bekommt die Antwort direkt, ohne noch auf eine Webseite klicken zu müssen. · erklärt in 1 Artikel
AI Safety Institute
Eine staatliche Stelle, die KI-Systeme auf Risiken prüft und die Regierung dazu berät. Australien hat eine solche Stelle, mehrere andere Länder ebenfalls. · erklärt in 1 Artikel
AI Security Institute
Eine britische Regierungsstelle, die neue KI-Modelle auf Risiken prüft, bevor sie auf den Markt kommen. Früher hieß sie AI Safety Institute, der Auftrag liegt heute stärker bei Sicherheitsfragen. · erklärt in 2 Artikeln
AI-PC
Ein Rechner, der KI-Modelle selbst ausführt, statt sie über das Internet in einem Rechenzentrum rechnen zu lassen. Vorteil: Die Daten bleiben im Haus. Nachteil: Man braucht die Hardware dafür. · erklärt in 1 Artikel
Aktienklasse
Aktien desselben Unternehmens können in Gruppen mit unterschiedlichen Rechten aufgeteilt sein. Eine Klasse trägt dann mehr Stimmen je Anteil als die andere, obwohl der wirtschaftliche Anteil gleich ist. · erklärt in 1 Artikel
Aktiensplit
Ein Unternehmen teilt jede Aktie in mehrere kleinere auf. Der Kurs sinkt entsprechend, der Wert des Depots bleibt gleich — wer den Split nicht kennt, hält den niedrigen Kurs für einen Absturz. · erklärt in 1 Artikel
Aktientransaktion
Ein Kauf, bei dem der Käufer statt Geld eigene Firmenanteile hergibt. Die Verkäufer bekommen also kein Bargeld, sondern werden Miteigentümer des Käufers. · erklärt in 1 Artikel
aktive Parameter
Der Teil der Modellgewichte, der bei einer einzelnen Anfrage tatsächlich mitrechnet. Ein Modell mit 35 Milliarden Parametern, von denen 3 Milliarden aktiv sind, verbraucht pro Antwort ungefähr so viel Rechenleistung wie ein kleines Modell. · erklärt in 4 Artikeln
Aktivitätsprotokolle
Die automatisch mitgeschriebene Liste aller Schritte, die ein Programm ausgeführt hat. Sie zeigt im Nachhinein, was wann passiert ist. · erklärt in 1 Artikel
Alignment
Die Frage, ob ein KI-System wirklich das tut, was die Menschen wollen, die es einsetzen. Weicht das Verhalten davon ab, spricht man von schlechtem Alignment. · erklärt in 4 Artikeln
All-In Summit
Eine jährliche Konferenz des amerikanischen Podcasts All-In, auf der Investoren, Gründer und Politiker auftreten. Bühnenprogramm vor Publikum, kein Fachkongress. · erklärt in 1 Artikel
AlphaFold
Ein Programm von Google DeepMind, das aus der Bauanleitung eines Proteins vorhersagt, wie sich das Molekül im Raum faltet. Diese Aufgabe galt in der Biologie jahrzehntelang als ungelöst. · erklärt in 1 Artikel
Alterseinschätzung
Ein automatisches Verfahren, das aus dem Verhalten und den Angaben eines Nutzers auf dessen ungefähres Alter schließt. Ein Ausweis wird dabei nicht verlangt, es bleibt eine Vermutung des Systems. · erklärt in 1 Artikel
Altersverifikation
Die Prüfung, ob ein Nutzer wirklich so alt ist, wie er angibt. Ein Häkchen bei „Ich bin über 18“ reicht dafür nicht, belastbare Verfahren brauchen einen Ausweis oder eine andere Bestätigung. · erklärt in 3 Artikeln
Amtsblatt der EU
Das amtliche Veröffentlichungsblatt der Europäischen Union. Erst wenn ein Gesetzestext dort steht, ist er offiziell existent und man kann ihn zitieren; vorher gibt es nur Entwürfe und Pressemitteilungen. · erklärt in 1 Artikel
Android Auto
Die Funktion, die das Handy auf den Bildschirm im Auto spiegelt, damit Navigation und Musik dort bedienbar sind. · erklärt in 1 Artikel
Angebotslücke
Die Differenz zwischen dem, was Produzenten zu liefern planen, und dem, was nach der Prognose gebraucht wird. Bleibt die Lücke bestehen, steigen üblicherweise die Preise. · erklärt in 1 Artikel
Angebotsüberhang
Es können mehr Aktien verkauft werden als vorher, etwa weil eine Haltefrist nach dem Börsengang endet. Trifft dieses größere Angebot auf gleich viele Käufer, drückt das den Kurs. · erklärt in 1 Artikel
Angebotswachstum
Wie viel mehr ein Hersteller im Vergleich zum Vorjahr produziert. Wächst es langsamer als die Nachfrage, steigen die Preise. · erklärt in 1 Artikel
Angriffskette
Die Abfolge einzelner Schritte, die ein Angreifer braucht, um von außen bis an sein Ziel in einem fremden Netzwerk zu kommen. Bricht ein Schritt ab, endet der Angriff. · erklärt in 1 Artikel
Ankerinvestor
Ein großer Geldgeber, der den Löwenanteil einer Runde übernimmt und damit für die übrigen Investoren als Signal dient. Wer den Anker setzt, hat später meist mehr Mitsprache als kleine Beteiligte. · erklärt in 1 Artikel
Ankerkunde
Ein großer Kunde, dessen Vertrag einen wesentlichen Teil der Auslastung sichert. Sein Name wird genannt, weil er anderen Investoren als Qualitätsnachweis dient. · erklärt in 1 Artikel
Ankermieter
Der erste große Kunde, der eine Anlage langfristig bucht und damit den Bau überhaupt finanzierbar macht. Banken und Investoren sehen darin die Zusage, dass die Kapazität nicht leer stehen wird. · erklärt in 2 Artikeln
Anlageklasse
Eine Gruppe ähnlicher Investitionen, etwa Immobilien, Anleihen oder Aktien. Wer Rechenleistung dazu erklärt, will sie für große Fonds kaufbar machen. · erklärt in 1 Artikel
Anleihe
Ein Kredit, den sich ein Unternehmen bei vielen Geldgebern gleichzeitig holt. Es zahlt dafür jährlich einen festen Zins und am Ende der Laufzeit den geliehenen Betrag zurück. · erklärt in 1 Artikel
Anleiheemission
Ein Unternehmen leiht sich Geld bei vielen Investoren gleichzeitig und gibt dafür verzinste Schuldscheine aus. Am Ende der vereinbarten Laufzeit muss der Betrag zurückgezahlt werden. · erklärt in 1 Artikel
annualisierte Umsatzlauf
Der zuletzt in einem Monat erzielte Umsatz, hochgerechnet auf zwölf Monate. Keine tatsächliche Jahreseinnahme, sondern eine Momentaufnahme, die zeigt, wie schnell ein Unternehmen gerade Geld einnimmt. · erklärt in 1 Artikel
annualisierte Umsatzrate
Der aktuelle Monats- oder Quartalsumsatz auf ein ganzes Jahr hochgerechnet. Eine Momentaufnahme, kein tatsächlich erzielter Jahresumsatz. · erklärt in 1 Artikel
Anonymisierung
Das Entfernen aller Angaben, über die sich eine Person wiedererkennen ließe. Gelingt es vollständig, gilt die DSGVO für diese Daten nicht mehr, weshalb der Streit meist um die Frage geht, ob es wirklich vollständig gelungen ist. · erklärt in 2 Artikeln
Anonymverfügung
Eine Strafe, die an den Halter eines Fahrzeugs geschickt wird, ohne dass die Behörde den Fahrer kennt. Typischer Fall ist das Ticket nach einer Radarmessung. · erklärt in 1 Artikel
Anschlussleistung
Die Strommenge, die ein Gebäude im Höchstfall aus dem Netz ziehen darf. Ein großes Rechenzentrum braucht davon so viel wie eine Kleinstadt. · erklärt in 1 Artikel
anthropomorphe KI
Software, die absichtlich menschlich wirkt, mit Namen, Charakter und Gefühlsausdruck. Der Zweck ist, dass Nutzer sich stärker an sie binden. · erklärt in 1 Artikel
Anthropomorphisierung
Das Vermenschlichen von Technik — hier: einer KI menschliche Züge, Gefühle und eine Persönlichkeit zu geben, damit Nutzer eine Beziehung zu ihr aufbauen. · erklärt in 1 Artikel
Antigravity
Googles interne Plattform, auf der die eigenen Entwickler mit KI-Modellen arbeiten. Sie ist die Zwischenschicht zwischen dem Programmierer und dem Modell, das im Hintergrund antwortet. · erklärt in 1 Artikel
Antwortdienst
Eine Suche, die keine Trefferliste mehr ausgibt, sondern gleich eine fertige Antwort formuliert. Der Nutzer klickt dann seltener auf die Quelle, aus der die Antwort stammt. · erklärt in 1 Artikel
Anwendungsprozessor
Der Hauptchip in einem Smartphone, der Apps, Bildschirm und Kamera steuert. Qualcomm, MediaTek und Samsung konkurrieren um diesen Platz im Gerät. · erklärt in 1 Artikel
Apache 2.0
Eine freizügige Lizenz. Wer das Modell herunterlädt, darf es kommerziell nutzen, verändern und weitergeben, ohne den Hersteller um Erlaubnis zu fragen. · erklärt in 5 Artikeln
Apache-2.0-Lizenz
Eine sehr freizügige Open-Source-Lizenz: kommerzielle Nutzung, Veränderung und Weitergabe sind erlaubt, ohne Rückfrage beim Hersteller. Anders als bei Metas früherer Llama-Lizenz gibt es keine Nutzerzahl-Grenze und keine Zusatzauflagen. · erklärt in 1 Artikel
API
Eine Schnittstelle, über die fremde Programme ein Modell aufrufen können. Das Modell selbst bleibt beim Anbieter auf dessen Servern, man bekommt nur die Antwort zurück. · erklärt in 5 Artikeln
API-Key
Ein Zugangsschlüssel, mit dem ein Programm sich bei einem Dienst anmeldet. Wer ihn stiehlt, nutzt den Dienst auf fremde Rechnung und unter fremdem Namen. · erklärt in 1 Artikel
API-Schlüssel
Ein Passwort für Maschinen: Damit greift ein Programm auf einen fremden Dienst zu und rechnet auf dessen Konto ab. Wer den Schlüssel stiehlt, kauft auf fremde Rechnung ein. · erklärt in 1 Artikel
App Intents
Apples Baukasten, mit dem Apps ihre Funktionen dem System anbieten. Siri und die Kurzbefehle-App können diese Funktionen dann aufrufen, ohne dass die App geöffnet wird. · erklärt in 1 Artikel
Apple Intelligence
Die KI-Funktionen in Apples Betriebssystemen, etwa Textvorschläge oder Bildbearbeitung. Ein Teil davon rechnet bisher auf dem Gerät, ein anderer Teil auf Apples Servern. · erklärt in 1 Artikel
APU
Ein Chip, der Hauptprozessor und Grafikeinheit in einem Bauteil vereint. In kleinen Rechnern spart das Platz und Strom. · erklärt in 1 Artikel
Arbeitsspeicher
Der Zwischenspeicher eines Computers. Alles, woran das Gerät gerade arbeitet, liegt dort. Ist er zu klein, muss der Computer ständig auslagern und wird langsam. · erklärt in 2 Artikeln
Architektur
Der grundlegende Bauplan eines Prozessors, der festlegt, welche Befehle er versteht. Programme sind auf eine Architektur zugeschnitten; ein Wechsel bedeutet in der Regel, dass Software angepasst werden muss. · erklärt in 1 Artikel
Arm
Ein britisches Unternehmen, das Prozessor-Baupläne entwirft und lizenziert, statt selbst Chips zu fertigen. Fast jedes Smartphone der Welt arbeitet mit einem Arm-Entwurf. · erklärt in 1 Artikel
ARR
Der auf ein ganzes Jahr hochgerechnete Umsatz aus laufenden Abos, gemessen am aktuellen Monat. Bei jungen Firmen die übliche Kennzahl, weil echte Jahresabschlüsse noch fehlen. · erklärt in 2 Artikeln
Art. 50 AI Act
Der Abschnitt der EU-Verordnung, der Transparenz regelt. Er verlangt, dass Menschen erkennen können, wenn Inhalte von einer Maschine erzeugt oder verändert wurden. · erklärt in 1 Artikel
Artifactory
Ein zentrales Lager, in dem eine Firma alle Softwarebausteine ablegt, die ihre Programme verwenden. Wer dieses Lager kontrolliert, kann beeinflussen, welcher Code auf den Rechnern der Firma landet. · erklärt in 1 Artikel
Artifacts
Eigenständige Ergebnisse aus einem Claude-Gespräch, etwa ein Dokument oder eine kleine Anwendung, die als eigene Seite angezeigt werden. · erklärt in 1 Artikel
Artificial Analysis Intelligence Index
Eine von einem unabhängigen Analysehaus gepflegte Punkteliste, die KI-Modelle über mehrere Tests hinweg vergleichbar macht. Ein höherer Wert steht für ein Modell, das mehr Aufgaben richtig löst. · erklärt in 1 Artikel
Artikel 50
Der Abschnitt der EU-KI-Verordnung, der die Offenlegung regelt: Wer mit einer Maschine spricht oder Maschinen-Inhalte sieht, soll das erfahren. Er betrifft fast jedes Unternehmen, das KI im Kundenkontakt einsetzt. · erklärt in 1 Artikel
ASIC
Ein Chip, der für genau eine Aufgabe gebaut ist. Er erledigt diese eine Sache schneller und stromsparender als ein Allzweckchip — kann dafür aber nichts anderes. · erklärt in 1 Artikel
ASL-3
Eine von Anthropic selbst gesetzte Sicherheitsstufe für den Betrieb eines Modells. Je höher die Stufe, desto strengere Schutzmaßnahmen rund um das Modell. · erklärt in 1 Artikel
asynchrones Tool-Calling
Das Modell startet eine Abfrage an ein anderes System, etwa eine Kundendatenbank, und redet weiter, während die Antwort noch unterwegs ist. Vorher stand das Gespräch still, bis die Abfrage fertig war. · erklärt in 1 Artikel
Attribution
Die belastbare Zuordnung eines Angriffs zu einem bestimmten Täter oder Staat. Ein einzelnes Indiz wie die verwendete Sprache reicht dafür nicht aus. · erklärt in 1 Artikel
Audit
Eine geordnete Prüfung durch Dritte, die nach festen Kriterien abläuft und dokumentiert wird. Bei KI-Modellen betrifft sie etwa Testverfahren, Datenherkunft und Sicherheitsvorkehrungen. · erklärt in 1 Artikel
Audit-Logs
Ein fälschungssicheres Verzeichnis darüber, wer auf welche Daten zugegriffen hat. Bei Prüfungen ist das der Nachweis, dass niemand Unbefugter im System war. · erklärt in 1 Artikel
Auftragsbestand
Die Summe aller bereits vertraglich zugesagten, aber noch nicht als Umsatz verbuchten Leistungen. Sie zeigt, wie viel Geschäft ein Unternehmen schon in den Büchern hat, bevor es geliefert wurde. · erklärt in 1 Artikel
Auftragsfertiger
Ein Unternehmen, das Geräte oder Chips im Auftrag anderer Firmen baut und nichts unter eigenem Namen verkauft. Foxconn fertigt so unter anderem iPhones und KI-Server. · erklärt in 5 Artikeln
Auftragsfertigung
Eine Firma entwirft einen Chip, eine andere produziert ihn. Der Hersteller besitzt die Fabrik, das Design gehört dem Kunden. · erklärt in 2 Artikeln
Auftragsverarbeiter
Ein Dienstleister, der Daten nur im Auftrag eines anderen Unternehmens verarbeitet und nicht selbst über den Zweck entscheidet, etwa ein Rechenzentrumsbetreiber. · erklärt in 1 Artikel
Ausbeute
Der Anteil brauchbarer Chips an einer Produktionscharge. Bei 80 Prozent Ausbeute ist jeder fünfte Chip Ausschuss; je höher der Wert, desto günstiger wird die Herstellung. · erklärt in 2 Artikeln
Ausblick
Die eigene Umsatzschätzung des Unternehmens für das nächste Quartal. Sie ist keine Zusage, wird an der Börse aber oft wichtiger genommen als die schon vergangenen Zahlen. · erklärt in 4 Artikeln
ausführliche Stellungnahme
Die schärfste Reaktion der Kommission im Anmeldeverfahren. Sie ist rechtlich nicht bindend, verlängert aber die Wartezeit um drei Monate und verpflichtet den Staat zu einer Antwort. · erklärt in 1 Artikel
Ausgabepreis
Der Preis, zu dem die neuen Aktien beim Börsengang an die Zeichner abgegeben werden. Er wird vor dem ersten Handelstag festgelegt. · erklärt in 2 Artikeln
Auskunftsersuchen
Die Anfrage einer Person, welche Daten ein Unternehmen über sie gespeichert hat. Nach der DSGVO muss darauf fristgerecht geantwortet werden, was in großen Organisationen aufwendig ist. · erklärt in 2 Artikeln
Ausnahmeregelung
Eine befristete Erlaubnis, von einer sonst geltenden Vorschrift abzuweichen. Hier: Anbieter dürfen Nachrichten scannen, obwohl das europäische Datenschutzrecht dies eigentlich untersagt. · erklärt in 1 Artikel
Außenministerium
Die chinesische Regierungsbehörde für Außenpolitik. Ihre Sprecher halten werktags eine Pressekonferenz, die als offizielle Position des Staates gilt. · erklärt in 1 Artikel
Aussteller
Firmen und Organisationen, die auf einer Messe einen Stand haben und dort ihre Produkte oder Forschung zeigen. · erklärt in 1 Artikel
Authentifizierungs-Token
Eine Art digitaler Ausweis, den ein Programm vorzeigt, um Zugriff zu bekommen. Wer den Ausweis auseinandernimmt und versteht, kann unter Umständen Kontrollen umgehen. · erklärt in 1 Artikel
Authentifizierungstoken
Ein digitaler Ausweis, den ein Programm nach dem Anmelden mit sich führt, damit es nicht ständig das Passwort braucht. Wer ihn stiehlt, kommt ohne Passwort hinein. · erklärt in 1 Artikel
automatisierte Einzelentscheidung
Eine Entscheidung über einen Menschen, die eine Maschine ohne echte Beteiligung eines Menschen trifft. Die DSGVO erlaubt das nur in engen Ausnahmefällen. · erklärt in 1 Artikel
automatisierte Entscheidungsfindung
Eine Entscheidung, die eine Software allein trifft, ohne dass ein Mensch sie prüft. Bei Preisen heißt das: Der Rechner setzt die Höhe fest, nicht ein Sachbearbeiter. · erklärt in 1 Artikel
automatisierte Verhaltensanalyse
Software wertet Kamerabilder selbstständig aus und schlägt Alarm, wenn sie eine Bewegung als auffällig einstuft. Was auffällig ist, legt vorher der Hersteller oder die Behörde fest. · erklärt in 1 Artikel
automatisiertes Fahrsystem
Technik, die Lenken, Bremsen und Beobachten der Umgebung übernimmt, in Stufen von der Spurhaltung bis zum fahrerlosen Betrieb. Die Entscheidungen trifft dabei Software, nicht der Mensch am Steuer. · erklärt in 1 Artikel
Automatisierungsindex
Eine Kennzahl dafür, wie viel der Arbeit in einem Unternehmen nicht mehr von Menschen, sondern von der KI selbst erledigt wird. Je höher sie steigt, desto weniger Hände sind im Spiel. · erklärt in 1 Artikel
Autoplay
Die Funktion, bei der das nächste Video von selbst startet, ohne dass jemand darauf tippt. Sie sorgt dafür, dass eine Sitzung nicht von allein endet. · erklärt in 1 Artikel
Azure
Microsofts Vermietung von Rechenleistung und Speicher über das Internet. Firmen betreiben dort ihre Programme, statt eigene Server im Haus zu haben. · erklärt in 2 Artikeln

B

Backside Power Delivery
Die Stromversorgung des Chips wandert auf die Unterseite, statt sich die Oberseite mit den Datenleitungen zu teilen. So ist oben mehr Platz für Signalwege und unten fließt der Strom verlustärmer. · erklärt in 1 Artikel
Backtesting
Bevor ein neues Rechenmodell eingesetzt wird, lässt man es auf alte Fälle los, deren Ausgang man schon kennt. So sieht man, wie gut es getroffen hätte. · erklärt in 1 Artikel
Bakteriophagen
Viren, die ausschließlich Bakterien befallen. Für Menschen sind sie harmlos, für die Forschung sind sie eine reiche Quelle unbekannter Eiweiße. · erklärt in 1 Artikel
Bärenmarkt
Eine Marktphase, in der ein Index mehr als 20 Prozent unter seinem letzten Höchststand liegt. Die Schwelle ist eine reine Rechengröße, keine Bewertung. · erklärt in 1 Artikel
Base-Die
Der unterste Chip in einem gestapelten Speicherbaustein. Er trägt die eigentlichen Speicherlagen und regelt den Datenverkehr nach außen. · erklärt in 1 Artikel
Basislinie
Der Vergleichswert, an dem eine Verbesserung gemessen wird. Wer ihn selbst wählt, bestimmt mit, wie groß der Fortschritt aussieht. · erklärt in 1 Artikel
Basispunkt
Ein Hundertstel Prozentpunkt. Notenbanken geben Zinsschritte in dieser Einheit an, 25 Basispunkte sind also ein Viertel Prozentpunkt. · erklärt in 1 Artikel
Bebenintensität
Nicht zu verwechseln mit der Magnitude. Die Magnitude beschreibt die Energie, die im Erdinneren freigesetzt wird, und gilt für das ganze Beben. Die Intensität beschreibt, wie stark der Boden an einem bestimmten Ort tatsächlich gerüttelt hat. Japan misst sie auf einer eigenen Skala, deren höchster Wert 7 ist. · erklärt in 1 Artikel
Bedrohungsinformationen
Gesammelte Erkenntnisse darüber, wer gerade wie angreift, etwa erkannte Schadsoftware oder verwendete Adressen. Wer sie teilt, ermöglicht anderen, denselben Angriff früher zu erkennen. · erklärt in 1 Artikel
Begutachtung
Die Phase, in der ein Gesetzentwurf öffentlich vorliegt und jeder dazu Stellung nehmen kann, bevor die Regierung ihn ins Parlament schickt. Sie dauert in Österreich meist vier bis sechs Wochen. · erklärt in 2 Artikeln
Begutachtungsverfahren
Die Phase, in der ein österreichischer Gesetzesentwurf veröffentlicht wird und Behörden, Verbände und Bürger dazu schriftlich Stellung nehmen können. Läuft kein solches Verfahren, existiert auch kein fertiger Entwurf. · erklärt in 1 Artikel
Belichtungsmaschinen
Die Anlagen, die die Schaltmuster auf eine Siliziumscheibe projizieren, so ähnlich wie ein extrem präziser Diaprojektor. Ohne sie entsteht kein Chip, und die modernsten baut weltweit nur ASML. · erklärt in 1 Artikel
Benchmark
Ein standardisierter Test, mit dem verschiedene KI-Modelle unter gleichen Bedingungen verglichen werden. Die Ergebnisse hängen stark davon ab, wer den Test entworfen hat. · erklärt in 6 Artikeln
Benchmarking
Das Messen von Fähigkeiten anhand standardisierter Testaufgaben. Wer die Tests festlegt, bestimmt mit, was als „leistungsfähig“ oder als „gefährlich“ gilt. · erklärt in 1 Artikel
Benchmarks
Standardisierte Testaufgaben, die alle Anbieter mit demselben Modell durchlaufen lassen. Sie funktionieren wie eine einheitliche Prüfung: Jeder bekommt dieselben Fragen, damit die Ergebnisse vergleichbar sind. · erklärt in 3 Artikeln
berechtigtes Interesse
Eine der Erlaubnisse im Datenschutzrecht: Ein Unternehmen darf Daten auch ohne Einwilligung verarbeiten, wenn sein eigenes Interesse daran schwerer wiegt als der Schutz der betroffenen Person. Wer sich darauf beruft, muss diese Abwägung selbst vornehmen und begründen können. · erklärt in 3 Artikeln
bereinigt
Eine Gewinnzahl, aus der Sondereffekte herausgerechnet sind, die nichts mit dem laufenden Geschäft zu tun haben. Firmen zeigen sie gern, weil sie den Betrieb besser abbildet, prüfbar ist aber nur die offizielle Zahl. · erklärt in 1 Artikel
bereinigter freier Cashflow
Das Geld, das nach laufenden Kosten und Investitionen übrig bleibt, wobei einzelne Sonderposten herausgerechnet werden. Ein positiver Wert heißt, dass die Firma sich aus eigener Kraft finanzieren kann. · erklärt in 1 Artikel
bereinigter Gewinn je Aktie
Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl der Aktien, wobei einmalige Sonderposten herausgerechnet sind. Firmen berichten meist diese Zahl, weil sie das laufende Geschäft besser zeigt als der Gewinn nach Bilanzrecht. · erklärt in 2 Artikeln
bereinigtes Betriebsergebnis
Was vom Umsatz nach den laufenden Kosten übrig bleibt, wobei einzelne Sonderposten herausgerechnet werden. Positiv heißt: Das Tagesgeschäft trägt sich. · erklärt in 1 Artikel
Beschaffungsabkommen
Ein Vertrag, in dem sich zwei Unternehmen auf gegenseitige Lieferungen oder Leistungen festlegen. Hier verbindet er die Finanzbeteiligung mit einer konkreten technischen Zusammenarbeit. · erklärt in 1 Artikel
Bescheid
Die schriftliche Entscheidung einer Behörde in einem einzelnen Fall, etwa eine Genehmigung oder eine Strafe. Anders als ein Gesetz richtet sich ein Bescheid an eine bestimmte Person. · erklärt in 2 Artikeln
Beschleuniger
Ein Spezialchip, der die Rechenarbeit für KI übernimmt, weil normale Prozessoren dafür zu langsam sind. Nvidias GPUs sind die bekanntesten, es gibt aber auch andere Bauarten. · erklärt in 2 Artikeln
Besondere Kategorien personenbezogener Daten
Die DSGVO stuft manche Daten als besonders heikel ein — etwa Gesundheit, Religion, Herkunft oder politische Meinung. Für sie gelten strengere Regeln als für gewöhnliche Daten, und sie dürfen nur in eng begrenzten Fällen verarbeitet werden. · erklärt in 2 Artikeln
Betriebsgewinn
Was vom Umsatz nach den Kosten des laufenden Geschäfts übrig bleibt, noch vor Zinsen und Steuern. Er zeigt, wie gut das eigentliche Geschäft läuft. · erklärt in 2 Artikeln
Betriebsmarge
Der Anteil des Umsatzes, der nach den Kosten des eigentlichen Geschäfts übrig bleibt. Bei 76 Prozent Betriebsmarge bleiben von 100 Euro Umsatz 76 Euro als Betriebsgewinn. · erklärt in 1 Artikel
Betroffenenrechte
Die Rechte, die jede Person gegenüber einem Unternehmen hat, das ihre Daten verarbeitet: Auskunft verlangen, Berichtigung, Löschung, Widerspruch. Ohne diese Rechte bliebe der Datenschutz eine Absichtserklärung. · erklärt in 2 Artikeln
Bewegungsabläufe
Wie sich eine Person bewegt: gehen, rennen, stehenbleiben, ausholen. Die Software achtet auf diese Abfolgen und nicht darauf, wie jemand aussieht. · erklärt in 1 Artikel
Bewegungsprofil
Die Aufzeichnung, wer sich wann wo aufgehalten hat. Aus vielen einzelnen Ortsangaben eines Handys lässt sich der Tagesablauf einer Person nachzeichnen. · erklärt in 1 Artikel
Beweislastumkehr
Normalerweise muss die Behörde einem Anbieter nachweisen, dass er gegen eine Regel verstößt. Bei einer Beweislastumkehr dreht sich das um: Der Anbieter muss belegen, dass er die Regel einhält. · erklärt in 1 Artikel
Bewertung
Der Preis, den Investoren einem Unternehmen in einer Finanzierungsrunde zuschreiben. Er beruht auf Verhandlung und Erwartung, nicht auf einem Marktpreis wie an der Börse. · erklärt in 5 Artikeln
Bilanz
Die Aufstellung dessen, was ein Unternehmen besitzt und schuldet. Garantien tauchen darin anders auf als echte Ausgaben, weshalb Investoren genau hinsehen, wie viel Risiko dort versteckt liegt. · erklärt in 2 Artikeln
bilanzunwirksame Verpflichtungen
Zahlungspflichten, die eine Firma über Jahre eingegangen ist, die aber nicht als Schulden in der Bilanz erscheinen, etwa langfristige Mieten. Wer nur auf die Schuldenzeile schaut, sieht sie nicht. · erklärt in 1 Artikel
bildschirmlos
Das Gerät hat keinen Bildschirm. Man bedient es per Sprache — es hört zu und antwortet, statt etwas anzuzeigen. · erklärt in 1 Artikel
Bildsensoren
Die Chips, die in Kameras und Handys aus Licht ein digitales Bild machen. Sony ist hier der weltgrößte Hersteller und liefert unter anderem an Apple. · erklärt in 1 Artikel
Bildsignalprozessor
Der Baustein in einer Kamera, der aus den elektrischen Messwerten des Sensors ein sichtbares Foto macht. Er entscheidet über Schärfe, Farben und Bildrauschen, bevor der Nutzer das Bild überhaupt sieht. · erklärt in 1 Artikel
Bill of Materials
Die Stückliste eines Geräts, also die Summe der Einkaufspreise aller verbauten Teile. Sie ist nicht der Verkaufspreis, aber der Boden, den er nicht unterschreiten kann. Marktforscher schätzen sie, indem sie Geräte zerlegen und die Bauteile einzeln bewerten. · erklärt in 1 Artikel
biologisches Reasoning
Die Fähigkeit eines Modells, biologische Zusammenhänge gedanklich durchzuspielen, statt nur Textstellen wiederzugeben. Also etwa abzuschätzen, was ein Eingriff in einen Stoffwechselweg auslösen könnte. · erklärt in 1 Artikel
biometrische Daten
Messwerte des Körpers, die eine Person eindeutig machen: Gesichtsform, Fingerabdruck, Iris, Stimme. Aus einem Foto lässt sich ein solcher Wert berechnen, der dann wie ein Passwort funktioniert, das man nicht ändern kann. · erklärt in 1 Artikel
biometrische Fernidentifizierung
Das Wiedererkennen einer Person aus der Entfernung anhand von Körpermerkmalen, meist des Gesichts. Die Kamera vergleicht das Bild mit einer Datenbank und liefert einen Namen. · erklärt in 1 Artikel
biometrische Suchmaschine
Ein Programm, das Gesichter oder Stimmen auf Bildern und Videos aus dem Internet einliest und mit einer gesuchten Person abgleicht. Es funktioniert wie eine Bildersuche, nur dass der Suchbegriff ein Gesicht ist. · erklärt in 1 Artikel
BIOS
Die fest eingebaute Startsoftware eines Geräts. Bei einer Grafikkarte legt sie unter anderem fest, wie viel Speicher die Karte anmeldet. · erklärt in 1 Artikel
Bit-Auslieferungen
Die verkaufte Speichermenge, nicht die Zahl der Chips. Marktanteile werden im Speichergeschäft so gemessen, weil ein Chip viel oder wenig fassen kann. · erklärt in 2 Artikeln
Bitdichte
Wie viele Daten auf einer bestimmten Chipfläche Platz finden. Höhere Bitdichte heißt: mehr Speicher pro Chip und damit meist geringere Kosten. · erklärt in 1 Artikel
Bitmap
Ein Bild im Speicher, Bildpunkt für Bildpunkt abgelegt. Große Bilder in hoher Auflösung sind einer der häufigsten Gründe, warum eine App viel Arbeitsspeicher belegt. · erklärt in 1 Artikel
Blackwell
Eine Chip-Generation von Nvidia, die seit 2024 in Rechenzentren steckt. Der Nachfolger heißt Rubin. · erklärt in 3 Artikeln
Board-Partner
Hersteller wie Asus, MSI oder Gigabyte, die aus Nvidias Chips fertige Grafikkarten bauen und verkaufen. Nvidia liefert den Chip, sie das Drumherum — und sie brauchen Nvidias Freigabe für den Verkaufsstart. · erklärt in 1 Artikel
Boardpartner
Firmen wie Gigabyte, ASUS oder MSI, die aus den Chips von AMD oder Nvidia fertige Grafikkarten bauen und verkaufen. · erklärt in 1 Artikel
Bombe
Die Maschine, mit der die britischen Codeknacker ab 1940 Enigma-Schlüssel durchprobierten. Heute wird sie als Programm nachgebaut, das auf einem normalen Rechner in Sekunden schafft, wofür damals Schränke voller Relais liefen. · erklärt in 1 Artikel
Bonitätsbewertung
Auch Scoring genannt: Eine Auskunftei berechnet aus gespeicherten Daten einen Zahlenwert dafür, wie wahrscheinlich jemand eine Rechnung bezahlt. Banken, Händler und Vermieter fragen diesen Wert ab, meist automatisiert. · erklärt in 1 Artikel
Bookrunner
Die Bank, die eine Anleihe organisiert: sie sammelt die Kaufinteressenten ein, führt das Orderbuch und legt am Ende mit dem Emittenten den Zinssatz fest. · erklärt in 1 Artikel
Börsengang
Der erste Verkauf von Unternehmensanteilen an das allgemeine Publikum über die Börse. Ab diesem Zeitpunkt muss das Unternehmen regelmäßig Geschäftszahlen offenlegen. · erklärt in 3 Artikeln
Botnetz
Ein Netz aus vielen gekaperten Computern, die ein Angreifer gemeinsam fernsteuert. Wird meist für Massenangriffe oder Erpressung genutzt. · erklärt in 1 Artikel
Brennstoffzellen
Geräte, die aus Erdgas oder Wasserstoff direkt Strom erzeugen, ohne Verbrennung in einer Turbine. Sie brauchen trotzdem eine behördliche Genehmigung, weil dabei Abgase entstehen. · erklärt in 1 Artikel
BRICS
Ein loser Staatenbund, ursprünglich Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, inzwischen erweitert. Die Mitglieder stimmen sich wirtschaftlich ab, um weniger von westlichen Strukturen abzuhängen. · erklärt in 1 Artikel
Bruttomarge
Was vom Umsatz übrig bleibt, wenn man nur die unmittelbaren Kosten der Leistung abzieht, bei einem KI-Anbieter also vor allem Strom und Rechenzeit. Miete, Gehälter und Forschung sind darin nicht enthalten. · erklärt in 6 Artikeln
BSL-1 und BSL-2
Die beiden niedrigsten von vier Laborsicherheitsstufen. Erlaubt ist dort Arbeit mit harmlosen oder mäßig risikoreichen Organismen, nicht mit gefährlichen Krankheitserregern. · erklärt in 1 Artikel
Buchgewinne
Wertsteigerungen von Beteiligungen, die in der Bilanz als Gewinn erscheinen, ohne dass Geld geflossen ist. Fällt der Wert der Beteiligung später, kehrt sich der Effekt um. · erklärt in 1 Artikel
Bundesrahmen
Ein Gesetz, das landesweit gilt, statt von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden zu sein. In den USA gibt es für KI bislang keinen. · erklärt in 1 Artikel
by right
Ein Bauvorhaben ist genehmigt, sobald es die geltenden Bauvorschriften erfüllt. Es gibt dann keine eigene Abstimmung im Gemeinderat und keine Anhörung, bei der Anrainer noch etwas einwenden könnten. · erklärt in 1 Artikel

C

C2PA
Ein gemeinsamer Standard mehrerer Technik- und Medienfirmen. Er hängt an eine Bilddatei eine unterschriebene Notiz an, woher die Datei kommt und wie sie entstanden ist. · erklärt in 2 Artikeln
C2PA-Metadaten
Ein branchenweit vereinbartes Format für Herkunftsangaben in einer Datei: wer sie erzeugt hat, womit und wann. Man kann es sich wie einen Lieferschein vorstellen, der an der Datei hängt. · erklärt in 1 Artikel
Cache
Ein Zwischenspeicher für Textteile, die der Nutzer immer wieder mitschickt. Weil das Modell sie nicht jedes Mal neu verarbeiten muss, verlangen Anbieter dafür einen niedrigeren Preis. · erklärt in 2 Artikeln
Cache-Hit
Ein Textteil, den man schon einmal geschickt hat und der zwischengespeichert liegt. Er muss nicht neu verarbeitet werden und kostet deshalb fast nichts. · erklärt in 1 Artikel
Cache-Miss
Text, den das System noch nicht kennt und komplett neu verarbeiten muss. Das ist der teure Fall. · erklärt in 1 Artikel
Cache-Reads
Wenn ein Programm demselben Modell immer wieder den gleichen Textblock voranstellt, kann das Modell ihn zwischenspeichern. Beim nächsten Aufruf wird der gespeicherte Teil billiger abgerechnet als frischer Text. · erklärt in 1 Artikel
Capex
Kurz für Investitionsausgaben. Gemeint ist das Geld, das ein Unternehmen für Fabriken, Maschinen und Anlagen ausgibt, nicht für den laufenden Betrieb. · erklärt in 9 Artikeln
Capture-the-Flag-Test
Eine Übung, bei der Fachleute absichtlich versuchen, in ein eigens dafür gebautes Computersystem einzudringen. Wer als Erster an das versteckte Ziel kommt, hat gewonnen. · erklärt in 1 Artikel
Cashflow
Der tatsächliche Geldfluss eines Unternehmens, also was an Zahlungen hereinkommt und was hinausgeht. Ein Gewinn kann auf dem Papier stehen, während in der Kasse weniger Geld liegt. · erklärt in 2 Artikeln
CBA
Eine Bauweise, bei der die Steuerelektronik getrennt hergestellt und danach direkt auf das Speicherfeld gesetzt wird. Das spart Fläche und verkürzt die Wege für die Daten. · erklärt in 2 Artikeln
CBRNE
Sammelbegriff für die gefährlichsten Waffenarten: chemische, biologische, radiologische, nukleare und hochexplosive. Behörden nutzen das Kürzel, um alle fünf auf einmal zu benennen. · erklärt in 1 Artikel
CEQA
Kaliforniens Umweltprüfgesetz. Wer baut, muss vorher offenlegen, welche Folgen das für Luft, Wasser und Nachbarschaft hat. · erklärt in 1 Artikel
CFAA
Ein US-Bundesgesetz gegen Computermissbrauch, umgangssprachlich der amerikanische Hackerparagraf. Es zielt auf unbefugtes Eindringen in fremde Systeme, nicht auf das Brechen von Geschäftsbedingungen. · erklärt in 1 Artikel
Chain-of-Thought
Die schrittweise Gedankenkette, die ein Modell aufschreibt, bevor es antwortet. Prüfer lesen sie mit, um zu verstehen, warum ein Modell etwas tut. Sie ist aber kein verlässliches Protokoll, denn das Modell muss dort nicht alles festhalten. · erklärt in 1 Artikel
Chatbot
Die Bedienoberfläche für ein Sprachmodell: ein Chatfenster, in das man eine Frage oder Aufgabe eintippt und einen fertig formulierten Text zurückbekommt. · erklärt in 2 Artikeln
Chatkontrolle
Das Durchsuchen privater Nachrichten auf Missbrauchsdarstellungen. In der aktuellen EU-Regelung geschieht das freiwillig: Anbieter dürfen scannen, müssen aber nicht. · erklärt in 1 Artikel
Checkpoint
Ein Zwischenstand eines KI-Modells während der Entwicklung, vergleichbar mit einem Zwischenspeicherstand. Solche Stände tauchen manchmal anonym in öffentlichen Vergleichstests auf, bevor ein Produkt angekündigt wird. · erklärt in 2 Artikeln
Chief Global Affairs Officer
Die Person, die in einem Unternehmen die Kontakte zu Regierungen, Behörden und internationalen Organisationen verantwortet. Bei Technologiefirmen gehört dazu auch, die eigene Position in laufende Gesetzgebungsverfahren einzubringen. · erklärt in 1 Artikel
Chief Scientist
Oberster Wissenschaftler eines Unternehmens. Die Rolle prägt die Forschungsrichtung, hat aber typischerweise keine Weisungsbefugnis über das Tagesgeschäft. · erklärt in 1 Artikel
Chipflation
Kunstwort aus Chip und Inflation: Weil Halbleiter teurer werden, steigen die Preise fertiger Geräte wie Notebooks oder Handys mit. Die Teuerung wandert also von der Fabrik bis zum Ladenregal durch. · erklärt in 1 Artikel
Chiplet
Ein Teilchip, der mit anderen Teilchips zu einem größeren Bauteil verbunden wird. Das ist billiger und flexibler, als alles in einem Stück zu fertigen. · erklärt in 1 Artikel
Chips Act
Ein EU-Gesetz von 2023, das mit Fördergeld mehr Chipproduktion nach Europa holen soll. Das Ziel war, den Anteil Europas an der Weltproduktion auf 20 Prozent zu verdoppeln. · erklärt in 3 Artikeln
Chipsatz
Der Vermittlerbaustein auf einer Hauptplatine, der Prozessor, Speicher, Laufwerke und Steckplätze miteinander verbindet. Er ist im Endgerät unsichtbar, steckt aber in jedem Desktop-PC. · erklärt in 1 Artikel
Circuit Breaker
Eine automatische Handelsunterbrechung an der Börse. Fallen die Kurse innerhalb kurzer Zeit zu stark, wird der Handel für einige Minuten angehalten. · erklärt in 1 Artikel
Class-A-Stammaktien
Eine bestimmte Sorte von Firmenanteilen. Große Firmen geben oft mehrere Sorten aus, die sich beim Stimmrecht unterscheiden, obwohl sie am selben Unternehmen hängen. · erklärt in 1 Artikel
Claude Code
Anthropics eigenes Programmierwerkzeug, das direkt in der Kommandozeile des Entwicklers läuft. Es nutzt dieselben Modelle, aber in einer Umgebung, die Anthropic selbst kontrolliert. · erklärt in 1 Artikel
Claude Partner Network
Ein Programm von Anthropic für Firmen, die dessen KI in eigene Produkte einbauen oder bei Kunden einführen. Die höchste Stufe heißt Global Premier Partner und bringt engeren Zugang zum Hersteller. · erklärt in 1 Artikel
Claude Science
Eine Variante von Anthropics KI-Assistent Claude, die auf wissenschaftliches Arbeiten zugeschnitten ist: Fachliteratur lesen, Daten auswerten, Hypothesen durchspielen. · erklärt in 1 Artikel
Client-Side-Scanning
Die Prüfung von Nachrichten direkt am Handy oder Rechner des Nutzers, bevor sie verschlüsselt versendet werden. Damit ließe sich auch verschlüsselte Kommunikation kontrollieren, weshalb Datenschützer das Verfahren besonders scharf kritisieren. · erklärt in 1 Artikel
Cloud
Rechenleistung und Speicher, die man bei einem Anbieter mietet, statt eigene Server zu kaufen. Abgerechnet wird nach Verbrauch. · erklärt in 2 Artikeln
Cloud-Geschäft
Das Vermieten eigener Rechenzentren an fremde Kunden, die dort ihre Programme laufen lassen. Amazon, Microsoft und Google verdienen damit seit Jahren Milliarden — Meta bisher nicht. · erklärt in 1 Artikel
Cluster
Ein Verbund aus sehr vielen Rechnern, die gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Große KI-Modelle lassen sich nur so trainieren, weil ein einzelner Rechner dafür Jahre bräuchte. · erklärt in 1 Artikel
Co-Design
Chip und Software werden gemeinsam entworfen, statt die Software nachträglich an fertige Hardware anzupassen. Das kann Tempo und Stromverbrauch verbessern, bindet aber beides aneinander. · erklärt in 1 Artikel
Co-Lead
Ein Investor, der eine Finanzierungsrunde gemeinsam mit anderen anführt: er steckt den größten Teil des Geldes hinein und handelt die Bedingungen aus, an denen sich die kleineren Geldgeber orientieren. · erklärt in 1 Artikel
co-packaged optics
Technik, bei der die Umwandlung von Strom in Licht direkt neben dem Rechenchip sitzt statt in einem separaten Steckmodul. Daten laufen dann als Lichtsignal zwischen den Chips, was weniger Energie verbraucht als ein elektrisches Kabel. · erklärt in 1 Artikel
Co-Training
Das Modell und die Umgebung, in der es arbeitet, werden gemeinsam trainiert statt nacheinander. Der Gedanke: Wer im selben Werkzeugkasten geübt hat, greift später sicherer hinein. · erklärt in 1 Artikel
Code of Practice
Eine freiwillige Selbstverpflichtung, mit der Anbieter zeigen, wie sie eine gesetzliche Vorgabe erfüllen wollen. Unterschreiben muss niemand, es erleichtert aber den Nachweis gegenüber Behörden. · erklärt in 1 Artikel
Codex
Ein Werkzeug von OpenAI, das Programmcode schreibt und ändert. Entwickler beschreiben in normaler Sprache, was passieren soll, das Programm liefert den Code dazu. · erklärt in 1 Artikel
Colocation
Ein Betreiber stellt Fläche, Strom und Kühlung im Rechenzentrum bereit, der Kunde stellt seine eigenen Server hinein. Vermietet wird also der Platz samt Versorgung, nicht die Rechenleistung. · erklärt in 1 Artikel
Colossus
Der Name eines sehr großen Rechenzentrums, in dem tausende Spezialchips gemeinsam KI-Modelle trainieren. Wer Zugang dazu hat, kann Modelle bauen, für die normale Server viel zu langsam wären. · erklärt in 1 Artikel
Comet
Der Browser von Perplexity mit eingebautem KI-Helfer. Er kann auf Zuruf suchen, Formulare ausfüllen und eine Bestellung abschließen. · erklärt in 1 Artikel
Command-and-Control
Der Kanal, über den Angreifer ein übernommenes System weiter steuern und ihm neue Befehle schicken. Wird er gefunden und gekappt, verlieren sie die Kontrolle über das System. · erklärt in 1 Artikel
Commit-Nachrichten
Kurze Notizen, die Entwickler zu jeder gespeicherten Änderung schreiben, um sie zu begründen. Sie sind für alle Beteiligten lesbar und bleiben dauerhaft im Projekt stehen. · erklärt in 1 Artikel
Commodity-DRAM
Normaler Arbeitsspeicher für Handys, Notebooks und Server. Massenware, im Gegensatz zum teuren Spezialspeicher für KI-Beschleuniger. · erklärt in 1 Artikel
Companion-Chatbot
Ein Chatprogramm, das als Gesprächspartner oder Freund auftritt und nicht als Werkzeug für eine Aufgabe. Es merkt sich frühere Gespräche und baut über Wochen eine Art Beziehung auf. · erklärt in 1 Artikel
Companion-KI
KI-Programme, die eine Persönlichkeit vortäuschen und als virtueller Freund, Partner oder Familienmitglied auftreten — oft mit dauerhaftem Gedächtnis für frühere Gespräche. · erklärt in 2 Artikeln
Compiler
Das Programm, das Quelltext in Maschinenbefehle übersetzt. Eine neuere Fassung kennt die Eigenheiten eines neuen Chips besser und holt aus derselben Hardware mehr heraus, weshalb Messungen mit unterschiedlichen Compilern nur bedingt vergleichbar sind. · erklärt in 1 Artikel
Compiler-Diagnosemeldungen
Die Fehlertexte, die ein Programmierwerkzeug ausgibt, wenn es den eingegebenen Code nicht übersetzen kann. Sie sollen erklären, was schiefging und wie man es behebt. · erklärt in 1 Artikel
Compute
Die Rechenleistung, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen gebraucht wird. Sie kostet Geld und Strom und lässt sich vergleichsweise gut nachzählen, weshalb sie als Hebel gilt, wenn jemand das Tempo der Branche bremsen wollte. · erklärt in 2 Artikeln
Compute-Schwellen
Obergrenzen für die Rechenleistung, die beim Training eines KI-Modells eingesetzt werden darf. Wird die Grenze überschritten, greifen zusätzliche Pflichten. Der EU AI Act arbeitet mit einem solchen Wert. · erklärt in 1 Artikel
Computer-Use
Die Fähigkeit eines KI-Programms, einen Bildschirm zu lesen und selbst zu klicken und zu tippen. Es bedient also Software wie ein Mensch, ohne dafür gebaute Schnittstelle. · erklärt in 1 Artikel
Conditional Approval
Eine Einzelfallgenehmigung trotz Listung. Sie wird nur erteilt, wenn eine zuständige Behörde vorher zustimmt, hier das Verteidigungs- oder das Heimatschutzministerium. · erklärt in 1 Artikel
Conditions of Use
Die Nutzungsbedingungen einer Website, also der Vertrag, dem man mit dem Anlegen eines Kontos zustimmt. Wer dagegen verstößt, verliert den Zugang, ganz ohne dass etwas technisch geknackt worden wäre. · erklärt in 1 Artikel
Connectors
Vorgefertigte Verbindungen zu Diensten wie Outlook, Google Drive oder Slack, über die ein Programm dort gespeicherte Dateien und Nachrichten lesen darf. Der Zugriff muss einmal freigegeben werden und gilt dann dauerhaft. · erklärt in 1 Artikel
Content-Moderation
Das Prüfen und Aussortieren von Inhalten durch Software oder Personal, damit verbotene oder gefährliche Texte und Bilder nicht stehen bleiben. · erklärt in 1 Artikel
Context Caching
Schickt man demselben Modell mehrfach denselben langen Text, merkt es sich die Vorarbeit. Wiederholte Anfragen werden dadurch deutlich billiger — beim Kimi-Tarif kostet ein solcher Treffer ein Zehntel. · erklärt in 1 Artikel
Copilot+
Ein Windows-Programm-Paket mit KI-Funktionen, das Microsoft nur auf Geräten mit ausreichend starkem KI-Baustein freischaltet. Wer die Hardware-Hürde nicht erreicht, bekommt diese Funktionen nicht. · erklärt in 4 Artikeln
corporate death penalty
Wörtlich Todesstrafe für Unternehmen. Gemeint ist, dass ein Unternehmen seine Erlaubnis zu bestehen verliert und sein Vermögen abgeben muss, statt nur eine Geldstrafe zu zahlen. · erklärt in 2 Artikeln
CORS-Proxy
Ein Zwischenserver, der Anfragen an fremde Webseiten weiterleitet und dabei eine Schutzregel des Browsers umgeht. Offen zugängliche Exemplare davon lassen sich gut als anonyme Durchgangsstation nutzen. · erklärt in 1 Artikel
Covered List
Eine Liste der US-Fernmeldebehörde FCC mit Geräten und Diensten, die als Gefahr für die nationale Sicherheit gelten. Was auf dieser Liste steht, bekommt in den USA keine Betriebserlaubnis für Funktechnik mehr. · erklärt in 1 Artikel
CoWoS
Ein Verfahren, bei dem Rechenchip und Speicher auf einem gemeinsamen Träger nebeneinander gesetzt und fest verbunden werden. Ohne diesen Arbeitsschritt entsteht kein KI-Beschleuniger, und genau hier klemmt es in der Lieferkette seit Jahren. · erklärt in 4 Artikeln
Crib
Eine begründete Vermutung darüber, welches Wort an einer bestimmten Stelle im entschlüsselten Text steht, etwa ein Ortsname oder eine Standardfloskel. Mit so einem Anhaltspunkt lässt sich die Suche nach dem Schlüssel massiv verkürzen. · erklärt in 1 Artikel
CRM
Software, mit der Unternehmen ihre Kundenbeziehungen verwalten: wer wann was gekauft hat, welche Anfragen offen sind, welche Verkaufsgespräche laufen. Salesforce ist der größte Anbieter dieser Art. · erklärt in 1 Artikel
Crore
Eine indische Zähleinheit für zehn Millionen. 10.000 Crore Rupien sind also 100 Milliarden Rupien, umgerechnet etwa eine Milliarde Dollar. · erklärt in 1 Artikel
Crowdworking
Arbeit, die in winzige Einzelaufgaben zerlegt und über eine Plattform an viele Menschen im Netz verteilt wird. Bezahlt wird pro erledigter Aufgabe, oft im Centbereich. · erklärt in 1 Artikel
CUDA
Nvidias Software-Schicht, über die Programme die Grafikeinheit zum Rechnen nutzen. Praktisch jede KI-Anwendung läuft darüber, weshalb ein Defekt an dieser Stelle den ganzen KI-Betrieb lahmlegt. · erklärt in 1 Artikel
cuFile
Eine Software-Schnittstelle von Nvidia. Über sie holen sich Grafikprozessoren Daten direkt vom Datenträger, ohne dass der Hauptprozessor sie durchreichen muss. · erklärt in 1 Artikel
Custom-Chip
Ein Chip, der für einen einzigen Kunden und dessen Anwendung entworfen wird, statt als Standardprodukt an alle verkauft zu werden. · erklärt in 2 Artikeln
CVE
Eine weltweit eindeutige Nummer für eine bekannte Sicherheitslücke. Damit reden alle Beteiligten nachweislich über dieselbe Schwachstelle. · erklärt in 2 Artikeln
CVSS
Eine international genutzte Skala von 0 bis 10, die angibt, wie gefährlich eine Sicherheitslücke ist. Ab etwa 7 gilt sie als hoch, ab 9 als kritisch. · erklärt in 1 Artikel
Cyber-Klassifikatoren
Zusätzliche Prüfmodule, die erkennen sollen, wenn ein Modell in Richtung Angriffstechnik abbiegt, und dann bremsen. · erklärt in 2 Artikeln
Cybersicherheits-Evaluationen
Tests, bei denen Fachleute prüfen, ob sich ein Modell für Angriffe auf Computersysteme missbrauchen lässt. Sie laufen üblicherweise, bevor das Modell öffentlich verfügbar wird. · erklärt in 1 Artikel
Cyberspace Administration of China
Chinas oberste Internet-Aufsichtsbehörde. Sie legt fest, was Online-Dienste und KI-Anbieter im Land dürfen — und was nicht. · erklärt in 1 Artikel
Czar
In Washington die umgangssprachliche Bezeichnung für einen vom Präsidenten ernannten Themenbeauftragten. Der Posten ist kein Amt mit gesetzlich festgelegten Befugnissen und braucht in der Regel keine Bestätigung durch den Senat. · erklärt in 1 Artikel

D

D.C. Circuit
Das Bundesberufungsgericht für den Hauptstadtbezirk Washington. Weil dort fast alle Klagen gegen US-Bundesbehörden landen, gilt es als wichtigstes Gericht unterhalb des Supreme Court. · erklärt in 1 Artikel
Data Governance
Die Regeln eines Unternehmens dafür, wer welche Daten sehen, nutzen und weitergeben darf. In der Pharmaforschung besonders heikel, weil es um Patientendaten und um Betriebsgeheimnisse geht. · erklärt in 1 Artikel
Datei-Hash
Eine aus dem Dateiinhalt errechnete Prüfsumme, eine Art Fingerabdruck. Zwei Dateien mit demselben Hash sind identisch, auch wenn sie anders heißen. · erklärt in 1 Artikel
Daten-Omnibus
Ein EU-Gesetzespaket, das mehrere bestehende Datenschutzregeln auf einmal ändert, statt jede einzeln zu reformieren. Der Name kommt vom Bild des Busses, in den viele Änderungen zusammen einsteigen. · erklärt in 1 Artikel
Datenannotation
Das Beschriften von Rohdaten mit Zusatzinformationen, damit eine Maschine damit lernen kann. Eine Tonaufnahme wird abgetippt, ein Bild bekommt Stichwörter, ein Satz wird als höflich oder unhöflich eingestuft. · erklärt in 1 Artikel
Datenhändler
Firmen, die Daten über Menschen einkaufen, bündeln und weiterverkaufen. Sie erheben die Daten meist nicht selbst, sondern beziehen sie von Apps, Webseiten und Werbenetzwerken. · erklärt in 1 Artikel
Datenminimierung
Der Grundsatz, nur so viele Daten zu verarbeiten, wie für den konkreten Zweck wirklich nötig sind. Wer auf Vorrat sammelt, verstößt dagegen — auch wenn die Daten irgendwann nützlich sein könnten. · erklärt in 1 Artikel
Datensouveränität
Das Prinzip, dass Daten den Regeln des Landes unterliegen sollen, in dem sie gespeichert sind — und nicht dem Zugriff ausländischer Behörden. Für europäische Banken, Versicherungen und Behörden oft eine rechtliche Vorgabe. · erklärt in 1 Artikel
DDR5
Die aktuelle Generation Arbeitsspeicher für PCs und Server. Innerhalb der Generation gibt es langsamere und schnellere Sorten, und nur die schnellsten sind gerade knapp. · erklärt in 6 Artikeln
Deepfake
Ein mit KI erzeugtes Bild, Video oder Tonstück, das eine echte Person täuschend nachbildet. Der Begriff wird oft für gefälschte Videos verwendet, umfasst aber auch reine Tonfälschungen. · erklärt in 3 Artikeln
Deepfakes
Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, die eine echte Person Dinge sagen oder tun lassen, die sie nie gesagt oder getan hat. Erzeugt werden sie von KI-Systemen, die Gesicht und Stimme nachbilden. · erklärt in 1 Artikel
defensive surge
Wörtlich eine Abwehr-Offensive: ein kurzfristiges, konzentriertes Hochfahren von Schutzmaßnahmen, statt sie über Jahre verteilt aufzubauen. Der Begriff stammt aus dem Brief selbst und ist kein feststehender Fachausdruck. · erklärt in 1 Artikel
delegierte Verordnung
Ein Rechtsakt, den die EU-Kommission allein erlässt, weil ein bereits beschlossenes Gesetz sie dazu ermächtigt. Parlament und Rat können widersprechen, aber nicht mitschreiben. · erklärt in 1 Artikel
Destillation
Ein Verfahren, bei dem ein großes Modell einem kleineren beibringt, sich ähnlich zu verhalten. Das Ergebnis braucht weniger Rechenleistung als das Original. · erklärt in 4 Artikeln
Detection API
Eine Programmierschnittstelle, über die ein Nutzer einen Text an Anthropic schickt und zurückbekommt, ob eine Markierung darin steckt. Wer sie nicht nutzen darf, kann selbst nicht prüfen. · erklärt in 1 Artikel
Device Solutions
Samsungs Bezeichnung für die Halbleitersparte, also Speicher- und Auftragsfertigung. Der Rest des Konzerns baut Endgeräte wie Handys und Fernseher. · erklärt in 1 Artikel
Dezentrale KI-Dienste
KI-Anwendungen, die nicht in wenigen großen Rechenzentren laufen, sondern verteilt über viele Standorte und Anbieter. Der Gedanke dahinter: Europa soll nicht von einzelnen Konzernen abhängig sein. · erklärt in 1 Artikel
DGX Spark
Ein kleiner, kompakter Nvidia-Computer, der große KI-Modelle direkt auf dem Schreibtisch laufen lässt — ohne teure Cloud, aber selbst kein Schnäppchen. · erklärt in 1 Artikel
Digital Markets Act
Ein EU-Gesetz, das großen Plattformen vorschreibt, ihre Systeme auch für Konkurrenten zu öffnen. Wer als Türsteher gilt, darf eigene Dienste nicht bevorzugen. · erklärt in 2 Artikeln
Digital Services Act
Das EU-Gesetz über digitale Dienste. Es schreibt großen Online-Plattformen vor, wie sie mit Inhalten ihrer Nutzer umgehen und worüber sie Auskunft geben müssen. · erklärt in 3 Artikeln
digitale Souveränität
Die Fähigkeit, wichtige Technik selbst zu betreiben und zu kontrollieren, statt von Anbietern aus anderen Rechtsräumen abhängig zu sein. Relevant wird das, wenn Daten, Preise oder Zugang plötzlich fremdbestimmt werden. · erklärt in 1 Artikel
Digitaler Omnibus
Ein Gesetzespaket der EU-Kommission, das mehrere bestehende Digitalgesetze in einem Rechtsakt gleichzeitig ändert, darunter die DSGVO und den AI Act. Der Name kommt daher, dass viele Änderungen in einem Fahrzeug mitfahren. · erklärt in 1 Artikel
Directory-Traversal
Ein Trick, mit dem ein Angreifer aus dem Ordner ausbricht, der für ihn vorgesehen war, und Dateien liest oder schreibt, die ihn nichts angehen. · erklärt in 1 Artikel
Distillation
Ein starkes Modell beantwortet Fragen, und die Antworten dienen als Lernstoff für ein kleineres Modell. Das kleinere lernt so das Verhalten des größeren nach. · erklärt in 5 Artikeln
Distributor
Ein Zwischenhändler, der Ware vom Hersteller kauft und an Geschäftskunden weiterverkauft. Zwischen seiner Preisliste und dem Laden liegt noch die Marge des Händlers. · erklärt in 1 Artikel
DMA
Die Verordnung über digitale Märkte. Sie legt großen Plattformen wie Google, Apple oder Meta besondere Pflichten auf, damit kleinere Anbieter überhaupt konkurrieren können. · erklärt in 2 Artikeln
DNS
Das Adressbuch des Internets: Es übersetzt Namen wie beispiel.at in die Nummer des zugehörigen Servers. Weil fast jedes Programm dieses Adressbuch befragen darf, lässt sich darüber manchmal auch dann Kontakt nach außen aufnehmen, wenn der normale Weg gesperrt ist. · erklärt in 1 Artikel
DRAM
Der normale Arbeitsspeicher eines Computers, in dem gerade benötigte Daten liegen. Er ist schnell, aber flüchtig: Ohne Strom ist der Inhalt weg. · erklärt in 16 Artikeln
Drittkapital
Geld von außenstehenden Investoren, das ein Vorhaben finanziert, ohne dass der Initiator es selbst aufbringen muss. · erklärt in 2 Artikeln
DSA
Das EU-Gesetz über digitale Dienste. Es regelt, was Online-Plattformen mit Inhalten tun müssen, die Nutzer hochladen, und wie transparent sie dabei sein müssen. · erklärt in 1 Artikel
DSB
Die österreichische Datenschutzbehörde — die staatliche Stelle, die überwacht, ob Firmen und Ämter mit persönlichen Daten korrekt umgehen, und Beschwerden bearbeitet. · erklärt in 1 Artikel
DSGVO
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung, seit 2018 in Kraft. Sie regelt, wann personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen, und gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. · erklärt in 2 Artikeln
DSM-Richtlinie
Das EU-Gesetz von 2019 zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt. Es legt unter anderem fest, wann fremde Werke ohne Erlaubnis maschinell ausgewertet werden dürfen. · erklärt in 1 Artikel
Due Diligence
Die sorgfältige Prüfung eines Unternehmens vor einem Kauf oder einer Beteiligung. Dabei werden große Mengen Verträge und Unterlagen durchgesehen — klassische Fleißarbeit, die sich für Automatisierung anbietet. · erklärt in 1 Artikel
Due-Process-Klausel
Die Verfassungsregel, dass der Staat niemandem Rechte oder Eigentum entziehen darf, ohne ein faires Verfahren mit Anhörung und Begründung durchzuführen. · erklärt in 1 Artikel
Durchsatz
Wie viele Daten pro Sekunde durch ein System fließen. Je höher der Durchsatz, desto schneller wird ein Rechenauftrag mit Daten versorgt. · erklärt in 2 Artikeln
durchschnittliche Verkaufspreise
Der über alle verkauften Geräte gemittelte Preis. Steigt er, kann das an teureren Geräten liegen oder daran, dass günstige Modelle aus dem Angebot verschwinden. · erklärt in 1 Artikel

E

E-Discovery
Das Sichten elektronischer Dokumente für ein Gerichtsverfahren. Vor allem im US-Recht müssen dabei riesige Mengen E-Mails und Dateien auf Relevanz geprüft werden. · erklärt in 1 Artikel
Earnings
Die Quartalszahlen eines börsennotierten Unternehmens. An festen Terminen legt es offen, wie viel es verdient hat — diese Berichte bewegen den Kurs oft stark. · erklärt in 1 Artikel
Earnings Call
Eine Telefonkonferenz, in der die Konzernspitze die Quartalszahlen erläutert und Fragen von Analysten beantwortet. Die Aussagen dort sind öffentlich und protokolliert. · erklärt in 1 Artikel
EDA
„Electronic Design Automation“: Spezialsoftware, mit der Chips überhaupt erst entworfen werden. Ohne sie lässt sich kein moderner Prozessor entwickeln — Synopsys und Cadence beherrschen diesen Markt. · erklärt in 3 Artikeln
Edge-KI
KI, die im Gerät selbst rechnet statt in einem entfernten Rechenzentrum, etwa im Auto oder in einer Kamera. Das spart Wartezeit und hält die Daten vor Ort. · erklärt in 1 Artikel
EDPB
Das Gremium, in dem alle nationalen Datenschutzbehörden der EU sitzen. Es entscheidet keine Einzelfälle, sondern legt fest, wie die Behörden die Regeln einheitlich auslegen sollen. · erklärt in 2 Artikeln
EDSA
Der Europäische Datenschutzausschuss, in dem alle nationalen Datenschutzbehörden der EU sitzen. Er gibt gemeinsame Auslegungen heraus, damit die DSGVO nicht in 27 Ländern unterschiedlich angewendet wird. · erklärt in 1 Artikel
EFLOPS
Ein Maß für Rechentempo: eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde. Die Zahl sagt nur etwas aus, wenn die Rechengenauigkeit dazu genannt wird, hier FP8 und FP4. · erklärt in 1 Artikel
Eingabe-Token
Der Teil der Abrechnung, der auf den hineingeschickten Text fällt, also Frage, Anweisung und mitgelieferte Dokumente. Er ist bei den meisten Anbietern deutlich billiger als die Antwort. · erklärt in 1 Artikel
Eingriffsschwelle
Die Hürde, ab der die Polizei ein Mittel einsetzen darf. Je vager sie im Gesetz beschrieben ist, desto mehr Fälle fallen darunter. · erklärt in 1 Artikel
einheitlicher Speicheradressraum
Prozessor und Beschleuniger sehen denselben Arbeitsspeicher unter denselben Adressen. Daten müssen dadurch nicht mehr hin- und herkopiert werden. · erklärt in 1 Artikel
einstweilige Verfügung
Eine schnelle Anordnung des Gerichts, die schon vor dem eigentlichen Urteil gilt. Sie soll verhindern, dass während des oft jahrelangen Verfahrens vollendete Tatsachen entstehen. · erklärt in 1 Artikel
Elite Partner
Die oberste Stufe in einem Partnerprogramm eines Softwareanbieters. Wer sie hat, bekommt in der Regel früher Zugang zu neuen Produkten und darf sich beim Kunden offiziell auf diesen Status berufen. · erklärt in 1 Artikel
Elo
Eine Punktzahl aus dem Schach, die Stärke aus direkten Vergleichen ableitet. Höher heißt besser, aber nur im Vergleich zu den anderen Teilnehmern derselben Wertung. · erklärt in 1 Artikel
Embedded Evaluation
Prüfer arbeiten direkt im Unternehmen mit, statt es nur von außen zu begutachten. Sie sehen dieselben Unterlagen und Abläufe wie die Beschäftigten. · erklärt in 1 Artikel
EMIB
Intels Alternative zum Interposer: nur kleine Siliziumbrücken genau an den Stellen, wo zwei Chips miteinander reden müssen. Spart Material und damit Geld. · erklärt in 1 Artikel
Emissionspreis
Der Preis, zu dem die Anteile beim Börsengang erstmals ausgegeben werden. Ab dem ersten Handelstag entscheidet dann der Markt. · erklärt in 1 Artikel
Empfehlungssystem
Die Software, die entscheidet, welche Produkte ein Nutzer zuerst sieht. Sie sortiert das Angebot nach Merkmalen wie Preis, Verkaufszahlen oder bisherigem Verhalten des Nutzers. · erklärt in 1 Artikel
employee-like access
Externe Prüfer bekommen dieselben Zugänge wie fest angestellte Mitarbeiter: eigenen Arbeitsplatz, Firmengeräte, Einblick in interne Systeme. Etwa so, als säße ein Wirtschaftsprüfer dauerhaft im Haus statt einmal im Jahr vorbeizukommen. · erklärt in 1 Artikel
en banc
Die Überprüfung einer Entscheidung durch alle Richter eines Berufungsgerichts statt durch den üblichen Dreiersenat. Sie muss beantragt werden und wird selten gewährt. · erklärt in 1 Artikel
End of Life
Der Hersteller stellt die Produktion eines Bauteils ein. Bestellt werden kann meist noch eine Weile, danach müssen Gerätehersteller auf ein anderes Teil umbauen. · erklärt in 1 Artikel
Engineering Sample
Ein Vorserienmuster aus der Entwicklung, das noch nicht dem Verkaufsstand entspricht. Software, Kühlung und Taktraten sind dort oft unfertig, weshalb Messwerte kaum Rückschlüsse auf das fertige Gerät erlauben. · erklärt in 1 Artikel
Enigma
Die Schlüsselmaschine des deutschen Militärs im Zweiten Weltkrieg. Sie vertauschte Buchstaben über rotierende Walzen, deren Startstellung täglich wechselte; die Funktionsweise ist seit Jahrzehnten vollständig öffentlich bekannt. · erklärt in 1 Artikel
ENISA
Die EU-Agentur für Cybersicherheit. Sie berät die Mitgliedstaaten und entwickelt gemeinsame Standards zum Schutz vor Angriffen aus dem Netz. · erklärt in 1 Artikel
Enterprise Frontier Safeguards
Anthropics Modell für Großkunden, bei dem die Daten zur Missbrauchserkennung im Speicher des Kunden bleiben statt beim Anbieter. Der Kunde behält Schlüssel und Zugriffsrechte. · erklärt in 1 Artikel
Enterprise-SSDs
Datenspeicher ohne bewegliche Teile für Rechenzentren. Sie sind auf Dauerbetrieb ausgelegt und deutlich teurer als die Varianten für Privatgeräte. · erklärt in 1 Artikel
Entity List
Eine Liste des US-Handelsministeriums. Wer darauf steht, bekommt US-Technologie nur noch mit einer Genehmigung, die in der Regel verweigert wird. Für ein Technologieunternehmen ist der Eintrag faktisch eine Liefersperre. · erklärt in 1 Artikel
EPD-disaggregiert
Die drei Arbeitsschritte einer Anfrage laufen auf getrennten Maschinengruppen statt auf derselben. Ähnlich wie in einer Küche, in der Vorbereitung, Kochen und Anrichten an eigenen Stationen stattfinden, damit keine Station die anderen ausbremst. · erklärt in 1 Artikel
Equipment Authorization
Die Zulassung, die jedes funkende Gerät in den USA braucht, bevor es verkauft oder eingeführt werden darf. Ohne sie ist das Gerät am US-Markt rechtlich nicht existent. · erklärt in 1 Artikel
ERCOT
Der Betreiber des texanischen Stromnetzes. Texas hängt weitgehend an einem eigenen Netz, das kaum mit dem Rest der USA verbunden ist. · erklärt in 1 Artikel
Ergebnis je Aktie
Der Gewinn eines Unternehmens, geteilt auf die Zahl seiner Aktien. „Verwässert“ heißt, dass auch Aktien mitgezählt werden, die es erst geben würde, wenn zugesagte Aktienoptionen ausgeübt werden; diese Rechnung fällt niedriger aus und ist an der Börse der übliche Vergleichswert. · erklärt in 1 Artikel
Erstnotiz
Der Tag, an dem die Aktien eines Unternehmens zum ersten Mal an der Börse gehandelt werden. Davor gehört die Firma nur wenigen Investoren, danach kann sie jeder kaufen. · erklärt in 1 Artikel
Erzeugerpreise
Die Preise, die Hersteller für ihre Produkte verlangen, bevor sie im Handel landen. Sie gelten als Frühindikator dafür, wohin sich die Verbraucherpreise bewegen. · erklärt in 1 Artikel
ETF
Ein Fonds, der einen ganzen Korb von Aktien abbildet und selbst an der Börse gehandelt wird. Sein Kurs zeigt, wie sich die Gruppe insgesamt bewegt hat. · erklärt in 2 Artikeln
Ethernet-Switch
Ein Verteilerkasten für Daten im Rechenzentrum: Er verbindet viele Server so, dass sie schnell miteinander reden können. Für KI-Training müssen tausende Chips ständig Daten austauschen — deshalb ist diese Technik plötzlich so wichtig. · erklärt in 2 Artikeln
EuroHPC
Europas Verbund von Superrechnern (etwa in Finnland, Italien und Spanien). Auf diesen Maschinen wird OpenEuroLLM trainiert — statt auf den Rechenzentren amerikanischer Konzerne. · erklärt in 1 Artikel
EuroHPC Joint Undertaking
Eine gemeinsame Einrichtung von EU, Mitgliedstaaten und privaten Partnern, die europäische Supercomputer beschafft und betreibt. Sie kauft die Rechner ein, die Rechenzeit vergeben dann die Staaten und die EU. · erklärt in 1 Artikel
Europäische Kommission
Die Verwaltung der EU. Sie schlägt Gesetze vor und prüft, ob Unternehmen und Mitgliedsstaaten sich an EU-Regeln halten, und kann dafür Strafen verhängen. · erklärt in 1 Artikel
EUV-Lithografie
Ein Belichtungsverfahren mit extrem kurzwelligem Licht, mit dem sich besonders feine Chipstrukturen zeichnen lassen. Die Maschinen dafür baut weltweit nur die niederländische Firma ASML. · erklärt in 1 Artikel
Evaluation
Ein kontrollierter Test, mit dem geprüft wird, was ein KI-Modell kann und wo seine Grenzen liegen. Ähnlich einer Führerscheinprüfung: künstliche Bedingungen, aus denen man auf das Verhalten im Echtbetrieb schließen möchte. · erklärt in 1 Artikel
Evaluationsläufe
Testdurchgänge, in denen ein KI-Modell Aufgaben lösen muss, damit der Hersteller seine Fähigkeiten misst. Bei Sicherheitstests sind das Aufgaben, die einem Angriff nachempfunden sind. · erklärt in 1 Artikel
Evaluierung
Ein strukturierter Test, mit dem Entwickler prüfen, was ein KI-System kann und wo es versagt. Vergleichbar mit einer Prüfung unter Aufsicht, bevor jemand auf die Kundschaft losgelassen wird. · erklärt in 1 Artikel
Evaluierungen
Systematische Prüfläufe, mit denen Aufsichtsstellen messen, was ein Modell kann und wo es entgleist. Sie laufen unter kontrollierten Bedingungen und werden dokumentiert. · erklärt in 1 Artikel
Event-Log
Eine fortlaufende Liste, in der jeder Arbeitsschritt festgehalten wird. Es wird nur angehängt, nie überschrieben, ähnlich einem Fahrtenbuch. · erklärt in 1 Artikel
EWR
Der Europäische Wirtschaftsraum: die 27 EU-Staaten plus Norwegen, Island und Liechtenstein. Dort gelten die strengen EU-Datenschutzregeln. · erklärt in 1 Artikel
Exaflops
Ein Maß für Rechengeschwindigkeit: eine Trillion Rechenschritte pro Sekunde. Die Zahl hängt stark davon ab, wie genau gerechnet wird, deshalb sind solche Angaben nur innerhalb derselben Rechengenauigkeit vergleichbar. · erklärt in 1 Artikel
Exascale
Eine Leistungsklasse von Rechenanlagen, die eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde schaffen. Bisher ein Begriff aus der staatlichen Supercomputer-Welt, den Hersteller inzwischen auch für KI-Anlagen verwenden. · erklärt in 1 Artikel
Executive Order
Eine Anordnung des US-Präsidenten an die Bundesverwaltung. Sie braucht kein Gesetz im Kongress und kann von einem Nachfolger wieder aufgehoben werden. · erklärt in 5 Artikeln
Exploit-Chain
Eine Kette mehrerer kleiner Fehler, die einzeln harmlos wirken, aneinandergereiht aber den vollen Zugriff öffnen. Erst die Kombination macht den Einbruch. · erklärt in 1 Artikel
ExploitBench
Ein Testverfahren der Carnegie Mellon University, das prüft, wie gut ein KI-Programm Sicherheitslücken in Software selbst ausnutzen kann. Das Ergebnis ist ein Prozentwert gelöster Aufgaben. · erklärt in 1 Artikel
Exploits
Fertige Angriffsbausteine, die eine bekannte Sicherheitslücke in einer Software tatsächlich ausnutzen. Der Unterschied zwischen dem Hinweis, dass ein Schloss klemmt, und dem passenden Dietrich. · erklärt in 1 Artikel
Exportkontroll-Anweisung
Eine behördliche Anordnung, die festlegt, wer eine Technologie erhalten darf und wer nicht, vergleichbar mit Regeln für Rüstungsgüter. · erklärt in 1 Artikel
Exportkontrolle
Staatliche Regeln, die bestimmen, welche Technologie ins Ausland gelangen darf. Ursprünglich für Waffen und Maschinen gedacht, greifen sie zunehmend auch bei Software und KI-Modellen. · erklärt in 3 Artikeln
Exportkontrollen
Staatliche Genehmigungspflichten für den Verkauf bestimmter Waren ins Ausland. Hier geht es um Rechner und Chips, mit denen KI trainiert wird. · erklärt in 5 Artikeln

F

Fab
Eine Chipfabrik. Dort werden die Schaltungen auf Siliziumscheiben aufgebracht, in Reinräumen und mit Maschinen, die einzeln dreistellige Millionenbeträge kosten können. · erklärt in 5 Artikeln
Fahrerassistenz
Technik, die beim Fahren mithilft: Spurhalten, Abstand halten, automatisches Einparken. Sie braucht viel Rechenleistung und viel Speicher, weil laufend Kamera- und Sensordaten ausgewertet werden. · erklärt in 1 Artikel
Fahrlässigkeit
Der Vorwurf, jemand habe eine Gefahr erkennen und abwenden können, es aber unterlassen. Anders als bei Vorsatz muss niemand den Schaden gewollt haben. · erklärt in 1 Artikel
Fair Dealing
Eine Ausnahme im britisch geprägten Urheberrecht, etwa in Indien: Bestimmte Nutzungen fremder Werke sind ohne Erlaubnis zulässig, wenn sie einem im Gesetz genannten Zweck dienen. Das US-Gegenstück heißt Fair Use und ist offener formuliert. · erklärt in 1 Artikel
Fair Use
Eine Ausnahme im US-Urheberrecht, die eine Nutzung ohne Erlaubnis erlaubt, wenn sie etwa der Forschung dient oder das Werk stark verwandelt. Ein europäisches Gegenstück in dieser Breite gibt es nicht. · erklärt in 3 Artikeln
Fair Value
Die Bewertung eines Vermögenswerts zum geschätzten aktuellen Marktwert. Steigt dieser Wert, darf das Unternehmen den Zuwachs im Ergebnis ausweisen, obwohl niemand etwas verkauft und kein Geld geflossen ist. · erklärt in 1 Artikel
Fallback
Das automatische Umschalten auf ein schwächeres Ersatzmodell, wenn das Hauptmodell eine Anfrage für heikel hält. Der Nutzer bekommt eine Antwort, aber eine von geringerer Qualität. · erklärt in 1 Artikel
FASCSA
Ein US-Gesetz von 2018, das Behörden erlaubt, Anbieter aus ihren Beschaffungswegen zu entfernen, wenn sie darin ein Sicherheitsrisiko sehen. Die Hürde dafür ist niedrig: Die Einschätzung muss vertretbar sein, nicht bewiesen. · erklärt in 1 Artikel
federführende Aufsichtsbehörde
Bei Konzernen mit einer EU-Hauptniederlassung führt nur die Datenschutzbehörde dieses einen Landes das Verfahren, stellvertretend für alle anderen. Für Google ist das Irland, weil der EU-Sitz in Dublin liegt. · erklärt in 1 Artikel
Fertigungsknoten
Die Größenangabe einer Chip-Generation, etwa 45 Nanometer oder 3 Nanometer. Je kleiner die Zahl, desto neuer und schwieriger die Fertigung — 45 nm ist Technik aus der Zeit um 2008. · erklärt in 1 Artikel
Fields-Medaille
Die höchste Auszeichnung in der Mathematik, vergeben alle vier Jahre an höchstens vier Personen unter 40 Jahren. · erklärt in 1 Artikel
Finanzierungsgarantie
Eine Zusage, für die Zahlungen eines anderen einzustehen, falls der nicht zahlen kann. Wie eine Bürgschaft bei einem Mietvertrag, nur in Milliardenhöhe. · erklärt in 1 Artikel
Finanzierungsrunde
Ein Vorgang, bei dem ein Unternehmen neue Anteile ausgibt und dafür Geld von Investoren bekommt. Die Altanteile verwässern sich dabei, dafür ist mehr Kapital in der Kasse. · erklärt in 1 Artikel
Fine-Tuning
Das Nachtrainieren eines fertigen Modells mit eigenen Daten, damit es zum eigenen Anwendungsfall passt. Wie eine Nachschulung für einen bereits ausgebildeten Mitarbeiter. · erklärt in 1 Artikel
FINRA
Die Selbstverwaltungsaufsicht der amerikanischen Wertpapierhändler. Sie prüft Broker, verhängt Bußgelder und schließt Mitglieder aus, arbeitet aber selbst unter Aufsicht der Börsenbehörde SEC. · erklärt in 2 Artikeln
First Amendment
Der erste Zusatzartikel der US-Verfassung, der die Meinungs- und Redefreiheit schützt. Er verbietet dem Staat auch, jemanden für geäußerte Kritik zu bestrafen. · erklärt in 2 Artikeln
Flash-Modell
Die schnellere, günstigere Variante einer KI-Modellreihe. Sie antwortet zügiger und kostet weniger pro Anfrage, ist dafür bei schwierigen Aufgaben schwächer als die große Pro-Version. · erklärt in 1 Artikel
For-You-Feed
Die Startseite von TikTok, auf der die App automatisch Videos vorschlägt. Wer dort auftaucht, wird auch Leuten gezeigt, die ihm gar nicht folgen. · erklärt in 1 Artikel
Force-Majeure-Mitteilung
Ein formelles Schreiben, mit dem eine Vertragspartei auf höhere Gewalt verweist: Etwas von außen verhindert die Erfüllung, deshalb sollen Fristen und Zahlungen ruhen. Der Vertrag endet dadurch nicht. · erklärt in 1 Artikel
Forward-Deployed Engineers
Techniker, die der Anbieter direkt zum Kunden ins Haus schickt, um dort maßgeschneiderte Lösungen zu bauen — statt nur Software zu liefern und zu hoffen, dass sie genutzt wird. · erklärt in 1 Artikel
Forward-Pass
Ein einziger Durchlauf der Eingabe durch das Modell bis zur Antwort. Je weniger Durchläufe nötig sind, desto schneller und billiger ist die Prüfung. · erklärt in 1 Artikel
Foundry
Eine Fabrik, die Chips im Auftrag anderer Firmen herstellt. Wer einen Chip entwirft, baut ihn meist nicht selbst. · erklärt in 1 Artikel
FP4
Eine sehr sparsame Art, Zahlen abzuspeichern, mit nur vier Stellen im Binärsystem. Spart Platz, kostet Genauigkeit. · erklärt in 2 Artikeln
FP8
Ein sehr sparsames Zahlenformat mit acht Bit, mit dem KI-Modelle rechnen können. Weniger Genauigkeit pro Zahl, dafür deutlich mehr Rechenschritte pro Sekunde und weniger Speicherbedarf. · erklärt in 2 Artikeln
FRAND
Kurz für fair, angemessen und diskriminierungsfrei. Wer Zugang zu etwas gewähren muss, darf dafür Geld verlangen, aber keine Preise oder Bedingungen setzen, die Konkurrenten faktisch aussperren. · erklärt in 2 Artikeln
Free Cash Flow
Das Geld, das einem Unternehmen am Ende übrig bleibt, nachdem der laufende Betrieb und die Investitionen bezahlt sind. Ist die Zahl negativ, fließt mehr ab als herein, und die Lücke muss über Kapital oder Kredite geschlossen werden. · erklärt in 1 Artikel
freier Cashflow
Das Geld, das nach allen laufenden Kosten und Investitionen tatsächlich in der Kasse bleibt. Aus dieser Summe werden Dividenden, Aktienrückkäufe und Zukäufe bezahlt. · erklärt in 3 Artikeln
Freiwillige Vereinbarung
Eine Absprache, zu der sich Unternehmen selbst verpflichten, ohne dass ein Gesetz sie dazu zwingt. Wer sich nicht daran hält, riskiert keine Strafe — und Dritte können sich vor Gericht nicht darauf berufen. · erklärt in 1 Artikel
Frontier Certified
Cognizants internes Schulungsmodell. Wer es durchläuft, gilt im Haus als geprüft im Umgang mit KI-Werkzeugen, vergleichbar mit einem betrieblichen Befähigungsnachweis. · erklärt in 1 Artikel
Frontier-AI-Forschung
Arbeit an den jeweils leistungsfähigsten KI-Modellen, die es gerade gibt. Der Begriff wird auch in der Regulierung verwendet, weil an diese Modelle strengere Auflagen geknüpft werden. · erklärt in 1 Artikel
Frontier-Anbieter
Ein Unternehmen, das KI-Modelle an der obersten Leistungsgrenze entwickelt, also in einer Liga mit OpenAI, Google oder Anthropic. Weltweit gibt es davon weniger als ein Dutzend. · erklärt in 1 Artikel
Frontier-Firmen
Die wenigen Unternehmen, die jeweils die leistungsfähigsten KI-Systeme der Welt bauen. Wer dazugehört, ändert sich; derzeit sind es eine Handvoll amerikanischer und chinesischer Labore. · erklärt in 1 Artikel
Frontier-KI
Die jeweils leistungsfähigsten KI-Modelle einer Generation, also das, was technisch gerade eben möglich ist. Der Begriff stammt aus der Sicherheitsdebatte, weil bei diesen Modellen die Risiken am wenigsten bekannt sind. · erklärt in 2 Artikeln
Frontier-Lab
Ein Forschungslabor, das an der obersten Leistungsgrenze der KI-Entwicklung arbeitet. Bislang sitzen fast alle solchen Labore in den USA oder China. · erklärt in 1 Artikel
Frontier-Modell
Das jeweils leistungsfähigste, neueste Modell eines Anbieters. Es kann mehr als die Standardmodelle, kostet im Betrieb aber ein Vielfaches. · erklärt in 5 Artikeln
Frontier-Modelle
Die jeweils leistungsfähigsten KI-Modelle eines Anbieters, bei denen noch niemand genau weiß, was sie alles können. Genau deshalb schauen Aufsichtsstellen zuerst auf sie. · erklärt in 8 Artikeln
Frontier-Tech
Technik an der vordersten Entwicklungslinie, bei KI also die jeweils leistungsfähigsten Systeme. Staaten behandeln sie zunehmend wie strategisches Gut und kontrollieren, wer sie kaufen darf. · erklärt in 1 Artikel
Frühwarnung
Die erste, noch knappe Meldung an die Behörde, dass etwas passiert ist. Details folgen später, gemeldet werden muss zuerst überhaupt der Vorfall. · erklärt in 2 Artikeln
Full-Access-Modus
Eine Betriebseinstellung, in der das System ohne Rückfrage auf das gesamte Dateisystem zugreifen und dort auch löschen darf. · erklärt in 1 Artikel
full-duplex
Zuhören und Sprechen gleichzeitig, wie bei einem echten Gespräch. Das Gerät kann mitten im Satz unterbrochen werden und reagiert sofort. · erklärt in 1 Artikel

G

GAAP
Die verbindlichen US-Bilanzregeln. Firmen nennen daneben oft ein bereinigtes Ergebnis, aus dem sie Sonderposten herausgerechnet haben; die GAAP-Zahl ist die geprüfte. · erklärt in 1 Artikel
GAAP-Bruttomarge
Der Anteil vom Umsatz, der nach Abzug der direkten Herstellungskosten übrig bleibt, berechnet nach den verbindlichen US-Bilanzregeln (GAAP). 14,2 Prozent heißt: Von 100 Dollar Umsatz bleiben 14,20 Dollar, bevor Forschung, Vertrieb und Verwaltung überhaupt bezahlt sind. · erklärt in 1 Artikel
GAN
Ein älteres KI-Verfahren zur Bilderzeugung („Generative Adversarial Network“). Es wird zunehmend von Sprachmodellen verdrängt. · erklärt in 1 Artikel
Garantie
Eine Zusage, für die Zahlungen eines anderen einzustehen, falls der nicht zahlen kann. Nvidia gibt hier kein eigenes Geld für den Bau aus, haftet aber dafür, dass die vereinbarte Miete hereinkommt. · erklärt in 2 Artikeln
Gate-all-around
Eine Transistor-Bauform, bei der der Steuerkontakt den stromführenden Kanal von allen vier Seiten umschließt statt nur von drei. Der Transistor lässt sich damit sauberer ein- und ausschalten. · erklärt in 1 Artikel
Gatekeeper
So heißen im EU-Recht die wenigen sehr großen Plattformen, an denen andere Firmen nicht vorbeikommen, wenn sie Kunden erreichen wollen. Wer als Gatekeeper eingestuft ist, bekommt zusätzliche Pflichten auferlegt. · erklärt in 2 Artikeln
GB300
Nvidias derzeit stärkstes System für das Training großer KI-Modelle, aus der Chip-Generation Blackwell. In China darf es offiziell nicht verkauft werden. · erklärt in 1 Artikel
GDDR6-ECC
Der Speicher auf der Grafikkarte, in einer Variante mit eingebauter Fehlerkorrektur. Sie merkt kleine Datenfehler und korrigiert sie, was bei langen Rechenläufen wichtig ist. · erklärt in 1 Artikel
GDDR7
Der Speicher, der direkt auf Grafikkarten sitzt und das Bild beziehungsweise KI-Modell versorgt. Er ist fest verlötet, die Menge lässt sich nachträglich nicht erweitern. · erklärt in 5 Artikeln
Gebäudehülle
Der reine Rohbau eines Rechenzentrums samt Dach, Wänden und Anschlüssen, noch ohne die Technik darin. Wer die Hülle finanziert, bezahlt nicht die Computer. · erklärt in 1 Artikel
Gedankenkette
Die Zwischenschritte, die ein KI-Modell auf dem Weg zur Antwort ausformuliert. Solange dieser Text lesbar bleibt, kann man nachvollziehen, warum das Modell etwas tut, und Täuschungsversuche früher bemerken. · erklärt in 2 Artikeln
Gegenbewegung
Ein Kursanstieg direkt nach einem starken Kursrutsch, meist ohne neue Nachricht. Er bedeutet nicht automatisch, dass der Rutsch beendet ist. · erklärt in 2 Artikeln
Gegenwind
Ein Ausdruck aus Quartalsberichten für Kosten, die das Ergebnis belasten. Er sagt nichts darüber, ob ein Unternehmen die Kosten weitergibt oder selbst trägt. · erklärt in 1 Artikel
gehebelte Positionen
Aktienkäufe, die zu einem Teil mit geliehenem Geld finanziert sind. Fällt der Kurs, muss der Anleger nachzahlen oder verkaufen, was den Kursrückgang zusätzlich verstärkt. · erklärt in 1 Artikel
geistigen Eigentums
Ergebnisse geistiger Arbeit, die einem Unternehmen rechtlich zugeordnet sind: Baupläne, Quellcode, Rezepturen, Kundenlisten. Der Wert steckt darin, dass sonst niemand sie hat. · erklärt in 1 Artikel
GEMA
Die deutsche Verwertungsgesellschaft für Musik. Sie zieht für Komponisten und Textdichter die Vergütung ein, wenn deren Werke öffentlich gespielt oder vervielfältigt werden, und klagt in deren Namen. · erklärt in 1 Artikel
Gemini Live
Ein Modus der Gemini-App, in dem man mit dem Programm spricht wie am Telefon. Es kann dabei auch sehen, was die Handykamera zeigt oder was gerade am Bildschirm steht. · erklärt in 1 Artikel
GenAI-Dienste
Angebote, die auf Zuruf neue Inhalte erzeugen, etwa ein Bild aus einer Beschreibung. Gemeint sind die öffentlich nutzbaren Webdienste, nicht die Technik dahinter. · erklärt in 1 Artikel
generative KI
KI, die neue Inhalte erzeugt — Texte, Bilder, Code, Musik. ChatGPT und Bildgeneratoren gehören dazu. · erklärt in 1 Artikel
Genome Mining
Das systematische Durchsuchen großer Erbgut-Datenbanken nach auffälligen Mustern oder nützlichen Eiweißen. Die Methode ist alt, die Rechenleistung dahinter wächst. · erklärt in 1 Artikel
Genomik
Die Erforschung des gesamten Erbguts eines Organismus, nicht nur einzelner Gene. Sie liefert unter anderem die Daten, aus denen sich Krankheitsrisiken ablesen lassen. · erklärt in 1 Artikel
Gericht der EU
Die erste Instanz der EU-Gerichtsbarkeit in Luxemburg, auf Englisch General Court. Dort klagen Unternehmen gegen Entscheidungen der EU-Kommission, bevor der Fall zum Europäischen Gerichtshof gehen kann. · erklärt in 1 Artikel
gesamtschuldnerisch
Mehrere Schuldner haften jeder für den ganzen Betrag. Die Behörde kann sich also aussuchen, bei wem sie die volle Summe einfordert. · erklärt in 1 Artikel
Geschäftsgeheimnis
Eine Information, die wirtschaftlich wertvoll ist, weil sie nicht öffentlich bekannt ist. Rechtlichen Schutz genießt sie nur, wenn der Inhaber sie mit angemessenen Maßnahmen tatsächlich geheim hält. · erklärt in 2 Artikeln
Geschäftsjahr
Der Zwölfmonatszeitraum, über den eine Firma bilanziert. Bei Nvidia endet er Ende Jänner, das Geschäftsjahr 2028 läuft also von Februar 2027 bis Jänner 2028. · erklärt in 2 Artikeln
geschlossene Modelle
KI-Programme, die nur über die Server des Anbieters nutzbar sind. Man schickt seine Anfrage hin und bekommt eine Antwort zurück, das Modell selbst bleibt beim Hersteller. · erklärt in 1 Artikel
Gewicht
Eine der vielen Zahlen, in denen ein KI-Modell speichert, was es beim Training gelernt hat. Wie viele davon nötig sind und wie genau jede einzelne abgelegt wird, bestimmt den Speicherbedarf des Modells. · erklärt in 1 Artikel
Gewichte
Die gespeicherten Zahlenwerte, die das Können eines KI-Modells ausmachen. Wer sie herunterladen darf, kann das Modell auf eigenen Rechnern betreiben, ohne beim Hersteller anzufragen. · erklärt in 3 Artikeln
Gewichtung
Wie stark ein einzelnes Kriterium das Ergebnis beeinflusst. Ob Verkaufszahlen doppelt so schwer zählen wie Kundenbewertungen oder halb so schwer, entscheidet über die gesamte Reihenfolge. · erklärt in 1 Artikel
Gewinnabschöpfung
Der Staat nimmt Geld ein, das jemand durch eine Straftat verdient hat. Der Gewinn soll nicht beim Täter bleiben, auch wenn die Strafe selbst gering ausfällt. · erklärt in 2 Artikeln
Gewinnmitnahmen
Anteilseigner trennen sich nach einem starken Anstieg von Papieren, um den Buchgewinn festzuhalten. Der Kurs gibt dadurch nach, ohne dass eine neue Nachricht dahintersteht. · erklärt in 6 Artikeln
Gigawatt
Ein Maß für Leistung. Ein Gigawatt entspricht etwa der Leistung eines großen Kraftwerksblocks, große KI-Rechenzentren werden heute in dieser Größenordnung geplant. · erklärt in 7 Artikeln
Gigawatt (GW)
Ein Maß für elektrische Leistung. 1 GW entspricht grob einem großen Kraftwerk — 14 GW Rechenkapazität heißt also: Rechenzentren mit dem Strombedarf von 14 Kraftwerken. · erklärt in 1 Artikel
Global Digital Compact
Eine UN-Vereinbarung von 2024, in der sich die Staaten auf Grundprinzipien für die digitale Welt geeinigt haben — die Grundlage dieses KI-Dialogs. · erklärt in 1 Artikel
Global Times
Eine englisch- und chinesischsprachige Zeitung, die zum Parteiblatt Volkszeitung gehört. Sie gilt als Sprachrohr für scharf formulierte Positionen, die die Regierung nicht selbst vertreten will. · erklärt in 1 Artikel
Google DeepMind
Die KI-Forschungssparte des Google-Konzerns, 2023 aus der britischen Firma DeepMind und Googles eigener Forschungsabteilung zusammengelegt. Dort entstehen die Gemini-Modelle. · erklärt in 1 Artikel
GPAI
Die Abkürzung für Basismodelle, die für viele Zwecke taugen, etwa ChatGPT, Claude oder Gemini. Der AI Act behandelt sie in eigenen Kapiteln, weil ein solches Modell in tausenden Produkten stecken kann. · erklärt in 1 Artikel
GPAI-Pflichten
Die Regeln des EU AI Act für Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck — etwa große Sprachmodelle. Sie verlangen unter anderem Dokumentation, Angaben zu Trainingsdaten und eine Risikobewertung. · erklärt in 1 Artikel
GPU
Der Hauptchip einer Grafikkarte. Er rechnet viele kleine Aufgaben gleichzeitig, was ihn auch für KI-Modelle brauchbar macht. · erklärt in 6 Artikeln
GPUDirect Storage
Nvidias Technik für den direkten Weg zwischen Datenträger und Grafikprozessor. Sie spart den Umweg über den Arbeitsspeicher des Hauptprozessors. · erklärt in 1 Artikel
Grafikspeicher
Der Speicher auf der Grafikkarte selbst. Wie groß er ist, entscheidet, wie umfangreich ein KI-Modell sein darf, das lokal laufen soll. · erklärt in 1 Artikel
Grooming
Wenn Erwachsene online systematisch Vertrauen zu Kindern aufbauen, um sie später sexuell zu missbrauchen. Öffentlich sichtbare Kinderprofile machen die Kontaktaufnahme leichter. · erklärt in 1 Artikel
Großrechner
Sehr große, extrem ausfallsichere Zentralrechner, die bei Banken, Versicherungen und Behörden die täglichen Massenbuchungen abwickeln. Sie sind das Gegenteil von Cloud: ein Kasten, der jahrzehntelang durchläuft. · erklärt in 1 Artikel
guardrails
Englisch für Leitplanken. Gemeint sind Regeln oder technische Sperren, die verhindern sollen, dass ein KI-System etwas Schädliches tut. · erklärt in 4 Artikeln
Guidance
Die offizielle Umsatz- oder Gewinnprognose, die ein börsennotiertes Unternehmen seinen Investoren nennt. Sie ist rechtlich heikler als ein Interviewsatz, weil Anleger ihre Entscheidungen darauf stützen dürfen. · erklärt in 1 Artikel
Guthaben
Ein einmalig gutgeschriebener Geldbetrag, den man verbrauchen kann. Ist er aufgebraucht, zahlt man jede weitere Nutzung selbst — anders als beim Abo endet der Zugang nicht, er kostet nur. · erklärt in 1 Artikel

H

H100
Ein Rechenbeschleuniger von Nvidia für Rechenzentren. Er gilt als gängige Messlatte, wenn Anbieter das Tempo ihrer Modelle angeben. · erklärt in 1 Artikel
Haftungsprivileg
Eine Regel, die Plattformen von der Verantwortung für fremde Inhalte freistellt. Wer KI-Antworten aber als eigenen Inhalt erzeugt, kann sich darauf nicht mehr berufen. · erklärt in 1 Artikel
Haiku
Das kleinste und schnellste Modell von Anthropic. Es antwortet zügig, kommt bei kniffligen Aufgaben aber schneller an seine Grenzen als die größeren Geschwister. · erklärt in 1 Artikel
Halbleiter-Fertigungsausrüstung
Die Maschinen, mit denen Chips hergestellt werden. Firmen wie Lam Research oder Applied Materials bauen nicht die Chips selbst, sondern die Anlagen dafür. · erklärt in 1 Artikel
Halbleiterindex
Ein Korb aus Aktien von Chipherstellern, dessen gemittelter Kurs als Stimmungsbarometer für die ganze Branche gilt. Der hier genannte PHLX ist der meistbeachtete davon. · erklärt in 1 Artikel
Halluzination
Wenn ein KI-Programm etwas erfindet und es wie eine gesicherte Information darstellt. Der Text klingt richtig, der Inhalt stimmt aber nicht. · erklärt in 2 Artikeln
halluzinierte Urteile
Ein Sprachmodell erfindet Aktenzeichen, Gerichte und Entscheidungsdaten, die es nie gegeben hat, und formuliert sie im Stil echter Fundstellen. Der Text sieht korrekt aus, die zitierte Entscheidung existiert aber nicht. · erklärt in 1 Artikel
Handelstag
Ein Tag, an dem die Börse geöffnet ist. An Wochenenden und Feiertagen entstehen keine Kurse, deshalb gehört zu jeder Kursangabe ein Datum. · erklärt in 3 Artikeln
Handelsvolumen
Wie viele Aktien an einem Tag den Besitzer wechselten. Ein hohes Volumen zeigt, dass viele Marktteilnehmer beteiligt waren, sagt aber nichts über die Richtung. · erklärt in 1 Artikel
Handlungsvorhersage
Das Modell schätzt aus dem, was es sieht und hört, welcher Schritt als Nächstes kommt. Für Roboter ist das die Grundlage jeder Bewegung. · erklärt in 1 Artikel
harmonisierte Normen
Technische Standards, die europaweit einheitlich festlegen, wie man eine gesetzliche Anforderung praktisch erfüllt. Wer sich daran hält, gilt automatisch als gesetzeskonform, muss das also nicht mehr einzeln beweisen. · erklärt in 1 Artikel
HAWK
Ein Verfahren für digitale Signaturen, also für den elektronischen Nachweis, dass eine Nachricht wirklich vom angegebenen Absender stammt. Es ist Kandidat im NIST-Wettbewerb und wird bisher nirgends produktiv eingesetzt. · erklärt in 1 Artikel
HBM
Eine besonders schnelle Speicherart, bei der mehrere Chips übereinander gestapelt und direkt neben den Rechenchip gesetzt werden. KI-Beschleuniger brauchen sie, weil normaler Speicher die Daten nicht schnell genug liefert. · erklärt in 26 Artikeln
HBM-Anteil
Wie viel vom Geschäft eines Speicherherstellers auf den besonders teuren KI-Speicher entfällt. Je höher der Anteil, desto stärker hängt das Unternehmen am Geschäft mit KI-Rechenzentren. · erklärt in 1 Artikel
HBM4
Die vierte Generation eines besonders schnellen Speichers, der direkt neben dem Rechenchip sitzt. Er ist der Grund, warum moderne KI-Beschleuniger überhaupt so viele Daten pro Sekunde durchsetzen können. · erklärt in 8 Artikeln
HBM4E
Die kommende Generation des gestapelten Hochgeschwindigkeitsspeichers für KI-Beschleuniger. · erklärt in 3 Artikeln
Heat Pipes
Geschlossene Röhrchen, in denen eine Flüssigkeit verdampft und wieder kondensiert und dabei Wärme von A nach B trägt. Sie brauchen keinen Ventilator, deshalb funktionieren sie auch dort, wo es keine Luft gibt. · erklärt in 1 Artikel
Herkunftslandprinzip
Im EU-Binnenmarkt beaufsichtigt in der Regel jener Staat einen Anbieter, in dem dieser seinen Sitz hat. Für Plattformen mit Sitz in Irland heißt das: Irland ist zuständig, nicht Österreich. · erklärt in 1 Artikel
High Bandwidth Flash
Ein neuer Speichertyp, der zwischen dem sehr schnellen, sehr teuren Chipspeicher und der langsameren SSD liegt. Er soll viel Platz bieten, ohne die Geschwindigkeit ganz aufzugeben. · erklärt in 1 Artikel
Hintertür
Ein absichtlich eingebauter versteckter Zugang, über den Dritte an einem System vorbei Daten abgreifen oder es steuern könnten. Bei Software mit Server-Anbindung ein reales Risiko, bei einer heruntergeladenen Datei ohne Netzverbindung deutlich schwerer umzusetzen. · erklärt in 1 Artikel
Hochrisiko-KI
KI-Systeme, die laut EU-Recht besonders viel Schaden anrichten können, etwa in der Justiz oder bei der Polizei. Für sie gelten strengere Pflichten als für gewöhnliche Software. · erklärt in 2 Artikeln
Hochrisiko-KI-System
KI, die über etwas Wichtiges für Menschen mitentscheidet, etwa Bewerbungen, Kreditvergabe, Prüfungsnoten oder Medizintechnik. Für solche Systeme gelten die strengsten Auflagen der KI-Verordnung. · erklärt in 1 Artikel
Hochrisiko-KI-Systeme
KI, die in sensiblen Bereichen eingesetzt wird, etwa bei Bewerbungen, Krediten oder kritischer Infrastruktur. Für sie gelten die strengsten Pflichten der KI-Verordnung. · erklärt in 1 Artikel
Hochzinsanleihe
Ein Schuldschein eines Unternehmens, dem die Ratingagenturen keine erstklassige Bonität geben. Weil das Risiko höher ist, muss es den Geldgebern mehr Zinsen zahlen. · erklärt in 1 Artikel
Hoheitsverwaltung
Der Teil der Verwaltung, in dem der Staat mit Befehl und Zwang handelt, etwa bei Bescheiden, Strafen oder Bewilligungen. Der Bürger steht dem Amt hier nicht als Vertragspartner gegenüber, sondern als Betroffener. · erklärt in 1 Artikel
HPC-Kunden
Abnehmer von Chips für Hochleistungsrechnen, also für Supercomputer und KI-Rechenzentren. Sie bestellen große Mengen und zahlen inzwischen dafür Aufpreise, statt Rabatte zu bekommen. · erklärt in 1 Artikel
Hugging Face
Die größte Plattform, auf der offene KI-Modelle zum Herunterladen bereitliegen. Vergleichbar mit einer öffentlichen Bibliothek für Software. · erklärt in 1 Artikel
hybride Inferenz
Die Rechenarbeit wird zwischen dem eigenen Gerät und dem Rechenzentrum des Anbieters aufgeteilt. Kleine Aufgaben bleiben auf dem Gerät, aufwendige gehen ins Netz, und ein Verteiler entscheidet das je Aufgabe. · erklärt in 1 Artikel
Hyperscale
Bezeichnung für die größten Rechenzentren, wie sie Amazon, Google oder Microsoft für KI betreiben. Sie brauchen enorm viel Strom und Kühlung. · erklärt in 1 Artikel
Hyperscaler
Die wenigen sehr großen Cloud-Anbieter, die Rechenleistung im industriellen Maßstab vermieten, etwa Google, Amazon und Microsoft. Ihre Baupläne bestimmen einen Großteil der weltweiten Nachfrage nach Servertechnik. · erklärt in 1 Artikel

I

Identitätsverwaltung
Die Verwaltung von Benutzerkonten, Passwörtern und Berechtigungen. Sie legt fest, wer sich anmelden darf und was er danach sehen und ändern kann. · erklärt in 1 Artikel
Immersions-DUV
Eine Maschine, die Schaltkreismuster mit ultraviolettem Licht auf Siliziumscheiben belichtet, wobei zwischen Linse und Scheibe eine Wasserschicht sitzt. Das Wasser bricht das Licht stärker und erlaubt feinere Strukturen. · erklärt in 2 Artikeln
Incentive Pay Plan
Ein betriebliches Prämiensystem, bei dem das Unternehmen selbst festlegt, wie viel am Jahresende ausgeschüttet wird. Die Beschäftigten haben darauf keinen einklagbaren Anspruch in bestimmter Höhe. · erklärt in 1 Artikel
Inferenz
Der laufende Betrieb eines fertig trainierten KI-Modells, also das Beantworten von Anfragen. Beim Training lernt das Modell, bei der Inferenz arbeitet es. · erklärt in 24 Artikeln
Inferenzzeit
Der Moment, in dem ein fertiges Modell tatsächlich eine Anfrage bearbeitet, im Unterschied zur Trainingsphase davor. Was hier übergeben wird, lässt sich jederzeit austauschen. · erklärt in 1 Artikel
Infrastrukturfonds
Ein Fonds, der langlebige Anlagen wie Stromnetze, Häfen oder Rechenzentren kauft und über Jahrzehnte Mieten oder Gebühren daraus zieht. · erklärt in 1 Artikel
Ingot
Ein großer, zylindrischer Siliziumblock, aus dem später die dünnen Scheiben für Chips geschnitten werden. Er steht ganz am Anfang der Chipfertigung. · erklärt in 1 Artikel
Input-Token
Die Texteinheiten, die ein Nutzer an das Modell schickt. Abgerechnet wird nach Menge, ähnlich wie beim Kopieren nach Seitenzahl. · erklärt in 3 Artikeln
Institute for Human-Centered Artificial Intelligence
Ein Forschungsinstitut der Universität Stanford, das KI aus technischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Sicht untersucht. Es berät auch politische Entscheidungsträger in den USA. · erklärt in 1 Artikel
INT4
Eine sehr grobe Art, die internen Zahlen eines Modells zu speichern, nämlich mit nur vier Stellen im Binärsystem. Das Modell wird dadurch viel kleiner und schneller und verliert etwas Genauigkeit. · erklärt in 1 Artikel
Intel 3
Der Name eines Intel-Fertigungsverfahrens (einer „Node“). Je moderner die Node, desto kleiner und effizienter lassen sich die Transistoren auf dem Chip bauen. · erklärt in 1 Artikel
Interaktivität
Das Tempo, mit dem eine Antwort beim Nutzer ankommt, gemessen in Textbausteinen pro Sekunde. Wer schnellere Antworten will, bekommt aus derselben Maschine insgesamt weniger heraus. · erklärt in 1 Artikel
Interconnect
Die Verkabelung samt Steuertechnik, über die Rechenchips in einem Rechenzentrum miteinander sprechen. Bei KI-Systemen arbeiten tausende Chips an einer Aufgabe, deshalb entscheidet der Interconnect mit über das Tempo. · erklärt in 1 Artikel
Interessensbekundung
Eine unverbindliche Voranmeldung: Wer mitmachen möchte, meldet sich, ohne sich schon zu verpflichten. Die Behörde sieht so, wie groß das Interesse ist, bevor sie formal ausschreibt. · erklärt in 1 Artikel
Interim Measures
„Vorläufige Maßnahmen“: Chinas übliche Methode, neue Technologien schnell per Verwaltungsvorschrift zu regulieren, bevor ein endgültiges Gesetz kommt. · erklärt in 1 Artikel
Interoperabilität
Die Fähigkeit fremder Programme, dieselben Funktionen eines Geräts zu nutzen wie die Programme des Herstellers. Vergleichbar damit, dass jeder Stecker in dieselbe Steckdose passt. · erklärt in 1 Artikel
Interposer
Eine Zwischenplatte aus Silizium, auf die mehrere Chips gesetzt werden, damit kurze Leitungen sie verbinden. Teuer, weil sie so groß sein muss wie alle Chips zusammen. · erklärt in 1 Artikel
Intraday
Bezeichnet Kursbewegungen innerhalb eines Handelstags. Ein Intraday-Hoch von 6,5 Prozent heißt: Zwischenzeitlich stand die Aktie so hoch, zum Handelsschluss kann davon weniger übrig sein. · erklärt in 1 Artikel
Inverkehrbringen
Das erstmalige Anbieten eines Produkts auf dem europäischen Markt, egal ob verkauft, vermietet oder gratis abgegeben. Ab diesem Moment haftet der Anbieter für die Einhaltung der Vorschriften. · erklärt in 1 Artikel
Investitionen
Hier gemeint sind Ausgaben für langlebige Anlagen: Rechenzentren, Grundstücke, Server und KI-Chips. Sie schlagen nicht sofort voll auf den Gewinn durch, sondern werden über Jahre abgeschrieben. · erklärt in 1 Artikel
Investitionsausgaben
Geld, das nicht für den laufenden Betrieb draufgeht, sondern für langlebige Dinge wie Rechenzentren, Grundstücke oder Serverhardware. In Bilanzen steht dafür oft das englische Wort Capex. · erklärt in 1 Artikel
Investitionsbudget
Das Geld, das ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum für Anschaffungen ausgibt. Gibt es mehr für das eine aus (hier: Hardware), bleibt für das andere (Software) weniger übrig. · erklärt in 1 Artikel
Investitionszusage
Eine angekündigte, über Jahre geplante Ausgabensumme. Sie ist kein bereits geflossenes Geld: Zusagen werden regelmäßig gestreckt, angepasst oder an Bedingungen geknüpft. · erklärt in 1 Artikel
Investment-Grade-Rating
Die Einschätzung einer Ratingagentur, dass ein Unternehmen seine Schulden mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückzahlt. Firmen mit dieser Note bekommen Kredite deutlich billiger als solche darunter. · erklärt in 1 Artikel
IOPS
Zahl der Lese- oder Schreibvorgänge pro Sekunde. Ein Maß dafür, wie viele einzelne Zugriffe ein Datenträger gleichzeitig bewältigt. · erklärt in 1 Artikel
IPCEI
Ein von mehreren EU-Staaten gemeinsam getragenes Großvorhaben. Normalerweise darf ein Staat seinen Unternehmen kein Geld zuschießen, weil das den Wettbewerb verzerrt. Bei einem IPCEI erlaubt die EU-Kommission diese Hilfen ausnahmsweise, wenn das Vorhaben ganz Europa nützt und die Staaten es abgestimmt angehen. · erklärt in 1 Artikel
Isomorphic Labs
Eine 2021 aus DeepMind herausgelöste Schwesterfirma unter dem Alphabet-Dach, die mit KI Medikamente entwickeln soll. · erklärt in 1 Artikel
IT-Megawatt
Die elektrische Leistung, die tatsächlich für die Server zur Verfügung steht, ohne Kühlung und Verluste. Sie ist die übliche Größenangabe für Rechenzentren. · erklärt in 1 Artikel

J

Jahresprognose
Die Umsatz- oder Gewinnerwartung, die ein Unternehmen selbst für das laufende Geschäftsjahr nennt. Wird sie angehoben, korrigiert das Unternehmen seine eigene Einschätzung nach oben. · erklärt in 1 Artikel
Jailbreak
Ein Trick, mit dem jemand die Sicherheitsregeln eines Modells umgeht und Antworten bekommt, die eigentlich gesperrt sind. · erklärt in 1 Artikel
JASM
Japan Advanced Semiconductor Manufacturing, das Gemeinschaftsunternehmen, das TSMC zusammen mit Sony und dem Autozulieferer Denso in Kumamoto betreibt. TSMC hält die Mehrheit und führt den Betrieb. · erklärt in 1 Artikel
Jinja2-Template-Injection
Ein Trick, bei dem in eine Textvorlage eigener Programmcode eingeschmuggelt wird, den der Server beim Ausfüllen der Vorlage dann ausführt. So wird aus einer harmlosen Eingabe fremde Kontrolle über das System. · erklärt in 1 Artikel

K

Kapitalerhöhung
Ein Unternehmen gibt neue Aktien aus, um frisches Geld einzusammeln. Die Anteile der bisherigen Eigentümer werden dadurch kleiner. · erklärt in 1 Artikel
Kartellprüfungen
Behörden sehen sich an, ob ein Zukauf den Wettbewerb in einem Markt zu stark einschränkt. Sie können den Kauf untersagen oder Bedingungen stellen. · erklärt in 1 Artikel
Kartellrecht
Das Recht, das Absprachen zwischen Wettbewerbern verbietet. Firmen sollen sich Konkurrenz machen und nicht untereinander ausmachen, wer was zu welchem Preis oder in welchem Tempo anbietet. · erklärt in 2 Artikeln
Kernumsatz
Der Umsatz aus dem eigentlichen Geschäft, ohne Sondereffekte und Einmalerlöse. Wird ein Unternehmen mit dem 58-Fachen davon bewertet, entspricht sein Börsenwert dem 58-fachen Jahresumsatz. · erklärt in 1 Artikel
KI-Agent
Ein Programm, das ein Sprachmodell nutzt, um selbständig Schritte abzuarbeiten: Webseiten aufrufen, Formulare ausfüllen, Dateien ändern. Es handelt, statt nur zu antworten. · erklärt in 7 Artikeln
KI-Agenten
Ein Programm, das Aufgaben selbst erledigt, statt nur zu antworten. Es darf Schritte planen und dabei auf Apps, Dateien oder Webseiten zugreifen. · erklärt in 6 Artikeln
KI-Beschleuniger
Ein Spezialchip samt Gehäuse, der ausschließlich für die Rechenoperationen von KI-Modellen gebaut ist. Er übernimmt Aufgaben, für die ein normaler Prozessor zu langsam wäre. · erklärt in 2 Artikeln
KI-Companion
Ein Chatprogramm, das eine Beziehung zum Nutzer spielt, etwa als Freundin, Kumpel oder Familienmitglied. Es merkt sich frühere Gespräche und reagiert auf Stimmungen. · erklärt in 2 Artikeln
KI-Gateway
Eine Zwischenstelle zwischen einer Anwendung und vielen KI-Modellen verschiedener Anbieter. Sie leitet jede Anfrage an das passende Modell weiter, ähnlich wie eine Telefonzentrale. · erklärt in 1 Artikel
KI-Governance
Der Rahmen aus Gesetzen, Standards und Absprachen, der regelt, wer KI-Systeme unter welchen Bedingungen entwickeln und einsetzen darf. · erklärt in 3 Artikeln
KI-Infrastruktur
Die Grundausstattung, die für den Betrieb großer KI-Modelle nötig ist: Rechenzentren, Spezialchips, Strom und Netzanbindung. Sie kostet viel Geld, bevor überhaupt ein Modell läuft. · erklärt in 1 Artikel
KI-MIG
Kurzname des deutschen Gesetzes, das die europäische KI-Verordnung in Deutschland vollziehbar macht. Es sagt, welche Behörde wofür zuständig ist, und schafft die Beschwerdestelle. · erklärt in 1 Artikel
KI-Modelltraining
Ein Modell wird mit großen Mengen an Beispielmaterial gefüttert, bis es Muster daraus reproduzieren kann. Wer Fotos oder Videos dafür bereitstellt, gibt sie damit dauerhaft in das fertige Modell hinein. · erklärt in 1 Artikel
KI-PC
Ein Notebook oder Desktop mit einem eigenen Rechenteil für KI-Aufgaben, der Bild- und Sprachfunktionen lokal ausführt. Hersteller zählen Geräte ab einer bestimmten Rechenleistung dieser Einheit dazu. · erklärt in 1 Artikel
KI-Reallabore
Von einer Behörde begleitete Testumgebungen, in denen Firmen neue KI unter Aufsicht ausprobieren dürfen, bevor sie sie auf den Markt bringen. Jeder EU-Staat muss so etwas einrichten. · erklärt in 1 Artikel
KI-Servicestelle
Eine Anlaufstelle bei der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde, die zu KI-Fragen informiert und berät. Sie darf Auskunft geben, aber niemanden bestrafen. · erklärt in 1 Artikel
KI-Training
Das „Lernen“ einer KI aus großen Datenmengen. Wichtig: Was einmal ins Training eingeflossen ist, lässt sich praktisch nicht mehr herauslöschen. · erklärt in 1 Artikel
Kill-Switch
Ein Notausschalter, der einen laufenden Programmablauf sofort beenden soll. Er hilft nur, wenn er im Ernstfall tatsächlich greift. · erklärt in 3 Artikeln
Kindesmissbrauchsdarstellungen
Bilder oder Videos, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen. Ihre Herstellung, ihr Besitz und ihre Verbreitung sind strafbar. · erklärt in 1 Artikel
Klagepartei
Die Seite, die vor Gericht zieht. Ihre Angaben sind zunächst nur Vortrag, also die eigene Darstellung des Falls. · erklärt in 1 Artikel
Klageschrift
Das Schriftstück, mit dem ein Verfahren beginnt. Darin steht, was die klagende Seite behauptet. Ob es stimmt, prüft das Gericht erst danach. · erklärt in 1 Artikel
Klartext
Der lesbare Originaltext einer Nachricht, also das, was vor dem Verschlüsseln dastand und nach dem Entschlüsseln wieder herauskommt. · erklärt in 1 Artikel
Klasse-C-Aktie
Eine Aktiengattung bei Alphabet, die kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung gewährt, wirtschaftlich aber am selben Unternehmen beteiligt ist. Sie wird unter dem Kürzel GOOG gehandelt. · erklärt in 1 Artikel
Klassifikator
Ein zusätzliches Programm, das eine Anfrage vor der Beantwortung einsortiert, etwa als erlaubt oder heikel. Es sitzt vor dem eigentlichen Modell und kann Anfragen abfangen. · erklärt in 1 Artikel
Klassifikatoren
Programme, die eine Datei oder einen Text automatisch einer Kategorie zuordnen, etwa „verdächtig“ oder „unverdächtig“. Sie arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten und liegen deshalb regelmäßig auch falsch. · erklärt in 1 Artikel
Kommandozeile
Das Textfenster, in dem Entwickler Befehle tippen, statt auf Knöpfe zu klicken. Wer dort ein Werkzeug platziert, sitzt direkt an der Arbeitsfläche des Programmierers. · erklärt in 1 Artikel
Konfigurationsfehler
Eine falsch gesetzte Einstellung. Die Software funktioniert wie gebaut, sie wurde nur mit den falschen Rechten oder Grenzen gestartet. · erklärt in 1 Artikel
Konnektor
Eine fertige Verbindung zwischen zwei Programmen, damit man Daten nicht von Hand übertragen muss. Hier: die Brücke zwischen der KI und der Aktenverwaltung einer Kanzlei. · erklärt in 1 Artikel
Konsens
Der Durchschnitt der Schätzungen, die Analysten vor der Veröffentlichung abgeben. Weicht das Unternehmen davon ab, reagiert der Kurs meist auf die Differenz. · erklärt in 1 Artikel
Konsenserwartung
Der Durchschnitt dessen, was Analysten vor der Veröffentlichung an Umsatz oder Gewinn erwartet haben. Kurse reagieren meist auf die Abweichung von dieser Zahl, nicht auf die Zahl selbst. · erklärt in 1 Artikel
Konsensschätzung
Der Durchschnitt dessen, was Analysten einem Unternehmen für ein Quartal zutrauen. Kurse reagieren meist auf die Abweichung von diesem Durchschnitt, nicht auf die Zahl selbst. · erklärt in 3 Artikeln
konsolidierte Fassung
Der amtliche Text eines Gesetzes, in den alle späteren Änderungen bereits eingearbeitet sind. Man muss also nicht mehr mehrere Dokumente nebeneinanderlegen, um den geltenden Wortlaut zu lesen. · erklärt in 1 Artikel
Konsortialführer
Die Banken, die einen Börsengang organisieren, den Ausgabepreis festlegen und die Anteile bei Investoren platzieren. Sie verdienen an der Provision und haften für den Ablauf. · erklärt in 1 Artikel
Konsortium
Die Gruppe von Banken, die einen Börsengang organisiert, die Anteile platziert und dafür Gebühren erhält. · erklärt in 1 Artikel
Konsultationsentwurf
Ein Gesetzestext, der veröffentlicht wird, damit Firmen und Bürger dazu Stellung nehmen können. Er gilt noch nicht und kann sich bis zur endgültigen Fassung ändern. · erklärt in 1 Artikel
Kontext-Zusammenfassung
Bei langen Aufgaben wird der Arbeitsspeicher eines Modells irgendwann voll. Dann schreibt es sich selbst eine Zusammenfassung des bisherigen Stands, mit der es weiterarbeitet. Was in dieser Notiz steht, prägt alles, was danach kommt. · erklärt in 1 Artikel
Kontextfenster
Die Menge an Text, die ein Modell gleichzeitig im Blick behalten kann. Was darüber hinausgeht, fällt aus dem Gedächtnis. · erklärt in 12 Artikeln
Kontextkompression
Ein Verfahren, das Vorgeschichte und Unterlagen zusammenfasst, damit mehr davon in den Arbeitsspeicher des Modells passt. Wie eine Aktennotiz statt der vollständigen Akte. · erklärt in 1 Artikel
kontrahierte Kapazität
Rechenleistung, für die bereits Verträge unterschrieben sind. Sie sagt nichts darüber aus, ob die zugehörigen Anlagen schon gebaut und in Betrieb sind. · erklärt in 1 Artikel
Kontraktpreise
Die Preise in längerfristigen Lieferverträgen zwischen Speicherherstellern und großen Abnehmern. Über sie läuft der Großteil des Geschäfts, sie werden meist quartalsweise neu verhandelt. · erklärt in 6 Artikeln
Kontrollverlust
Ein Fall, in dem ein KI-System Dinge tut, die der Betreiber weder angeordnet hat noch stoppen kann. Bisher zählt so etwas in Kalifornien nicht ausdrücklich als meldepflichtiger Sicherheitsvorfall. · erklärt in 1 Artikel
Koordinator für digitale Dienste
Die nationale Behörde, die den DSA in einem Mitgliedstaat durchsetzt. Sitzt ein Anbieter in Irland, ist der irische Koordinator zuständig; bei sehr großen Diensten behält sich die EU-Kommission die Aufsicht über die Zusatzpflichten selbst vor. · erklärt in 1 Artikel
Kospi
Der wichtigste Aktienindex Südkoreas, vergleichbar mit dem DAX. Weil Samsung und SK Hynix schwer wiegen, bildet er auch die Lage der Speicherchip-Branche ab. · erklärt in 3 Artikeln
krad(Si)
Ein Maß dafür, wie viel Strahlung ein Siliziumchip im Laufe seines Lebens abbekommt. Je höher der Wert, den ein Chip übersteht, desto länger hält er im Weltraum durch. · erklärt in 1 Artikel
Krisenkommunikationskanal
Eine vorab vereinbarte Verbindung zwischen zwei Staaten, über die im Notfall ohne Umwege gesprochen werden kann. Das bekannteste Beispiel ist der heiße Draht zwischen Washington und Moskau im Kalten Krieg. · erklärt in 1 Artikel
kritische Infrastruktur
Einrichtungen, ohne die der Alltag nicht funktioniert: Strom, Wasser, Spitäler, Banken, Verkehr, Behördennetze. Für sie gelten strengere Sicherheitspflichten als für normale Betriebe. · erklärt in 2 Artikeln
Kubikfuß
Ein angelsächsisches Volumenmaß für Gas, rund 28 Liter. Gasmengen werden meist pro Tag angegeben, weil Leitungen und Kraftwerke auf eine tägliche Durchflussmenge ausgelegt sind. · erklärt in 1 Artikel
Kundmachung
Die amtliche Veröffentlichung eines beschlossenen Gesetzes im Bundesgesetzblatt. Erst damit existiert die Regelung rechtlich, unabhängig davon, ob sie schon praktische Wirkung hat. · erklärt in 1 Artikel
Kursziel
Der Kurs, den eine Bank einem Wertpapier auf Sicht von meist zwölf Monaten zutraut. Solche Schätzungen werden laufend geändert und treffen oft nicht ein. · erklärt in 1 Artikel
KV-Cache
Ein Zwischenspeicher, in dem sich das Modell merkt, was im laufenden Gespräch schon gesagt wurde. Er wächst mit der Länge des Gesprächs und belegt zusätzlich zum Modell selbst Arbeitsspeicher. · erklärt in 3 Artikeln

L

LAN-Treiber
Die Software, über die der Rechner mit seiner Netzwerkbuchse umgehen kann. Ohne sie kommt kein Kabelnetzwerk zustande. · erklärt in 1 Artikel
Large-Language-Model
Die Technik hinter ChatGPT & Co.: ein Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt. Große Modelle brauchen viel Speicher — deshalb ist die Speicherausstattung hier das Verkaufsargument. · erklärt in 1 Artikel
Latenz
Die Zeit zwischen Anfrage und Antwort. Bei Chatbots merkt man sie unmittelbar: Je niedriger die Latenz, desto flüssiger wirkt das Gespräch. · erklärt in 3 Artikeln
Laudatio
Bei den BigBrotherAwards die Begründung, mit der ein Preis überreicht wird. Sie wird auf der Bühne vorgetragen und anschließend im Wortlaut veröffentlicht. · erklärt in 1 Artikel
Lead-Investor
Der Geldgeber, der eine Finanzierungsrunde anführt, meist den größten Anteil zeichnet und die Bedingungen mit aushandelt. · erklärt in 2 Artikeln
Leak
Eine Information, die vor der offiziellen Ankündigung an die Öffentlichkeit gelangt, meist über Zulieferer oder Testgeräte. Sie kann stimmen, ist aber vom Hersteller nicht geprüft. · erklärt in 1 Artikel
Lean 4
Ein Programm, in dem sich mathematische Beweise Schritt für Schritt so aufschreiben lassen, dass ein Computer jede einzelne Folgerung nachrechnet. Es prüft die Logik, nicht die Frage, ob man das Richtige aufgeschrieben hat. · erklärt in 1 Artikel
lease to own
Mietkauf: Am Ende der vereinbarten Laufzeit gehört das Gerät dem Kunden, statt an den Anbieter zurückzugehen. Wirtschaftlich ist es ein Ratenkauf mit anderem Namen. · erklärt in 1 Artikel
Leasing
Man zahlt für die Nutzung eines Geräts monatlich, statt es auf einmal zu kaufen. Der hohe Anschaffungsbetrag verschwindet dabei nicht, er verteilt sich nur über die Laufzeit und wird durch Gebühren oder Zinsen meist etwas größer. · erklärt in 2 Artikeln
Leerverkäufe
Wetten auf fallende Kurse. Man leiht sich Aktien, gibt sie ab und will sie später billiger zurückgeben. Steigt der Kurs stattdessen, muss man sich teurer eindecken, was den Kurs zusätzlich nach oben schiebt. · erklärt in 1 Artikel
Legal Search Index
Ein eigenes Verzeichnis juristischer Dokumente, in dem das Programm nachschlägt, bevor es antwortet. Vergleichbar mit einer Bibliothek, die dem Anbieter selbst gehört und die er täglich um neue Bände ergänzt. · erklärt in 1 Artikel
Letters of Credit
Ein Zahlungsversprechen einer Bank. Zahlt der Vertragspartner nicht, springt die Bank bis zur vereinbarten Summe ein. · erklärt in 1 Artikel
LiDAR
Ein Sensor, der die Umgebung mit Laserstrahlen abtastet und daraus ein dreidimensionales Bild baut. Autos nutzen ihn, um Abstände genauer zu erkennen, als eine Kamera es kann. · erklärt in 1 Artikel
Life Sciences
Sammelbegriff für Pharma-, Biotech- und Medizintechnikfirmen. In der IT-Branche eine eigene Kundengruppe, weil dort strenge Zulassungs- und Dokumentationspflichten gelten. · erklärt in 1 Artikel
LIMITE
Eine Vertraulichkeitsstufe für Dokumente des EU-Rats. Solche Papiere sind nicht geheim, aber auch nicht zur Veröffentlichung gedacht, sondern nur für den Kreis der Verhandelnden. · erklärt in 1 Artikel
Linux Foundation
Eine gemeinnützige Organisation, die quelloffene Projekte verwaltet, damit sie keinem einzelnen Unternehmen gehören. Sie stellt Regeln, Marken und rechtliche Struktur bereit. · erklärt in 2 Artikeln
LinuxONE
IBMs Großrechner-Linie, auf der ausschließlich Linux läuft. Technisch die gleiche Maschinenklasse wie IBM Z, nur für ein anderes Betriebssystem gedacht. · erklärt in 1 Artikel
Listing
Die Zulassung der Aktien zum Börsenhandel. Ab diesem Tag kann jeder Anteile kaufen und verkaufen. · erklärt in 1 Artikel
LLC
Eine US-Gesellschaftsform, vergleichbar mit einer GmbH. Sie kann als Hülle dienen, in der mehrere Personen Anteile gemeinsam halten und einheitlich abstimmen. · erklärt in 1 Artikel
LNG
Erdgas, das durch starke Kühlung flüssig gemacht wird, damit es auf Schiffen transportiert werden kann. Exportterminals sind die Anlagen, in denen das passiert. · erklärt in 1 Artikel
Logik-Chips
Die rechnenden Chips eines Geräts, also Prozessoren und Grafikchips. Abgegrenzt von Speicherchips, die nur Daten halten. · erklärt in 1 Artikel
lokale Inferenz
Die KI rechnet im Gerät selbst, nicht in einem Rechenzentrum im Internet. Das ist schneller und die Daten bleiben auf dem Notebook. · erklärt in 2 Artikeln
Long-Horizon-Modell
Ein KI-Modell, das nicht nur einzelne Fragen beantwortet, sondern über Stunden oder Tage eigenständig an einer Aufgabe arbeitet. Es plant, probiert aus und korrigiert sich selbst — ohne dass jemand jeden Schritt freigibt. · erklärt in 1 Artikel
Long-Term Benefit Trust
Eine bei Anthropic eingerichtete Treuhandstruktur, die Mitglieder des Aufsichtsgremiums benennen darf. Sie soll langfristige Ziele des Unternehmens gegen kurzfristige Interessen von Anteilseignern absichern. · erklärt in 2 Artikeln
LPCAMM2
Ein Steckmodul für Arbeitsspeicher in Notebooks, ähnlich wie früher die Riegel im Desktop-PC. Der Vorteil: Der Speicher ist nicht fest verlötet und lässt sich später tauschen oder vergrößern. · erklärt in 1 Artikel
LPDDR5X
Eine stromsparende Bauart von Arbeitsspeicher für Handys und dünne Geräte. Sie ist fest verlötet und lässt sich später nicht austauschen. · erklärt in 3 Artikeln
LPDDR6
Die neueste stromsparende Bauart von Arbeitsspeicher für Handys und dünne Geräte. Sie liefert mehr Daten pro Sekunde als die Vorgängerbauart, ist aber fest verlötet. · erklärt in 1 Artikel
Luftabwehrunterdrückung
Militärisches Vorgehen, das gegnerische Flugabwehr ausschaltet oder blendet, damit eigene Flugzeuge durchkommen. · erklärt in 1 Artikel

M

MAI
Microsofts eigene Familie von KI-Modellen, die das Unternehmen selbst entwickelt statt sie bei Partnern einzukaufen. Der Name steht für Microsoft AI. · erklärt in 1 Artikel
Mainboard
Die Hauptplatine eines Computers, auf der Prozessor, Speicher und Anschlüsse sitzen. Bei Framework kann man sie einzeln kaufen und tauschen, statt das ganze Gerät zu ersetzen. · erklärt in 1 Artikel
MapReduce
Ein Verfahren, um sehr große Datenmengen auf tausende Rechner zu verteilen und die Teilergebnisse wieder zusammenzuführen. Es war lange die Grundlage dafür, dass Suchmaschinen das ganze Web durchrechnen konnten. · erklärt in 1 Artikel
Marktanteil
Der Anteil eines Anbieters am gesamten Umsatz eines Marktes. 21,5 Prozent heißt: Von jedem Dollar, der für solche Switches ausgegeben wird, landen gut 21 Cent bei Nvidia. · erklärt in 1 Artikel
Marktaufsicht
Die Behörde eines Mitgliedstaats, die prüft, ob Produkte auf dem Markt den Regeln entsprechen. Für KI benennt jedes EU-Land eine eigene solche Stelle. · erklärt in 1 Artikel
Marktbeobachtung
Eine Behörde schaut sich laufend an, was auf dem Markt angeboten wird, ohne ein förmliches Verfahren gegen eine bestimmte Firma zu führen. · erklärt in 1 Artikel
Marktforscher
Firmen wie TrendForce, die Preise und Liefermengen der Branche beobachten und daraus Durchschnitte und Prognosen errechnen. Ihre Zahlen sind Schätzungen, keine Angaben der Hersteller. · erklärt in 1 Artikel
Marktkapitalisierung
Der Börsenwert einer Firma, also Aktienkurs mal Zahl aller Aktien. Die Zahl sagt, was der Markt gerade für das ganze Unternehmen zahlen würde, nicht was es besitzt oder verdient. · erklärt in 4 Artikeln
Marktüberwachungsbehörde
Die Stelle, die in einem Mitgliedstaat kontrolliert, ob Produkte die EU-Vorgaben einhalten, und die einschreiten darf. Für den AI Act muss jeder Staat eine solche Behörde benennen. Ohne sie gibt es niemanden, der Verstöße prüft oder Strafen verhängt. · erklärt in 4 Artikeln
Marktwert
Der Betrag, den ein Gerät zum heutigen Zeitpunkt am Markt kostet oder einbringt. Bei Garantien entscheidet die Klausel, ob dieser Wert oder der ursprüngliche Kaufpreis erstattet wird. · erklärt in 2 Artikeln
maschinenlesbar
Eine Markierung, die ein Programm auslesen kann, ohne dass ein Mensch sie sieht. Vergleichbar mit dem Wasserzeichen in einer Banknote, nur eben in der Datei selbst. · erklärt in 1 Artikel
Maschinenlesbare Kennzeichnung
Eine Markierung, die direkt in der Datei steckt — vergleichbar mit einem unsichtbaren Wasserzeichen. Menschen sehen sie nicht, aber Programme können daran erkennen, dass ein Bild, ein Text oder ein Video von einer KI stammt. · erklärt in 1 Artikel
MCP
Ein von Anthropic entwickelter Standard, über den ein KI-Modell an externe Werkzeuge und Datenquellen angeschlossen wird. Er beschreibt gewissermaßen die Steckdose, in die Werkzeuge eingesteckt werden. · erklärt in 2 Artikeln
MCP-Server
Ein Dienst, über den ein KI-Agent an Werkzeuge und Daten herankommt, etwa an ein Postfach, eine Datenbank oder ein Ticketsystem. Er ist die Steckdose zwischen Modell und Firmensystem. · erklärt in 1 Artikel
Medienintermediär
Ein Vermittler, der fremde Inhalte auffindbar macht (wie eine Suchmaschine). Nach deutschem Recht muss er offenlegen, nach welchen Regeln er auswählt, und darf journalistische Angebote nicht ohne Grund benachteiligen. · erklärt in 1 Artikel
Meet-in-the-Middle-Angriff
Eine Angriffstechnik, bei der von beiden Enden einer Rechnung her gearbeitet wird, bis sich die Zwischenergebnisse in der Mitte treffen. Das ist schneller als alle Möglichkeiten von vorne durchzuprobieren. · erklärt in 1 Artikel
Megawatt
Eine Maßeinheit für Leistung, also dafür, wie viel Strom ein Verbraucher in jedem Moment zieht. 100 Megawatt entsprechen grob dem Dauerbedarf einer Kleinstadt. · erklärt in 4 Artikeln
mehrjähriger Finanzrahmen
Der EU-Haushaltsplan für jeweils sieben Jahre. Er legt fest, wie viel Geld überhaupt zur Verfügung steht, und muss von allen Mitgliedstaaten beschlossen werden. · erklärt in 1 Artikel
Meldeverfahren
Der Weg, auf dem Nutzer einer Plattform ein rechtswidriges Angebot melden. Er muss auffindbar und klar bezeichnet sein, sonst läuft die Pflicht der Plattform zur Prüfung praktisch leer. · erklärt in 1 Artikel
Memorandum of Understanding
Eine schriftliche Absichtserklärung zweier Firmen. Sie hält fest, was man gemeinsam vorhat, verpflichtet aber in der Regel niemanden zu Lieferung oder Zahlung. · erklärt in 1 Artikel
Memory Wall
Der Umstand, dass Rechenchips schneller wurden als der Speicher, der sie versorgt. Der Prozessor wartet dann auf Daten, statt zu rechnen. · erklärt in 1 Artikel
Message Board
Ein digitales schwarzes Brett, auf dem Nachrichten abgelegt und von anderen gelesen werden. Im beschriebenen Fall nutzten es Agenten, um sich untereinander abzustimmen. · erklärt in 1 Artikel
Metadaten
Zusatzangaben, die in einer Datei mitgespeichert sind, aber im Bild selbst nicht zu sehen sind. Wie ein Etikett auf der Rückseite eines Fotos. · erklärt in 2 Artikeln
Metadatenbank
Eine Datei, die bisher getrennte Polizeidatenbestände dauerhaft zusammenführt und durchsuchbar macht. Erst die Verknüpfung erzeugt das Bild, das in keiner Einzeldatei steht. · erklärt in 1 Artikel
Midterms
Die US-Kongresswahlen in der Mitte einer Präsidentschaftsperiode. Vorlagen, die bis dahin nicht durch sind, bleiben oft liegen, weil danach neue Mehrheiten gelten. · erklärt in 1 Artikel
MIG
Eine Technik, mit der sich eine einzelne Grafikkarte in mehrere voneinander abgeschottete Teilkarten zerlegen lässt. Zwei Abteilungen können dieselbe Hardware nutzen, ohne sich gegenseitig in die Daten zu schauen. · erklärt in 1 Artikel
Mikrocontroller
Kleine, technisch anspruchslose Steuerchips, die in Autos, Haushaltsgeräten und Industrieanlagen einzelne Funktionen übernehmen. Sie sind billig, werden in Milliardenstückzahlen gebraucht und fehlen sofort überall, wenn ein großes Werk ausfällt. · erklärt in 1 Artikel
Millennium-Probleme
Sieben besonders schwere mathematische Fragen, die ein US-Institut im Jahr 2000 zusammengestellt hat. Für jede gelöste Frage ist eine Million Dollar ausgesetzt. · erklärt in 1 Artikel
misaligned model activity
Englisch für Verhalten eines KI-Systems, das von dem abweicht, was seine Betreiber gemeint haben. Bei OpenAI der Name für die Durchsicht, mit der solche Ausrutscher nachträglich gesucht werden. · erklärt in 1 Artikel
Misalignment
Ein KI-System verfolgt nicht das Ziel, das seine Betreiber gemeint haben, sondern ein davon abweichendes. Wie ein Mitarbeiter, der die Dienstanweisung wörtlich befolgt und dabei genau das Gegenteil des Gewollten erreicht. · erklärt in 2 Artikeln
MIT-Lizenz
Eine sehr freizügige Nutzungslizenz. Sie erlaubt Verwendung, Veränderung und Weiterverkauf, solange der Urheberhinweis erhalten bleibt. · erklärt in 2 Artikeln
MIT-lizenziert
Eine sehr freizügige Open-Source-Lizenz. Wer die Dateien herunterlädt, darf sie kommerziell nutzen, verändern und weitergeben, solange der Lizenztext beiliegt. · erklärt in 1 Artikel
Mixture of Experts
Ein Modellaufbau, bei dem das Gesamtmodell in viele Teilmodelle zerfällt und für jede einzelne Anfrage nur ein kleiner Teil davon rechnet. Das spart Rechenzeit, nicht aber Speicher: Alle Teile müssen trotzdem bereitliegen. · erklärt in 7 Artikeln
Model Context Protocol
Ein von Anthropic veröffentlichtes Protokoll, über das KI-Modelle auf externe Werkzeuge und Datenquellen zugreifen. Es regelt die Verbindung zur Software, nicht zu physischen Geräten. · erklärt in 1 Artikel
Model Delegation
Der gefundene Mechanismus, über den ein fremdes KI-Modell Anfragen von Siri übernehmen darf. Siri gibt die Aufgabe weiter, statt sie selbst zu beantworten. · erklärt in 1 Artikel
Modell-Repository
Ein zentrales Lager im Netz, in dem KI-Modelle und Trainingsdaten abgelegt, versioniert und heruntergeladen werden. Für die offene KI-Welt ist Hugging Face das, was für Software das öffentliche Code-Archiv ist. · erklärt in 1 Artikel
Modellevaluierung
Das systematische Testen eines Modells vor der Freigabe, um herauszufinden, wozu es sich missbrauchen lässt. Wer prüft und nach welchem Maßstab, ist bislang kaum geregelt. · erklärt in 1 Artikel
Modellfamilie
Mehrere Varianten desselben KI-Modells, die sich in Größe, Tempo und Preis unterscheiden — man wählt je nach Aufgabe die passende Stufe. · erklärt in 1 Artikel
Modellgewichte
Die Zahlenwerte, die ein trainiertes KI-System ausmachen. Wer sie hat, kann das Modell erneut betreiben; ohne sie lässt sich im Nachhinein nicht prüfen, was das System eigentlich getan hat. · erklärt in 1 Artikel
MoE
Ein Modell, das aus vielen Teil-Netzen besteht. Bei jeder Anfrage rechnet nur ein kleiner Teil davon mit, der Rest bleibt aus. Das spart Rechenzeit. · erklärt in 1 Artikel
MoE-Modelle
KI-Modelle, die intern in viele Spezialisten aufgeteilt sind und pro Anfrage nur einen kleinen Teil davon aktivieren. So passt ein großes Modell auf ein Gerät, das die ganze Rechenlast sonst nicht tragen könnte. · erklärt in 1 Artikel
monatlich aktive Nutzer
Die Zahl der Menschen, die eine App innerhalb eines Monats mindestens einmal benutzt haben. Sie sagt nichts darüber, wie oft oder wie lange jemand die App wirklich nutzt. · erklärt in 1 Artikel
Monatsumsatz
Die Summe der Erlöse eines einzelnen Monats. TSMC meldet sie freiwillig und früh, lange bevor der geprüfte Quartalsabschluss vorliegt. · erklärt in 1 Artikel
Monitoring
Die laufende Überwachung eines Systems, die aufzeichnet, was es tut. Ohne Monitoring gibt es hinterher keine Belege darüber, was passiert ist. · erklärt in 1 Artikel
Moratorium
Eine Zwangspause, die eine Behörde verhängt. Neue Anträge werden nicht mehr bearbeitet, bis eine Frist abgelaufen oder eine Prüfung fertig ist. · erklärt in 3 Artikeln
Multi-Patterning
Ein Trick, mit dem sich feinere Strukturen erzeugen lassen, als das Belichtungsgerät eigentlich schafft: Dasselbe Muster wird in mehreren versetzten Durchgängen belichtet. Das kostet Zeit und erhöht die Fehlerquote. · erklärt in 1 Artikel
multimodal
Ein Programm, das mehrere Arten von Inhalten gleichzeitig verarbeitet, also etwa Bilder, Videos und Ton, statt nur Text. · erklärt in 2 Artikeln

N

nachbörslicher Handel
Handel nach dem offiziellen Börsenschluss. Die Umsätze sind kleiner, die Kursbewegungen deshalb oft größer und weniger belastbar als im regulären Handel. · erklärt in 3 Artikeln
Nachtraining
Eine zweite Trainingsrunde auf einem bereits fertigen Modell. Das Grundwissen bleibt, das Modell lernt zusätzlich, eine bestimmte Art von Aufgabe besser zu erledigen. Deutlich billiger, als ein Modell von null an zu trainieren. · erklärt in 1 Artikel
NAND
Die Speicherart in SSDs und USB-Sticks. Sie behält ihren Inhalt auch ohne Strom, ist dafür langsamer als DRAM. · erklärt in 5 Artikeln
NAND-Flash
Der Speicher, der Daten auch ohne Strom behält. Er steckt in SSDs, Smartphones und Speicherkarten. · erklärt in 3 Artikeln
Nanometer
Ein Millionstel Millimeter. Als Bezeichnung einer Chipgeneration, etwa 2 Nanometer, steht die Zahl heute nur noch für die Fertigungsstufe, nicht für eine tatsächlich gemessene Größe. Kleinere Zahl heißt: neuer und sparsamer. · erklärt in 2 Artikeln
Nanometer-Node
Die Bezeichnung einer Fertigungsgeneration, etwa 3 oder 2 Nanometer. Kleinere Zahl heißt grob: mehr Leistung bei weniger Strom — und deutlich höhere Preise pro Chip. · erklärt in 1 Artikel
Nasdaq
Eine der beiden großen US-Börsen, traditionell die Heimat der Technologiewerte. Ein Unternehmen wählt den Handelsplatz, an dem seine Aktien notieren sollen. · erklärt in 2 Artikeln
Nasdaq Composite
Ein Index, der alle an der Technologiebörse Nasdaq notierten Aktien abbildet. Er gilt als Stimmungsmesser für Technologiewerte. · erklärt in 2 Artikeln
NDAA
Das jährliche US-Verteidigungsgesetz (National Defense Authorization Act). Der Kongress legt darin fest, wofür das Militär Geld ausgeben darf, und beschließt bei Bedarf auch strukturelle Änderungen wie einen neuen Streitkräftezweig. · erklärt in 1 Artikel
Near-Packaged Optics
Die Umstellung von Kupferkabeln auf Licht, wobei die Lichttechnik direkt neben den Chip ins Gehäuse wandert statt als Stecker an die Gehäusewand. Das spart Strom und verkürzt den Weg der Daten. · erklärt in 1 Artikel
Neo-Cloud
Kleinere Cloud-Anbieter, die vor allem Rechenleistung von KI-Chips weitervermieten. Sie kaufen große Mengen GPUs ein und geraten deshalb bei Schmuggel-Kontrollen schnell ins Visier. · erklärt in 1 Artikel
Nettoerlös
Der Betrag, der dem Unternehmen nach Abzug der Kosten für die Platzierung tatsächlich zufließt. Er liegt immer etwas unter der eingesammelten Summe. · erklärt in 1 Artikel
Netzanschluss-Warteschlange
Die Liste der Bauprojekte, die auf einen Anschluss ans Stromnetz warten. Wie an der Kassa: Wer sich anstellt, kommt irgendwann dran, kann aber Jahre warten. · erklärt in 1 Artikel
netzgebundene Anlagen
Rechenzentren, die ihren Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen, statt eigene Kraftwerke direkt daneben zu bauen. · erklärt in 1 Artikel
Neubewertung
Buchhaltungsregel, nach der bestimmte Vermögenswerte zum aktuellen Marktwert in die Bilanz müssen. Steigt der Wert stark, kann das je nach Konstruktion als Verlust auftauchen, obwohl kein Geld geflossen ist. · erklärt in 1 Artikel
Neural Engine
Ein eigener Teil des iPhone-Chips, der nur für KI-Berechnungen zuständig ist. Er arbeitet dabei sparsamer als der Hauptprozessor. · erklärt in 1 Artikel
nicht-agentisch
Das System verfolgt keine eigenen Ziele und führt keine Schritte selbstständig aus. Es antwortet nur, wenn man es fragt, und kann von sich aus nichts in Gang setzen. · erklärt in 1 Artikel
NIS2
Eine EU-Vorgabe, die Betriebe in wichtigen Branchen zu Schutzmaßnahmen gegen Hackerangriffe und zu Meldungen bei Vorfällen verpflichtet. Jedes Land muss sie in ein eigenes Gesetz übersetzen. · erklärt in 2 Artikeln
NIST AI RMF
Ein Rahmenwerk der US-Normungsbehörde NIST für den Umgang mit KI-Risiken. Es ist freiwillig, wird aber häufig als Maßstab in Verträgen und Prüfungen herangezogen. · erklärt in 1 Artikel
noindex
Eine technische Anweisung an Suchmaschinen, eine Seite nicht in den Suchindex aufzunehmen. Ohne sie darf jede Suchmaschine die Seite auflisten, sobald sie den Link kennt. · erklärt in 1 Artikel
Non-GAAP
Eine bereinigte Gewinnrechnung, aus der Sonderposten herausgerechnet sind. Sie steht neben der gesetzlich vorgeschriebenen Rechnung, weil Unternehmen damit das laufende Geschäft besser vergleichbar machen wollen. · erklärt in 2 Artikeln
Northern District of California
Das für den Norden Kaliforniens zuständige US-Bundesgericht erster Instanz, mit Sitz unter anderem in San Francisco. Weil dort fast die gesamte Technologiebranche sitzt, landen Klagen gegen diese Firmen regelmäßig hier. · erklärt in 1 Artikel
notifizierende Behörde
Sie bestimmt und überwacht jene privaten Prüfstellen, die KI-Systeme vor dem Marktstart zertifizieren dürfen. Ohne sie gibt es im Land keine zugelassene Stelle, die Konformität bescheinigen kann. · erklärt in 1 Artikel
Notifizierung
Die Pflicht, ein geplantes nationales Gesetz vorab bei der EU-Kommission anzumelden, wenn es den Binnenmarkt berührt. Ohne diese Anmeldung ist die Vorschrift später gegen Betroffene nicht durchsetzbar. · erklärt in 2 Artikeln
noyb
Die Wiener Datenschutzorganisation von Max Schrems („none of your business“) — bekannt für erfolgreiche Beschwerden gegen große Tech-Konzerne. · erklärt in 1 Artikel
NPU
Ein eigener Rechenbaustein im Gerät, der nur für KI-Aufgaben zuständig ist. Er übernimmt Dinge wie Spracherkennung oder Bildbearbeitung, damit der Hauptprozessor frei bleibt und der Akku länger hält. · erklärt in 8 Artikeln
NSTM-4
Ein nationales Sicherheitsmemorandum des Weißen Hauses vom April 2026. Es ordnet das heimliche Abkupfern von KI-Modellen durch gegnerische Staaten rechtlich als Bedrohung der nationalen Sicherheit ein und schafft damit die Grundlage für Gegenmaßnahmen. · erklärt in 1 Artikel
Nutzerkontingente
Eine Obergrenze dafür, wie viel eine einzelne Person ein Werkzeug verwenden darf. Ist das Kontingent aufgebraucht, muss man warten oder auf etwas anderes ausweichen. · erklärt in 1 Artikel
nutzungsbasierte Abrechnung
Bezahlt wird nach tatsächlichem Verbrauch, ähnlich wie bei Strom, statt mit einem festen Monatsbetrag pro Mitarbeiter. Der Vorteil ist, dass ungenutzte Lizenzen nichts kosten, der Nachteil, dass die Rechnung vorab nicht feststeht. · erklärt in 1 Artikel
Nutzungslimit
Die Obergrenze dafür, wie viel ein Abonnent in einem bestimmten Zeitfenster mit dem Modell arbeiten darf. Ist sie erreicht, ist bis zum Zurücksetzen Schluss. · erklärt in 1 Artikel
Nutzungsprotokolle
Aufzeichnungen darüber, wer wann was an ein System geschickt hat. Sie helfen, Angriffe zu erkennen, enthalten aber genau die Inhalte, die viele Kunden nicht aus dem Haus geben wollen. · erklärt in 1 Artikel
NVLink
Nvidias hauseigene Verbindungstechnik, über die viele Grafikchips in einem Schrank miteinander reden. Sie ist schneller als übliche Netzwerktechnik, funktioniert aber nur mit Nvidia-Hardware. · erklärt in 1 Artikel
NVLink Fusion
Eine Variante von Nvidias hauseigener Verbindungstechnik, die der Konzern auch für fremde Chips öffnet. Wer sie nutzt, kann seine eigenen Prozessoren zu großen Verbünden zusammenschalten, bindet sich aber an Nvidia. · erklärt in 2 Artikeln
NVLink-C2C
Nvidias direkte Verbindung zwischen zwei Chips im selben Gehäuse. Sie ist deutlich schneller als der übliche Weg über die Hauptplatine. · erklärt in 1 Artikel

O

OAuth-Konnektor
Eine Anbindung, mit der ein Programm im Namen des Nutzers auf einen fremden Dienst zugreift, ohne dessen Passwort zu kennen. Man erteilt eine Erlaubnis, die man auch wieder entziehen kann. · erklärt in 1 Artikel
OECD AI Incidents Monitor
Ein öffentliches Register der OECD, in dem Schäden und Beinahe-Schäden durch KI-Systeme gesammelt und mit Aktenzeichen dokumentiert werden. Es dient Behörden als Datenbasis für Regulierung. · erklärt in 1 Artikel
OEM
Ein Hersteller, der fremde Bauteile in ein eigenes fertiges Gerät einbaut und unter eigenem Namen verkauft. Bei Servern heißt das: Der OEM kauft Chips bei Nvidia und liefert dem Endkunden einen kompletten Rechner. · erklärt in 1 Artikel
Off-Peak
Zeiten außerhalb der Hauptlast, in denen weniger Anfragen eintreffen. Wer dann rechnet, zahlt hier die Hälfte. · erklärt in 1 Artikel
Offboarding
Der Ablauf, wenn jemand eine Firma verlässt: Geräte zurückgeben, Zugänge sperren, Vertraulichkeit erneut bestätigen. Wie sorgfältig das geschieht, kann vor Gericht zur Frage werden. · erklärt in 1 Artikel
offene Gewichte
Die fertig trainierten Zahlenwerte eines KI-Modells, die jeder herunterladen und selbst betreiben darf. Der Bauplan ist damit öffentlich, anders als bei Modellen, die nur über die Server des Anbieters nutzbar sind. · erklärt in 9 Artikeln
offenes Problem
Eine mathematische Frage, auf die bisher niemand eine anerkannte Antwort gefunden hat. Manche davon beschäftigen die Fachwelt seit Jahrzehnten. · erklärt in 1 Artikel
öffentliches Gut
Eine Leistung, die allen offensteht und von der niemand ausgeschlossen wird, etwa Straßenbeleuchtung. Wird ein Dienst so bezeichnet, klingt er nach Geschenk — betrieben wird er trotzdem von jemandem mit eigenen Interessen. · erklärt in 1 Artikel
Omni-Modell
Ein Modell, das Text, Bilder, Ton und Video im selben Durchgang verarbeitet, statt für jede Art von Inhalt ein eigenes Programm zu brauchen. Vergleichbar mit einem Menschen, der gleichzeitig zuhört, hinsieht und mitliest. · erklärt in 1 Artikel
On-Device-KI
KI, die im Gerät selbst rechnet statt auf einem fremden Server. Die Daten verlassen das Notebook nicht, dafür ist die Rechenleistung begrenzt. · erklärt in 7 Artikeln
Open Source
Software, deren Bausteine offenliegen und die jeder herunterladen, prüfen und weiterverwenden darf. Bei KI-Modellen heißt das meist: Die trainierten Gewichte stehen zum Download bereit. · erklärt in 2 Artikeln
Open Weights
Ein Modell, dessen fertig trainierte Zahlenwerte jeder herunterladen und selbst betreiben darf. Der Trainingsvorgang und die verwendeten Daten bleiben dabei meist geheim. · erklärt in 1 Artikel
Open-Source-Daten
Frei zugängliche Informationen, etwa aus Schiffsdatenbanken, Zeitungen oder dem Internet. Jeder kann sie einsehen, es braucht keine Geheimhaltungsstufe. · erklärt in 1 Artikel
Open-Source-Modell
Ein KI-Modell, dessen „Bauplan“ frei verfügbar ist — jeder darf es herunterladen, selbst betreiben und anpassen. · erklärt in 1 Artikel
Open-Weight
Ein Modell, dessen fertig trainierte Gewichte zum Herunterladen freigegeben sind. Man kann es auf eigener Hardware betreiben, ohne die Anfragen an den Hersteller zu schicken. · erklärt in 2 Artikeln
Open-Weight-Modell
Ein KI-Modell, dessen trainierte Parameter frei heruntergeladen werden können. Man bekommt den fertigen Motor, darf ihn selbst einbauen und umbauen, sieht aber nicht zwingend, mit welchen Daten er gebaut wurde. · erklärt in 1 Artikel
Open-Weight-Modelle
KI-Modelle, deren Gewichte frei heruntergeladen werden können. Jeder kann sie auf eigener Hardware betreiben und verändern, was die Kontrolle über ihren Einsatz beim Hersteller weitgehend enden lässt. · erklärt in 3 Artikeln
Open-Weights-Modell
Ein KI-Programm, dessen fertig trainierte Zahlenwerte jeder herunterladen und auf eigenen Rechnern betreiben darf. Anders als bei einem geschlossenen Dienst braucht man dafür keinen Zugang beim Hersteller. · erklärt in 1 Artikel
OpenMDW
Eine von der Linux Foundation entwickelte freie Lizenz für KI-Modelle (kurz für Open Model, Data and Weights). Wer sie nutzt, darf Gewichte herunterladen, einsetzen und weitergeben; auch Nvidia veröffentlicht seine Nemotron-Modelle darunter. · erklärt in 1 Artikel
OpenRouter
Ein Zwischenhändler für KI-Modelle: Entwickler schließen einen Vertrag ab und können darüber Modelle vieler verschiedener Anbieter ansprechen. Deshalb sieht die Plattform, welches Modell gerade wie oft benutzt wird. · erklärt in 2 Artikeln
operative Marge
Der Anteil des Umsatzes, der nach den Kosten des laufenden Geschäfts als Gewinn übrig bleibt, angegeben in Prozent. · erklärt in 2 Artikeln
operativer Gewinn
Der Gewinn aus dem eigentlichen Geschäft, also vor Zinsen und Steuern. Er zeigt, was das Unternehmen mit seinen Produkten verdient, unabhängig von Finanzierung und Steuergestaltung. · erklärt in 1 Artikel
Opt-in
Das Gegenteil davon: Nichts ist erlaubt, solange nicht ausdrücklich zugestimmt wurde. Wer Werke nutzen will, muss vorher fragen. · erklärt in 1 Artikel
Opt-in / Opt-out
Opt-in: Etwas passiert erst, wenn man aktiv zustimmt. Opt-out: Es passiert automatisch, solange man nicht aktiv widerspricht. Die DSGVO verlangt für viele Datenverarbeitungen ein echtes Opt-in. · erklärt in 1 Artikel
Opt-out
Eine Regel, bei der etwas erlaubt ist, solange man nicht ausdrücklich widerspricht. Wer sein Werk nicht ausgewertet haben will, muss selbst aktiv werden. · erklärt in 3 Artikeln
Optionsscheine
Ein Recht, Anteile später zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen. Man muss es nicht ausüben; wertvoll wird es erst, wenn der Kurs über diesem Preis liegt. · erklärt in 1 Artikel
Opus-Klasse
Ein informeller Vergleich mit Anthropics Spitzenmodell „Claude Opus“. Musk meint damit: Grok 4.5 spielt in der obersten Liga der aktuell besten KI-Modelle. · erklärt in 1 Artikel
Ordentliches Gesetzgebungsverfahren
Der normale Weg für EU-Gesetze. Die Kommission legt einen Entwurf vor, Europäisches Parlament und Rat der Mitgliedstaaten verhandeln ihn getrennt, danach einigen sie sich auf einen gemeinsamen Text. Bis dahin kann sich am Entwurf noch viel ändern. · erklärt in 1 Artikel
OSTP
Das Büro für Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus. Es berät den Präsidenten in technischen Fragen und koordiniert die Position der US-Regierung dazu. · erklärt in 1 Artikel
Output-Token
Die Texteinheiten, die das Modell als Antwort erzeugt. Sie kosten bei allen Anbietern deutlich mehr als die Eingabe, weil das Rechnen beim Schreiben passiert. · erklärt in 2 Artikeln
Overlay
Die Genauigkeit, mit der ein Belichtungsdurchgang auf den vorherigen passt. Sitzt eine Schicht auch nur wenige Nanometer daneben, ist der Chip unbrauchbar. · erklärt in 2 Artikeln
Overweight-Rating
Die Einstufung einer Bank, dass eine Aktie sich aus ihrer Sicht besser entwickeln dürfte als der Vergleichsmarkt. Es ist die Meinung dieser Bank, keine Tatsache und keine Garantie. · erklärt in 1 Artikel

P

P-Core
Der leistungsstarke Kerntyp in einem Prozessor, zuständig für Aufgaben, die schnell fertig werden müssen. Daneben gibt es sparsamere Kerne für Hintergrundarbeit. · erklärt in 1 Artikel
Package
Das Gehäuse, in dem ein oder mehrere Chips zusammen sitzen. Liegen zwei Bausteine im selben Package, sind die Wege zwischen ihnen kurz und der Datenaustausch schnell. · erklärt in 1 Artikel
Paket
Ein fertiges Stück Software, das andere Programmierer in ihr eigenes Programm einbauen. Ist es manipuliert, wandert der Schadcode ungeprüft in alle Programme, die es verwenden. · erklärt in 1 Artikel
Paketregistry
Ein zentrales Lager für Softwarebausteine, aus dem Entwickler fertige Bauteile in ihre Programme laden. Wird dort etwas manipuliert, wandert es ungeprüft in alle Programme, die es verwenden. · erklärt in 1 Artikel
Parameter
Die Stellschrauben im Inneren eines KI-Modells, die beim Training eingestellt werden. Mehr Parameter bedeuten in der Regel ein größeres und teureres Modell. · erklärt in 6 Artikeln
Parametern
Die Stellschrauben im Inneren eines KI-Modells, die beim Training eingestellt werden. Je mehr davon, desto größer und rechenhungriger das Modell. · erklärt in 1 Artikel
Paraphrasierung
Denselben Inhalt mit anderen Worten neu formulieren. Für den Leser bleibt die Aussage gleich, für ein Prüfprogramm ist es ein anderer Text. · erklärt in 1 Artikel
Partei-Affinität
Eine geschätzte Neigung zu einer politischen Partei. Sie wird nicht abgefragt, sondern aus anderen Merkmalen wie Wohnort, Alter und Kaufverhalten errechnet — der Betroffene erfährt davon in der Regel nichts. · erklärt in 1 Artikel
Patentfamilie
Eine Erfindung, die in mehreren Ländern zum Patent angemeldet wurde, zählt als eine Familie. So vermeidet man Doppelzählungen und kann Länder fair vergleichen. · erklärt in 1 Artikel
Patientenakte
Die gesammelten Behandlungsdaten eines Menschen bei Ärzten und Spitälern, heute meist elektronisch gespeichert. ChatGPT kann diese Daten in den USA auf Wunsch direkt einlesen. · erklärt in 1 Artikel
Pay-as-you-go
Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung, ohne festen Vertrag über eine Mindestmenge. Bei Cloudanbietern die teuerste, aber flexibelste Variante, vergleichbar mit einem Taxi statt eines Leasingwagens. · erklärt in 1 Artikel
PCB
Die Leiterplatte, also die grüne Trägerplatine, auf der alle Bauteile eines Geräts sitzen. Ihr Preis hängt stark an Kupfer. · erklärt in 1 Artikel
PCIe-Lanes
Die Datenleitungen, über die Grafikkarten und SSDs mit dem Prozessor sprechen. Je mehr davon, desto mehr schnelle Geräte lassen sich gleichzeitig anschließen. · erklärt in 1 Artikel
Peer-Review
Das übliche Prüfverfahren in der Wissenschaft: Fachleute, die nicht am Ergebnis beteiligt waren, lesen eine Arbeit vor der Veröffentlichung und suchen nach Fehlern. · erklärt in 2 Artikeln
personenbezogene Daten
Alle Angaben, die sich einer bestimmten Person zuordnen lassen, direkt über den Namen oder indirekt über Kennungen wie Geräte-IDs, Standort oder Kundennummer. · erklärt in 2 Artikeln
Petaflop
Eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde, also eine Zahl mit fünfzehn Nullen. Nvidia nennt diesen Wert als KI-Leistung des Geräts; er bezieht sich auf stark verkürzte Zahlenformate, wie sie nur in KI-Berechnungen üblich sind. · erklärt in 1 Artikel
Phase-in-Periode
Eine Übergangszeit, in der eine neue Abgabe stufenweise steigt, statt am ersten Tag in voller Höhe zu greifen. Firmen sollen sich darauf einstellen können. · erklärt in 1 Artikel
Philadelphia-Halbleiterindex
Ein Börsenindex, der die wichtigsten Halbleiterunternehmen zusammenfasst. Er dient als Messlatte dafür, wie sich die Branche insgesamt bewegt. · erklärt in 2 Artikeln
PHLX Semiconductor Index
Ein Korb aus rund dreißig Chipfirmen, kurz SOX genannt. Steigt er, geht es der Chipbranche an der Börse insgesamt gut. Einmal im Jahr wird geprüft, welche Firmen im Korb bleiben. · erklärt in 2 Artikeln
PHLX-Halbleiterindex
Ein Korb aus den wichtigsten börsennotierten Chipfirmen, dessen gemeinsamer Wert laufend berechnet wird. Er zeigt, ob die ganze Branche in eine Richtung läuft oder nur einzelne Unternehmen. · erklärt in 1 Artikel
PHY
Die Schaltung, die Daten zwischen zwei Chips physisch überträgt. Sie braucht Platz auf dem Chip und Strom, liefert aber selbst keine Rechenleistung. · erklärt in 1 Artikel
physische KI
KI in Geräten, die sich in der echten Welt bewegen oder etwas anfassen: Roboter, Maschinen in der Fabrik, chirurgische Instrumente. Der Unterschied zur KI im Rechenzentrum ist, dass ein Fehler hier nicht nur eine falsche Antwort ist. · erklärt in 1 Artikel
Place-and-Route
Der Arbeitsschritt, in dem festgelegt wird, wo jedes Bauteil auf dem Chip sitzt und wie die Leitungen dazwischen verlaufen. Vergleichbar mit dem Verlegen von Straßen und Häusern in einer Stadt — nur millionenfach. · erklärt in 1 Artikel
Platzierungsabschlag
Neue Aktien werden meist etwas billiger abgegeben als der aktuelle Börsenkurs, damit Käufer zugreifen. Der alte Kurs rutscht danach rechnerisch auf dieses tiefere Niveau. · erklärt in 1 Artikel
Plugin
Ein Zusatzbaustein, der ein Programm an ein anderes System anschließt. So kann das Modell etwa Dokumente aus der Kanzleisoftware lesen, ohne dass jemand sie von Hand hineinkopiert. · erklärt in 1 Artikel
Portfolio
Die Gesamtheit der Beteiligungen, die jemand hält. Je weniger einzelne Posten darin stecken, desto stärker hängt der Gesamtwert an wenigen Namen. · erklärt in 1 Artikel
Post-Quanten-Kryptografie
Verschlüsselungsverfahren, die auch dann sicher bleiben sollen, wenn es einmal leistungsfähige Quantencomputer gibt. Die US-Behörde NIST wählt in einem mehrjährigen Wettbewerb aus, welche davon Standard werden. · erklärt in 1 Artikel
Post-Training
Die Feinarbeit nach dem eigentlichen Training: Das Modell lernt, Anweisungen zu befolgen, Werkzeuge zu nutzen und heikle Anfragen abzulehnen. Das Wissen ändert sich dabei kaum, das Verhalten schon. · erklärt in 3 Artikeln
Pre-Market-Bewertung
Eine Prüfung, die stattfindet, bevor ein Produkt auf den Markt kommt — hier: KI-Modelle sollen schon vor ihrer Freigabe auf Sicherheitsrisiken untersucht werden. · erklärt in 1 Artikel
Pre-Money-Bewertung
Der Wert, mit dem ein Unternehmen vor dem Zufluss des neuen Geldes angesetzt wird. Das frische Kapital kommt erst oben drauf. · erklärt in 1 Artikel
Prefill
Der erste Arbeitsschritt, bei dem das Modell die eingegebene Frage komplett einliest, bevor es zu antworten beginnt. Bei langen Eingaben dauert dieser Schritt am längsten. · erklärt in 1 Artikel
Preparedness Framework
OpenAIs eigenes Regelwerk, das die Gefährlichkeit neuer Modelle in Stufen einteilt und je Stufe Auflagen vorschreibt. Die Einstufung nimmt das Unternehmen selbst vor, eine Behörde ist nicht beteiligt. · erklärt in 2 Artikeln
Preprint
Ein Forschungstext, den die Autoren veröffentlichen, bevor unabhängige Fachleute ihn geprüft haben. Er kann korrekt sein, geprüft ist er nicht. · erklärt in 1 Artikel
Primitive
Die kleinstmöglichen Grundbefehle eines Systems, aus denen sich alles Weitere zusammensetzt. Hier sind es zwei: etwas auslesen und etwas schreiben. · erklärt in 1 Artikel
Private Banking
Die Betreuung sehr vermögender Privatkunden durch eine Bank, mit eigenen Beratern und großen Einzeltransaktionen. Ungewöhnlich hohe Überweisungen fallen dort weniger auf als im Massengeschäft. · erklärt in 1 Artikel
Private Beta
Eine Testphase mit ausgewählten Nutzern, bevor ein Produkt öffentlich zugänglich wird. · erklärt in 1 Artikel
Private Cloud Compute
Apples eigene Server, auf die Anfragen ausgelagert werden, die für das Handy zu groß sind. Apple verspricht, dass dort nichts gespeichert wird und niemand bei Apple mitlesen kann. · erklärt in 2 Artikeln
Private Preview
Eine Testphase, zu der der Hersteller nur ausgewählte Kunden einlädt. Funktionen und Preise können sich bis zur allgemeinen Freigabe noch ändern. · erklärt in 1 Artikel
Private Processing
Metas Verfahren, Anfragen auf fremden Servern zu verarbeiten, ohne dass der Betreiber die Inhalte mitlesen kann. Vergleichbar mit einem verschlossenen Umschlag, den der Postbote weiterträgt, aber nicht öffnet. · erklärt in 1 Artikel
Private-Equity-Gesellschaft
Eine Firma, die mit dem Geld von Investoren ganze Unternehmen oder Unternehmensteile kauft, sie eine Weile führt und später mit Gewinn weiterverkauft. · erklärt in 1 Artikel
Privatplatzierung
Der Verkauf von Anteilen an einzelne, vorher ausgewählte Investoren statt über die Börse an alle. Der Preis wird direkt verhandelt. · erklärt in 1 Artikel
Privilege Escalation
Ein Fehler, durch den ein Nutzer sich mehr Rechte verschafft, als ihm zustehen. Etwa so, als käme man mit dem Besucherausweis in den Serverraum. · erklärt in 1 Artikel
probabilistische Vorhersage
Statt einer festen Antwort gibt das System an, wie wahrscheinlich verschiedene Möglichkeiten sind. Ähnlich wie eine Wettervorhersage, die 70 Prozent Regenwahrscheinlichkeit nennt statt einfach „es regnet“. · erklärt in 1 Artikel
Processing-in-Memory
Ein Teil der Rechenarbeit passiert direkt im Speicherbaustein. Das erspart den ständigen Weg der Daten zum Prozessor und zurück, der viel Strom und Zeit kostet. · erklärt in 1 Artikel
Profiling
Die automatische Auswertung des Verhaltens einer Person, um daraus Vorlieben abzuleiten. Wer nicht profiliert werden will, muss eine nicht personalisierte Ansicht wählen können. · erklärt in 3 Artikeln
Projektphase
Ein abgegrenzter Bauabschnitt eines großen Vorhabens. Eine Zusage nur für die erste Phase gilt nicht automatisch für alles, was danach gebaut wird. · erklärt in 1 Artikel
Prompt
Der Text, mit dem ein KI-Modell angewiesen wird. Bei Assistenten steckt darin auch die interne Anleitung, die der Nutzer nie zu sehen bekommt. · erklärt in 2 Artikeln
Prompt Injection
Ein untergeschobener Befehl an ein KI-Programm, den der Nutzer nie eingegeben hat. Etwa so, als würde jemand einen zusätzlichen Zettel in die Einkaufsliste schmuggeln, die der Bote abarbeitet. · erklärt in 2 Artikeln
Prompts
Die Eingaben, mit denen man einem KI-Programm sagt, was es tun soll. Ein Prompt kann eine Frage sein, eine Anweisung oder ein ganzer Text. · erklärt in 1 Artikel
Proof of Concept
Ein lauffähiges Beispielprogramm, das beweist, dass eine Lücke wirklich ausnutzbar ist. Es dient dem Nachweis, taugt aber auch als Bauanleitung für Angreifer. · erklärt in 1 Artikel
Prospekt
Das rechtlich verbindliche Dokument, mit dem ein Unternehmen vor einem Börsengang seine Zahlen und Risiken offenlegen muss. Solange es nicht eingereicht ist, ist nichts offiziell. · erklärt in 2 Artikeln
Proteinstruktur
Die dreidimensionale Form, in die sich ein Eiweißmolekül im Körper legt. Von dieser Form hängt ab, was das Protein tut und welche Wirkstoffe daran binden können. · erklärt in 1 Artikel
Protokoll
Eine vereinbarte Sprache, in der zwei Programme miteinander reden. Wer sich an dasselbe Protokoll hält, kann zusammenarbeiten, ohne den anderen vorher zu kennen. · erklärt in 1 Artikel
Provenance-Metadaten
Zusatzangaben, die in einer Datei mitgespeichert werden und festhalten, wer sie erzeugt hat und wann. Vergleichbar mit dem Herstellerschild auf der Rückseite eines Geräts. · erklärt in 1 Artikel
provisionierter Durchsatz
Ein Kunde kauft fest zugesagte Rechenkapazität pro Zeiteinheit, statt sie sich mit anderen zu teilen. Das kostet mehr, dafür bricht die Antwortzeit nicht in Lastspitzen ein. · erklärt in 1 Artikel
Public Affairs
Die Abteilung eines Unternehmens, die Kontakt zu Regierungen und Behörden hält. Sie erklärt Politikern die Interessen der Firma und umgekehrt. · erklärt in 1 Artikel
Public Benefit Corporation
Eine US-Gesellschaftsform, bei der neben dem Gewinn ein satzungsmäßig festgelegter Gemeinwohlzweck verfolgt werden muss. Die Geschäftsführung darf diesen Zweck gegen reine Renditeinteressen abwägen. · erklärt in 2 Artikeln
Public Beta
Eine öffentlich zugängliche Testphase vor dem offiziellen Start. Der Dienst funktioniert, kann sich aber noch ändern oder ausfallen. · erklärt in 1 Artikel
Puck
Ein flaches Kästchen, das man am Gürtel oder in der Hosentasche trägt. Darin steckt die Rechentechnik, die sonst in der Brille sitzen müsste, damit die Brille leicht bleibt. · erklärt in 1 Artikel
PUE
Ein Maß dafür, wie viel Strom ein Rechenzentrum insgesamt braucht, verglichen mit dem Strom, der wirklich in den Computern landet. Der Wert 1,0 wäre perfekt, alles darüber geht für Kühlung und Technik drumherum weg. · erklärt in 2 Artikeln
Pull Requests
Vorschläge, mit denen jemand eine Änderung an einem offenen Softwareprojekt einreicht. Ein Betreuer muss sie durchsehen und freigeben, bevor sie im Programm landen. · erklärt in 1 Artikel
Pull-Request
Ein Änderungsvorschlag an fremdem Programmcode, meist auf Plattformen wie GitHub. Er ist öffentlich sichtbar und kann von den Projektverantwortlichen übernommen werden. · erklärt in 1 Artikel
PyPI
Das zentrale Verzeichnis, aus dem Programmierer weltweit Zusatzbausteine für die Sprache Python herunterladen. Wer dort ein schädliches Paket einstellt, erreicht jeden, der es installiert. · erklärt in 1 Artikel

Q

Q2
Das zweite Geschäftsquartal, bei Amazon die Monate April bis Juni. Börsennotierte Unternehmen berichten ihre Zahlen viermal im Jahr. · erklärt in 1 Artikel
Q8
Eine Sparvariante, bei der die Zahlenwerte eines KI-Modells mit acht statt sechzehn Stellen gespeichert werden. Das halbiert den Speicherbedarf, kostet aber etwas Genauigkeit. · erklärt in 1 Artikel
QLC
Eine Bauart von Flash-Speicher, bei der jede Zelle vier Bit hält statt nur eines. Das senkt den Preis pro Gigabyte, kostet aber Tempo und Lebensdauer. · erklärt in 2 Artikeln
Quadruple Patterning
Ein Fertigungstrick, bei dem eine Chipstruktur in vier Belichtungsschritten entsteht, statt in einem. So lassen sich feinere Strukturen erzeugen, ohne die teuersten Belichtungsmaschinen zu besitzen. · erklärt in 1 Artikel
Qualifizierte Einrichtung
Ein staatlich anerkannter Verein, der stellvertretend für Verbraucher klagen darf. Einzelne müssen dann nicht selbst vor Gericht ziehen. · erklärt in 1 Artikel
Qualifizierung
Der Prüflauf, mit dem ein Hersteller ein fremdes Bauteil freigibt. Erst wenn es Belastungstests bestanden hat, darf es in die Serienfertigung. · erklärt in 1 Artikel
Quantisierung
Ein KI-Modell wird gröber gespeichert, damit es weniger Platz braucht. Wie ein Foto, das man kleiner rechnet: schneller zu laden, im Detail etwas ungenauer. · erklärt in 6 Artikeln
Quartalszahlen
Der Bericht eines börsennotierten Unternehmens über Umsatz und Gewinn der vergangenen drei Monate. Er erscheint zu einem festen Termin und wird an der Börse genau verfolgt. · erklärt in 1 Artikel
quelloffen
Der Programmcode ist öffentlich einsehbar und darf von jedem heruntergeladen und benutzt werden. Das erleichtert Forschung und Kontrolle, senkt aber auch die Hürde für Missbrauch. · erklärt in 2 Artikeln
Quiet Hours
Zeitfenster, in denen die Nutzung gesperrt ist, etwa nachts. Eltern können sie im Konto festlegen. · erklärt in 1 Artikel
Qwen
Die Familie der KI-Sprachmodelle von Alibaba. Ein Teil davon ist frei verfügbar und lässt sich auf eigenen Rechnern betreiben. · erklärt in 1 Artikel

R

Rack
Ein Serverschrank im Rechenzentrum. Mehrere Rechner stecken darin übereinander und teilen sich Strom und Kühlung. · erklärt in 2 Artikeln
RAG
Ein Verfahren, bei dem der Chatbot vor dem Antworten aktuelle Texte aus einer Quelle nachschlägt und daraus formuliert. Das Wissen steckt dann nicht im Modell, sondern kommt im Moment der Anfrage dazu. · erklärt in 1 Artikel
RAM
Der Arbeitsspeicher eines Geräts. Er bestimmt, wie viel gleichzeitig laufen kann. KI-Funktionen direkt auf dem Handy oder Notebook brauchen davon deutlich mehr als frühere Software, weil das Modell im Speicher liegen muss. · erklärt in 2 Artikeln
Ratepayer Protection Act
Ein US-Gesetzentwurf, der verhindern soll, dass die Stromrechnung normaler Haushalte steigt, weil neue Leitungen und Kraftwerke für sehr große Stromverbraucher gebaut werden. Bisher hat nur eine der beiden Kammern des Kongresses zugestimmt. · erklärt in 1 Artikel
RCMP
Die Royal Canadian Mounted Police, die Bundespolizei Kanadas. In British Columbia übernimmt sie zugleich die Aufgaben der örtlichen Polizei. · erklärt in 1 Artikel
Readout
Die schriftliche Zusammenfassung, die eine Regierung nach einem Gespräch auf höchster Ebene veröffentlicht. Beide Seiten verfassen sie getrennt, deshalb weichen die Fassungen oft voneinander ab. · erklärt in 1 Artikel
Reality Labs
Metas Abteilung für Brillen, Headsets und virtuelle Welten. Sie macht seit Jahren hohe Verluste und wird separat ausgewiesen. · erklärt in 1 Artikel
Reasoning Effort
Ein Regler dafür, wie lange das Modell vor der Antwort nachdenken darf. Mehr Nachdenken kostet mehr Rechenzeit und mehr Geld, bringt aber bei schwierigen Aufgaben bessere Ergebnisse. · erklärt in 1 Artikel
Reasoning-Modus
Ein Modus, in dem die KI vor der Antwort intern länger „nachdenkt“ und Zwischenschritte durchrechnet — besser bei schwierigen Aufgaben, dafür langsamer und teurer. · erklärt in 1 Artikel
Rechenarbeit je Watt
Wie viel ein Chip bei gleichem Stromverbrauch schafft. In Rechenzentren ist das die entscheidende Größe, weil dort nicht die Chips knapp sind, sondern der verfügbare Strom. · erklärt in 1 Artikel
Rechenkapazität
Die Menge an Rechenleistung, die für KI-Berechnungen zur Verfügung steht. Sie wird heute vermietet wie Lagerfläche, stunden- oder monatsweise. · erklärt in 2 Artikeln
Rechenleistung pro Watt
Wie viel ein Rechner für jede verbrauchte Einheit Strom leistet. Je höher der Wert, desto weniger Strom kostet dieselbe Arbeit. · erklärt in 1 Artikel
Rechenschaftspflicht
Ein Unternehmen muss die Datenschutzregeln einhalten und zusätzlich belegen können, dass es das tut. Fehlen die Nachweise, gilt das selbst schon als Verstoß. · erklärt in 1 Artikel
Rechenzentren
Große Hallen voller Computer, in denen KI-Modelle trainiert und betrieben werden. Sie brauchen viel Strom und Kühlwasser, weshalb es vor Ort oft Streit über Ansiedlungen gibt. · erklärt in 1 Artikel
Rechenzentrum
Ein Gebäude voller Computer, die rund um die Uhr laufen. Sie brauchen viel Strom und Kühlung, meistens mit Wasser. · erklärt in 1 Artikel
Rechenzentrums-GPUs
Die teuren Spezialchips, mit denen KI-Modelle trainiert und betrieben werden. Anders als eine Grafikkarte für Spiele lassen sie sich nicht einfach einstecken und benutzen: Sie brauchen passende Server, Kühlung, Software und Wartung durch den Hersteller. · erklärt in 1 Artikel
Rechenzentrumssparte
Der Geschäftsbereich, der Chips und Systeme an Betreiber großer Serverhallen verkauft. Bei Nvidia ist das inzwischen fast das gesamte Geschäft; Grafikkarten für Spieler sind nur noch ein Rest. · erklärt in 1 Artikel
Recht am eigenen Bild
Der Schutz davor, dass Bilder von einem selbst so verbreitet werden, dass berechtigte Interessen verletzt werden. In Österreich steht er in § 78 Urheberrechtsgesetz und gilt unabhängig von der DSGVO. · erklärt in 1 Artikel
Recht auf Geheimhaltung
Das österreichische Grundrecht darauf, dass Behörden und Firmen persönliche Daten nicht ohne gesetzliche Erlaubnis verarbeiten. Es steht im Datenschutzgesetz und gilt zusätzlich zu den europäischen Regeln. · erklärt in 1 Artikel
Recht der öffentlichen Wiedergabe
Das Recht zu bestimmen, ob ein Werk einem Publikum zugänglich gemacht wird, etwa im Radio, im Lokal oder über eine Website. Hier ging es um das, was Nutzer aus dem System herausbekommen. · erklärt in 1 Artikel
Rechtsgrundlage
Die gesetzliche Erlaubnis, personenbezogene Daten überhaupt zu verwenden. Ohne sie ist jede Verarbeitung rechtswidrig, auch wenn sie technisch einwandfrei läuft. · erklärt in 2 Artikeln
rechtskräftig
Ein Urteil ist rechtskräftig, wenn es nicht mehr angefochten werden kann. Solange eine Berufung möglich oder anhängig ist, gilt es zwar, kann aber noch aufgehoben werden. · erklärt in 1 Artikel
Red Teaming
Ein beauftragter Angriff auf die eigenen Systeme, um Schwachstellen vor echten Angreifern zu finden. Vergleichbar mit einem Einbrecher, den man selbst engagiert, damit er die Schlösser testet. · erklärt in 2 Artikeln
red-teamen
Ein Team versucht absichtlich, ein System zu Fehlern oder verbotenen Antworten zu bringen. Was dabei gelingt, gilt als Schwachstelle. · erklärt in 1 Artikel
Regalregistrierung
Eine Rahmengenehmigung bei der US-Börsenaufsicht, mit der ein Unternehmen später kurzfristig Wertpapiere ausgeben darf, ohne jedes Mal ein volles Verfahren zu durchlaufen. · erklärt in 1 Artikel
Registrierungsunterlage
Das Dokument, das ein Unternehmen vor einem Börsengang bei der Aufsichtsbehörde einreicht, mit Geschäftszahlen und Risiken. Es kann zunächst vertraulich eingereicht werden: Die Aufsicht prüft dann schon, die Öffentlichkeit sieht den Inhalt aber noch nicht. · erklärt in 1 Artikel
Regulierte Branchen
Wirtschaftszweige mit besonderen gesetzlichen Auflagen, etwa Banken, Versicherungen, Gesundheitswesen oder Energie. Dort gelten strengere Regeln dafür, wo Daten liegen und wer sie verarbeiten darf. · erklärt in 1 Artikel
reife Knoten
Ältere, längst eingespielte Fertigungsverfahren, etwa 28 Nanometer. Die Chips daraus sind nicht besonders schnell, aber billig und zuverlässig, und stecken in Autos, Waschmaschinen und Industriesteuerungen. · erklärt in 1 Artikel
Reinforcement Learning
Eine Trainingsmethode, bei der ein Modell für gute Lösungen belohnt und für schlechte bestraft wird, bis es die Aufgabe zuverlässig trifft. · erklärt in 5 Artikeln
Rekordschluss
Der höchste Schlusskurs, den ein Index je hatte. Gezählt wird der Stand am Handelsende, nicht ein kurzer Ausschlag mitten am Tag. · erklärt in 1 Artikel
rekursive Selbstverbesserung
Der Punkt, an dem ein KI-System sein eigenes Nachfolgemodell weitgehend allein entwickelt. Das gilt als kritische Schwelle, weil sich die Entwicklung dann beschleunigen kann, ohne dass Menschen noch mitkommen. · erklärt in 2 Artikeln
Release Candidate
Die letzte Testfassung einer Software vor der Veröffentlichung. Was dort fehlt, fehlt fast immer auch in der fertigen Version. · erklärt in 1 Artikel
Remote Code Execution
Ein Angreifer kann eigenen Programmcode auf einem fremden Rechner ausführen lassen. Damit hat er in der Regel dieselben Rechte wie der angemeldete Nutzer. · erklärt in 3 Artikeln
Rendite
Der jährliche Ertrag einer Staatsanleihe, gemessen am aktuellen Kaufpreis. Steigt der Kurs der Anleihe, sinkt die Rendite, und umgekehrt. · erklärt in 1 Artikel
Repository
Ein Online-Ablageort für Programmcode, auf den oft jeder zugreifen kann. Wer dort versehentlich Passwörter ablegt, macht sie öffentlich. · erklärt in 2 Artikeln
Research Preview
Eine frühe Vorabfassung, die ein Unternehmen einem ausgewählten Kreis zum Ausprobieren gibt. Sie ist ausdrücklich noch nicht fertig, und Funktionen können sich noch ändern oder wegfallen. · erklärt in 1 Artikel
Revenue-Share
Ein vertraglich fixierter Anteil am Umsatz, den ein Partner erhält, etwa ein Cloud-Anbieter, über dessen Infrastruktur der Dienst läuft. · erklärt in 1 Artikel
reverse Transkriptase
Ein Eiweiß, das aus RNA eine DNA-Kopie herstellt, also in die umgekehrte Richtung arbeitet als üblich. Viren nutzen das, um sich in die Erbanlagen ihres Wirts einzuschreiben. · erklärt in 1 Artikel
Revision
Das Rechtsmittel, mit dem eine Behörde oder Partei eine Gerichtsentscheidung beim Höchstgericht bekämpft. Geprüft wird dabei nur die Rechtsfrage, nicht der Sachverhalt. · erklärt in 1 Artikel
Reward Hacking
Wenn ein KI-System die Punktevorgabe eines Tests erfüllt, indem es die Aufgabe umgeht statt sie zu lösen. Etwa so, wie jemand die Lösungen abschreibt, statt zu rechnen. · erklärt in 1 Artikel
Rideshare-Mission
Ein Raketenstart, bei dem sich viele kleine Satelliten verschiedener Auftraggeber einen Flug teilen. Das ist deutlich billiger, als eine eigene Rakete zu buchen, dafür bestimmt man Termin und Umlaufbahn nicht selbst. · erklärt in 1 Artikel
RIS
Das Rechtsinformationssystem des Bundes, die amtliche Datenbank für Gesetze, Verordnungen und Gerichtsentscheidungen. Was dort nicht steht, ist in Österreich nicht in Kraft. · erklärt in 1 Artikel
Risikoanalyse
Die Pflichtübung, bei der eine Organisation vorab aufschreibt, was bei der Verarbeitung von Personendaten schiefgehen kann und wie wahrscheinlich das ist. Daraus leiten sich die Schutzmaßnahmen ab. · erklärt in 1 Artikel
Robo-Advisor
Eine automatische Anlageberatung. Der Kunde füllt Fragen zu Einkommen und Risikobereitschaft aus, die Software schlägt daraufhin eine Geldanlage vor, ohne dass ein Berater mitliest. · erklärt in 1 Artikel
robots.txt
Eine kleine Datei auf einer Website, in der steht, welche Bereiche Suchmaschinen ansehen dürfen. Eine Art Hausordnung für automatische Besucher. · erklärt in 1 Artikel
ROCm
AMDs Software-Unterbau, damit KI-Programme auf AMD-Chips laufen. Nvidia hat mit CUDA seit Jahren das Gegenstück, und genau dieser Software-Vorsprung ist bisher AMDs größte Hürde im KI-Geschäft. · erklärt in 1 Artikel
Rohdaten
Die unbearbeiteten Messwerte direkt vom Kamerasensor, noch kein fertiges Bild. Wer sie verarbeitet, hat mehr Spielraum als jemand, der ein fertiges Foto nachbearbeitet. · erklärt in 1 Artikel
Rollout
Die schrittweise Verteilung einer Software-Änderung an die Geräte. Nicht alle bekommen sie am selben Tag, sondern nach und nach über Wochen. · erklärt in 1 Artikel
Routing
Die Entscheidung, welche Anfrage an welches Modell geht, meist nach Aufgabe, Geschwindigkeit oder Kosten. Vergleichbar mit der Wahl des günstigsten Versanddienstleisters je Paket. · erklärt in 1 Artikel
Royalties
Lizenzgebühren. Arm entwirft Chip-Baupläne und erhält für jeden ausgelieferten Chip, der darauf beruht, einen Anteil am Preis. · erklärt in 1 Artikel
RubyGems
Das zentrale Lager für Softwarebausteine der Programmiersprache Ruby. Entwickler laden sich von dort fertige Bauteile in ihre Programme, ähnlich wie man Zutaten aus einem Großhandel bezieht. · erklärt in 1 Artikel
Run-Rate
Der Umsatz eines aktuellen Zeitraums auf ein volles Jahr hochgerechnet. Läuft ein Monat mit 100 Millionen, ergibt das eine Run-Rate von 1,2 Milliarden, auch wenn dieser Betrag im vergangenen Jahr nie geflossen ist. · erklärt in 2 Artikeln
Run-Rate-Umsatz
Der aktuelle Umsatz auf ein volles Jahr hochgerechnet. Er beschreibt das laufende Tempo, nicht das tatsächlich vereinnahmte Jahresergebnis. · erklärt in 1 Artikel

S

S-1
Das Zulassungsdokument, das ein US-Unternehmen bei der Börsenaufsicht SEC einreicht, wenn es an die Börse gehen will. Es enthält Zahlen, Risiken und die Eigentümerstruktur. · erklärt in 1 Artikel
Safety by Design
Sicherheit muss schon beim Entwurf eines Dienstes eingebaut werden, nicht erst nachträglich als Einstellung oder Warnhinweis. Wer einen Dienst baut, muss also von Anfang an so bauen, dass er auch für Kinder unbedenklich ist. · erklärt in 2 Artikeln
Safety-Kommentare
Kurze Notizen im Programmtext, die begründen, warum eine besonders heikle Stelle trotzdem gefahrlos ist. Sie sind für spätere Prüfer gedacht, nicht für den Computer. · erklärt in 1 Artikel
Sammelklage
Ein Verfahren, in dem einige wenige Kläger stellvertretend für eine große Gruppe von Betroffenen klagen. Das Urteil wirkt dann für alle, die zu dieser Gruppe gehören, ohne dass jeder Einzelne selbst vor Gericht ziehen muss. · erklärt in 8 Artikeln
Samples
Vorserienstücke, die ein Hersteller einzelnen Kunden zum Testen schickt. Sie kommen üblicherweise ein bis zwei Jahre vor der Serienfertigung. · erklärt in 1 Artikel
Sampling
Die Phase, in der ein Hersteller Vorserienexemplare eines Chips an ausgewählte Kunden zum Testen gibt. Der Verkauf an alle folgt erst danach. · erklärt in 1 Artikel
Sandbox
Ein abgeschotteter Bereich auf einem Rechner, in dem ein Programm arbeiten darf, ohne an den Rest des Systems zu kommen. Hier läuft darin der selbst gebaute Code der Anwender. · erklärt in 14 Artikeln
Schadenersatz
Geld, das ein Verursacher zahlen soll, um entstandene Kosten auszugleichen. Hier geht es um die Ausgaben der Provinz für Einsatzkräfte und Wiederaufbau. · erklärt in 1 Artikel
Schadsoftware
Programmcode, der absichtlich Schaden anrichtet, etwa indem er Daten löscht oder fremde Zugänge blockiert. Selbstreplizierend heißt, dass er sich selbst weiterkopiert. · erklärt in 1 Artikel
Schlüsselraum
Die Anzahl aller theoretisch möglichen Schlüssel eines Verfahrens. Eine riesige Zahl heißt nicht automatisch Sicherheit, weil geschickte Analyse den größten Teil der Möglichkeiten von vornherein ausschließt. · erklärt in 1 Artikel
Schlusskurs
Der letzte Preis, zu dem eine Aktie an einem Handelstag gehandelt wurde. Er ist der Vergleichspunkt für den nächsten Tag. · erklärt in 14 Artikeln
Schnittstelle
Ein technischer Zugang, über den ein anderes Programm die Prüfung automatisch abfragen kann. Damit muss niemand jede Datei einzeln von Hand hochladen. · erklärt in 1 Artikel
Schülermodell
Ein neues KI-Modell, das mit den Antworten eines bereits fertigen Modells trainiert wird, statt von Grund auf zu lernen. · erklärt in 1 Artikel
Schutzmechanismen
Eingebaute Sperren, die verhindern sollen, dass ein KI-System gefährliche Auskünfte gibt oder schädliche Aufgaben ausführt. · erklärt in 1 Artikel
Schweinezyklus
Das Auf und Ab einer Branche, in der alle gleichzeitig Kapazität aufbauen, wenn die Preise hoch sind, und dann gemeinsam ins Überangebot laufen. · erklärt in 1 Artikel
Scientist AI
Ein KI-Entwurf, der die Welt erklären und Wahrscheinlichkeiten angeben soll, statt selbst etwas zu tun. Er verhält sich wie ein Gutachter, der eine Einschätzung abgibt, und nicht wie ein Mitarbeiter, der losgeht und handelt. · erklärt in 1 Artikel
Scoring
Ein Rechenverfahren schätzt aus gespeicherten Daten, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand seine Rechnungen bezahlt. Das Ergebnis ist eine Zahl, an der Banken, Vermieter und Mobilfunkanbieter ihre Entscheidung ausrichten. · erklärt in 2 Artikeln
Scraping
Das automatisierte Absaugen von Inhalten aus Webseiten durch ein Programm. Es ruft Seite für Seite ab und speichert den Text, ohne dass ein Mensch mitliest. · erklärt in 2 Artikeln
SEC
Die US-Börsenaufsicht. Sie überwacht Wertpapiermärkte und schreibt vor, welche Angaben Unternehmen und Investoren offenlegen müssen. · erklärt in 1 Artikel
Sechs-Ebenen-Design
Der Speicherchip ist intern in sechs Bereiche geteilt, die gleichzeitig arbeiten können. Wie sechs Kassen im Supermarkt statt einer: Es wird nicht mehr eingekauft, aber alle sind schneller durch. · erklärt in 1 Artikel
Seekabel
Glasfaserkabel auf dem Meeresboden. Fast der gesamte Datenverkehr zwischen Kontinenten läuft darüber, nicht über Satelliten. · erklärt in 1 Artikel
Sektorrotation
Wenn Anleger ihr Geld aus einer Branche abziehen und in eine andere stecken. Die Summe bleibt ähnlich, sie verteilt sich nur anders. · erklärt in 1 Artikel
sektorspezifisch
Eine Bewegung, die nur eine bestimmte Branche betrifft, während der restliche Markt ruhig bleibt. Das deutet auf einen Anlass hin, der genau diese Branche angeht. · erklärt in 1 Artikel
selbständiger Antrag
Ein eigenständig eingebrachter Antrag. Er geht zuerst in einen Fachausschuss, der ihn verhandeln muss, bevor das Plenum darüber abstimmt. Das kann Monate dauern oder gar nicht passieren. · erklärt in 1 Artikel
Selbstbevorzugung
Wenn ein Anbieter, der gleichzeitig den Marktplatz betreibt, die eigenen Angebote sichtbarer platziert als die der Konkurrenz. Der Betreiber ist damit Schiedsrichter und Mitspieler zugleich. · erklärt in 1 Artikel
Selbstregulierungsorganisation
Eine Einrichtung, in der sich eine Branche eigene Regeln gibt und deren Einhaltung selbst überwacht. Der Staat erkennt sie an, führt sie aber nicht. · erklärt in 2 Artikeln
selbstrekursive Modelle
KI-Systeme, die an ihrer eigenen Nachfolgeversion mitarbeiten, etwa indem sie Trainingsdaten erzeugen oder Verbesserungen vorschlagen. Die Sorge dahinter: Die Entwicklung beschleunigt sich dann von selbst. · erklärt in 1 Artikel
Serie D
Die vierte größere Finanzierungsrunde eines jungen Unternehmens. Je höher der Buchstabe, desto weiter ist die Firma und desto mehr Geld fließt üblicherweise. · erklärt in 1 Artikel
Serienfertigung
Der Punkt, ab dem eine Fabrik ein Produkt nicht mehr testweise, sondern in großen Stückzahlen für Kunden herstellt. · erklärt in 1 Artikel
Series A
Die erste große Finanzierungsrunde eines Startups nach dem Startkapital der Gründungsphase. Investoren kaufen dabei Anteile am Unternehmen, das Geld geht in die Firma und nicht an die Gründer. · erklärt in 1 Artikel
Series B
Die zweite größere Finanzierungsrunde eines jungen Unternehmens durch Investoren. Dabei wird auch festgelegt, wie viel das ganze Unternehmen rechnerisch wert ist. · erklärt in 1 Artikel
Series D
Die vierte große Finanzierungsrunde eines jungen Unternehmens. Je weiter das Alphabet, desto reifer und teurer ist die Firma in der Regel. · erklärt in 1 Artikel
Series G
Die Bezeichnung für eine spätere Finanzierungsrunde eines noch nicht börsennotierten Unternehmens. Die Buchstaben zählen die Runden in ihrer Reihenfolge durch. · erklärt in 1 Artikel
Server
Die Computer eines Unternehmens, auf denen dessen Webseite läuft. Wer die Seite aufruft, holt sich die Daten von dort. · erklärt in 1 Artikel
Server-DRAM
Arbeitsspeicher, der für Rechenzentren gebaut wird. Er entsteht in denselben Fabriken wie der Speicher für normale PCs, bringt dem Hersteller aber mehr Geld pro Stück ein. · erklärt in 2 Artikeln
Service-Tier
Eine Leistungsstufe der Schnittstelle. Dieselbe Anfrage wird je nach Stufe schneller oder langsamer beantwortet, meist zu unterschiedlichen Preisen. · erklärt in 1 Artikel
Services
Bei Apple das Geschäft mit Abos und digitalen Diensten, also App Store, iCloud, Musik und Werbung. Es gilt als Wachstumsbereich neben dem Gerätegeschäft. · erklärt in 1 Artikel
SGT
Singapore Time, die Zeitzone von Singapur. Sie liegt sechs Stunden vor der mitteleuropäischen Sommerzeit. · erklärt in 1 Artikel
SHA-Pin
Eine Software wird nicht auf eine Versionsnummer festgelegt, sondern auf eine eindeutige Prüfsumme eines bestimmten Stands. Ändert jemand den Inhalt, passt die Prüfsumme nicht mehr. Das ist jedenfalls die Idee. · erklärt in 1 Artikel
Sherman Act
Das älteste Kartellgesetz der USA, in Kraft seit 1890. Sein erster Abschnitt verbietet Absprachen zwischen Wettbewerbern, die den Handel beschränken. · erklärt in 1 Artikel
Short-Squeeze
Wer auf fallende Kurse gesetzt hat, muss bei steigenden Kursen Aktien zurückkaufen. Diese Käufe treiben den Kurs zusätzlich nach oben, oft sehr schnell. · erklärt in 1 Artikel
Sicherheitskontrollen
Technische Sperren, die festlegen, was ein Programm darf und was nicht. Ähnlich einer Zutrittskarte, die nur bestimmte Türen öffnet. · erklärt in 1 Artikel
Signalaufklärung
Das Abhören und Auswerten von Funk, Telefonie und Datenverkehr durch Nachrichtendienste. Die Ergebnisse sind in der Regel geheim eingestuft. · erklärt in 1 Artikel
Silizium
Im Branchenjargon der Chip selbst, benannt nach dem Material, aus dem er besteht. Von eigenem Silizium spricht man, wenn eine Firma ihre Prozessoren selbst entwirft. · erklärt in 1 Artikel
Smart Glasses
Brillen mit eingebauter Kamera, Mikrofon und Datenverbindung. Datenschutzrechtlich ist vor allem heikel, dass Umstehende nicht erkennen können, ob gerade aufgenommen wird. · erklärt in 2 Artikeln
Snapdragon X2 Plus
Ein Prozessor von Qualcomm für Windows-Notebooks, der auf Sparsamkeit ausgelegt ist und einen eigenen KI-Baustein mitbringt. Er verwendet eine andere Bauart als die üblichen Intel- und AMD-Chips. · erklärt in 1 Artikel
SO-DIMM
Die kleine Bauform von Arbeitsspeicher-Riegeln, wie sie in Notebooks steckt. Funktional dasselbe wie im Desktop-PC, nur kürzer, damit sie ins flache Gehäuse passt. · erklärt in 1 Artikel
SoC
Ein einziger Chip, auf dem Hauptprozessor, Grafik und KI-Teil zusammen sitzen. Statt mehrerer Bauteile auf der Platine gibt es ein Stück Silizium, das alles erledigt. · erklärt in 2 Artikeln
Social Scoring
Die automatische Bewertung von Menschen anhand ihres Verhaltens, aus der dann Vor- oder Nachteile folgen. Die KI-Verordnung verbietet das. · erklärt in 1 Artikel
Sockel
Die Fassung auf dem Mainboard, in die der Prozessor gesetzt wird. Wechselt der Sockel, passt der neue Prozessor nicht mehr auf das alte Mainboard. · erklärt in 1 Artikel
Sockel AM5
Die Fassung auf einer PC-Hauptplatine, in die ein AMD-Prozessor gesteckt wird. Wer dafür Speicher freigibt, erklärt ihn für gewöhnliche Heim-PCs als geeignet. · erklärt in 1 Artikel
SoCs
Ein einzelner Chip, der Hauptprozessor, Grafikeinheit, KI-Rechenwerk und Funkteil vereint. In Smartphones steckt praktisch immer so ein Kombichip statt vieler einzelner Bauteile. · erklärt in 1 Artikel
Sorgfaltspflicht
Die rechtliche Verpflichtung, absehbare Schäden vorher zu prüfen und zu verhindern. Wer sie verletzt, haftet für die Folgen. · erklärt in 1 Artikel
Soundness
Die Zusage der Programmiersprache Rust, dass korrekt geschriebener Code bestimmte schwere Speicherfehler gar nicht erst erzeugen kann. Bricht diese Zusage, sind auch alle Programme darüber angreifbar. · erklärt in 1 Artikel
Souveräne KI
Der Anspruch, KI-Modelle und die zugehörigen Rechenzentren im eigenen Land und unter eigenem Recht zu betreiben. Der Begriff wird von Staaten und Anbietern gleichermaßen als Verkaufsargument genutzt. · erklärt in 1 Artikel
souveräne Recheninfrastruktur
Rechenzentren, die im eigenen Land stehen und der eigenen Rechtsordnung unterliegen. Damit hängt der Betrieb nicht davon ab, ob ein ausländischer Anbieter den Zugang weiter gewährt. · erklärt in 1 Artikel
SOXX
Ein Börsenindex, der die Kurse großer Halbleiterunternehmen zusammenfasst. Er dient als Messlatte dafür, wie sich die Branche insgesamt bewegt. · erklärt in 1 Artikel
Sparse MoE
Ein Bauprinzip, bei dem ein Modell aus viel Teilwissen besteht, pro Anfrage aber nur einen kleinen Teil davon einschaltet. Deshalb ist es billiger im Betrieb, als seine Gesamtgröße vermuten lässt. · erklärt in 1 Artikel
SPECrate
Ein genormter Testlauf, der misst, wie viele Rechenaufgaben ein Prozessor gleichzeitig abarbeitet. Weil alle Hersteller denselben Test verwenden, lassen sich Chips damit vergleichen, solange die Messbedingungen offengelegt sind. · erklärt in 1 Artikel
Spectrum-X
Nvidias Komplettpaket aus Netzwerk-Technik, das speziell dafür gebaut ist, riesige Verbünde von KI-Chips ohne Stau miteinander reden zu lassen. · erklärt in 1 Artikel
Speech-to-Speech
Das Modell verarbeitet gesprochene Sprache direkt und antwortet gesprochen, ohne den Umweg über geschriebenen Text. Das verkürzt die Pause im Gespräch. · erklärt in 1 Artikel
Speicherbegrenzung
Daten dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie es für den Zweck nötig ist. Danach müssen sie gelöscht oder anonymisiert werden. · erklärt in 1 Artikel
Speicherinterface
Die Breite der Datenleitung zwischen Rechenchip und Speicher, angegeben in Bit. Je breiter, desto mehr Daten passen pro Takt durch, ähnlich der Anzahl der Fahrspuren einer Straße. · erklärt in 1 Artikel
Speicherknappheit
Es werden weltweit mehr Speicherchips gebraucht als produziert. Wer zahlt, bekommt sie zuerst, alle anderen warten oder zahlen mehr. · erklärt in 1 Artikel
Speichermodule
Die einzelnen Speicherbausteine, die auf der Platine der Grafikkarte sitzen. Sie sind festgelötet und im Normalfall nicht austauschbar. · erklärt in 1 Artikel
Spezifikationsentscheidung
Ein Beschluss der EU-Kommission, der einer Plattform genau vorschreibt, wie sie eine allgemein formulierte Pflicht aus dem Gesetz konkret erfüllen muss. Er ersetzt keine Strafe, sondern legt Handlungen und Fristen fest. · erklärt in 1 Artikel
Spotpreis
Der Preis für eine einzelne, kurzfristige Lieferung am freien Markt. Er schwankt stark und liegt oft weit über oder unter dem, was Großkunden mit festen Verträgen zahlen. · erklärt in 5 Artikeln
Spotpreise
Die Preise für sofort verfügbare Ware am freien Markt, ohne langfristigen Vertrag. Sie reagieren schneller auf Knappheit als vereinbarte Lieferpreise. · erklärt in 1 Artikel
Sprachassistent
Ein Programm, das gesprochene Befehle entgegennimmt und ausführt, etwa einen Wecker stellt oder eine Nachricht vorliest. · erklärt in 1 Artikel
Sprachmodell
Das Programm hinter Diensten wie ChatGPT. Es setzt Texte zusammen, indem es das jeweils wahrscheinlichste nächste Wort anhängt. Es schlägt dabei nichts in einer Datenbank nach. · erklärt in 1 Artikel
Sprachmodus
Man spricht mit dem Programm und bekommt gesprochene Antworten, statt zu tippen. · erklärt in 1 Artikel
Sprungbrett
Ein weniger geschütztes System, über das Angreifer sich Zugang zu einem besser geschützten verschaffen. Backup- und Testrechner eignen sich dafür, weil sie oft dieselben Zugangsdaten kennen wie der Echtbetrieb. · erklärt in 1 Artikel
SRAM
Der schnellste Speicher direkt im Prozessor, meist als Cache genutzt. Er braucht viel Chipfläche, weshalb seine Dichte darüber entscheidet, wie viel Cache ein Hersteller sich leisten kann. · erklärt in 1 Artikel
Staatliche Beihilfe
Jede finanzielle Unterstützung, die ein Staat einzelnen Unternehmen gibt: Zuschuss, günstiger Kredit, Steuernachlass. In der EU ist so etwas grundsätzlich verboten und nur mit Genehmigung der Kommission erlaubt. · erklärt in 1 Artikel
Staatsfonds
Ein staatlicher Investmentfonds, der Vermögen des Landes anlegt. Saudi-Arabiens Public Investment Fund gehört zu den größten der Welt und finanziert den Umbau der Wirtschaft weg vom Öl. · erklärt in 4 Artikeln
Standardmodell
Das Sprachmodell, das ein Unternehmen intern voreinstellt, damit nicht jede Abteilung selbst wählt. Wer ein anderes will, muss das begründen. · erklärt in 1 Artikel
Standortdaten
Angaben darüber, wo sich ein Gerät befindet. Viele Apps geben sie an Werbefirmen weiter, damit Anzeigen zur Umgebung des Nutzers passen. · erklärt in 1 Artikel
Standortverlauf
Eine Funktion im Handy, die dauerhaft mitschreibt, wo das Gerät war. Daraus lässt sich über Wochen hinweg nachvollziehen, wann jemand wo gewesen ist. · erklärt in 1 Artikel
STAR Market
Das Börsensegment für Technologiefirmen an der Börse Shanghai, gedacht als chinesisches Gegenstück zur Nasdaq. Ausländische Anleger kommen nur eingeschränkt hinein. · erklärt in 4 Artikeln
Stealth-Modell
Ein KI-Modell, das anonym unter einem Decknamen auf Testportalen läuft, damit Nutzer es unvoreingenommen bewerten. Der Anbieter gibt sich erst später zu erkennen. · erklärt in 1 Artikel
Stichtagswert
Der Wert eines Aktienpakets an einem bestimmten Tag, gerechnet zum damaligen Kurs. Bewegt sich der Kurs danach, stimmt die Zahl nicht mehr, sie wird aber nicht nachträglich korrigiert. · erklärt in 1 Artikel
Stiftungsmodell
Ein Projekt wird an eine neutrale Organisation übergeben, statt bei seinem Erfinder zu bleiben. Wettbewerber können dann mitentwickeln, ohne sich von einer Firma abhängig zu machen. · erklärt in 1 Artikel
Stillhaltefrist
Der Zeitraum nach der Anmeldung, in dem der Mitgliedstaat sein Gesetz nicht beschließen darf. Regulär drei Monate, damit Kommission und andere Staaten den Entwurf prüfen können. · erklärt in 1 Artikel
Stimmklonung
Software erzeugt aus wenigen Sekunden Tonaufnahme eine künstliche Stimme, die wie die Vorlage klingt und beliebige Sätze sprechen kann. Für die Aufnahme genügen öffentliche Interviews oder eine Mailbox-Ansage. · erklärt in 1 Artikel
Stimmrechte
Das Recht, bei Beschlüssen der Anteilseigner mitzuentscheiden, etwa über die Besetzung des Aufsichtsgremiums. Wer mehr als die Hälfte der Stimmrechte hält, kann solche Beschlüsse allein tragen. · erklärt in 1 Artikel
Strafanzeige
Die Mitteilung an eine Staatsanwaltschaft oder Polizei, dass jemand eine Straftat begangen haben könnte. Sie verpflichtet die Behörde zu prüfen, ob ermittelt wird, sagt aber noch nichts über Schuld aus. · erklärt in 2 Artikeln
Strafschadenersatz
Eine Zahlung, die über den tatsächlichen Schaden hinausgeht und den Beklagten abschrecken soll. Im deutschsprachigen Recht gibt es das nicht, im US-Recht ist es üblich. · erklärt in 1 Artikel
Strap-Resistoren
Winzige Bauteile auf der Platine, über die die Karte beim Einschalten erfährt, welche Hardware verbaut ist. Ändert man den Speicher, muss man auch diese Angabe ändern. · erklärt in 1 Artikel
Straßenpreise
Die Preise, die ein normaler Käufer im Laden oder im Onlineshop tatsächlich zahlt. Sie können deutlich über dem liegen, was Großabnehmer für dieselbe Ware zahlen. · erklärt in 1 Artikel
strukturierte Daten
Daten in fester Ordnung, also Zeilen und Spalten mit klarer Bedeutung — Buchhaltung, Lagerbestand, Personalstamm. Das Gegenteil sind unstrukturierte Daten wie E-Mails oder Aktenvermerke. · erklärt in 1 Artikel
Study Mode
Eine Betriebsart von ChatGPT, die eine Aufgabe Schritt für Schritt gemeinsam durchgeht, statt gleich das Ergebnis hinzuschreiben. Gedacht wie ein Nachhilfelehrer, der Fragen zurückstellt. · erklärt in 1 Artikel
Subagenten
Kleine Helfer-Programme, die ein größerer Agent für Teilaufgaben startet. Etwa so, wie ein Bauleiter einzelne Gewerke parallel arbeiten lässt, während er selbst weiterplant. · erklärt in 1 Artikel
Suchindex
Das Verzeichnis, in dem eine Suchmaschine speichert, welche Inhalte auf welcher Seite stehen. Wird eine Website abgeschaltet, bleiben ihre Einträge im Index oft noch wochenlang abrufbar. · erklärt in 1 Artikel
summary judgment
Eine Entscheidung in der Hauptsache ohne Beweisaufnahme vor Gericht, weil der Sachverhalt zwischen den Parteien unstreitig ist und nur noch Rechtsfragen offen sind. Sie beendet den Rechtsstreit in erster Instanz, anders als eine einstweilige Anordnung. · erklärt in 1 Artikel
Superintelligenz
Ein hypothetisches KI-System, das dem Menschen in praktisch allen Bereichen überlegen ist. Es existiert nicht; der Begriff bezeichnet ein Ziel beziehungsweise ein Risikoszenario, nicht ein Produkt. · erklärt in 4 Artikeln
SuperPoD
Ein einzelner, sehr großer Rechenverbund, in dem tausende KI-Chips so eng verschaltet sind, dass Software sie wie einen Computer ansprechen kann. Der Vorteil liegt weniger im einzelnen Chip als darin, wie schnell alle miteinander reden. · erklärt in 2 Artikeln
supply chain risk
Wörtlich Lieferkettenrisiko. Die Einstufung besagt, dass ein Zulieferer die Sicherheit der Behörde gefährden könnte, und schließt ihn von Aufträgen aus. · erklärt in 2 Artikeln
Supply-Chain-Angriff
Ein Einbruch nicht direkt beim Ziel, sondern über einen Zulieferer oder ein genutztes Werkzeug. Hier soll der Angreifer über einen Mitarbeiter an Zugangsdaten für Entwicklungs- und Cloud-Systeme gekommen sein. · erklärt in 1 Artikel
suspension of the rules
Ein beschleunigtes Verfahren im US-Repräsentantenhaus für Vorlagen, bei denen kaum Streit erwartet wird. Es gibt nur kurze Debatte und keine Änderungsanträge, dafür braucht der Entwurf eine Zweidrittelmehrheit. · erklärt in 1 Artikel
SWE-bench Verified
Ein Test für Programmier-KI. Das Modell bekommt echte Fehlerberichte aus offenen Software-Projekten und soll sie selbstständig beheben. Gewertet wird nur, was die vorhandenen Tests des Projekts danach besteht, nicht, ob der Code hübsch aussieht. · erklärt in 1 Artikel
synthetic performer
Ein am Computer erzeugter Mensch in einer Werbung, den es in Wirklichkeit nicht gibt und der von einem echten Menschen kaum zu unterscheiden ist. Das New Yorker Gesetz verwendet diesen Begriff als Anknüpfungspunkt für die Offenlegungspflicht. · erklärt in 1 Artikel
synthetische Daten
Trainingsmaterial, das nicht aus der echten Welt stammt, sondern eigens erzeugt wurde. Vorteil: keine fremden Daten im Spiel. Nachteil: Das Modell lernt an Beispielen, die jemand sich ausgedacht hat. · erklärt in 1 Artikel
SynthID
Ein unsichtbares Wasserzeichen von Google, das in erzeugtem Bild, Ton oder Video steckt. Prüfwerkzeuge erkennen daran, dass das Material von einer KI stammt. · erklärt in 2 Artikeln
SynthID-Text
Ein von Google entwickeltes Verfahren, das Markierungen in maschinell geschriebenen Text einbaut. Anthropic hat seinen Ansatz davon abgeleitet. · erklärt in 1 Artikel
System Card
Das Begleitdokument, das ein Hersteller zu einem neuen Modell veröffentlicht: was es kann, wo es versagt und welche Risiken die eigenen Tests gefunden haben. · erklärt in 1 Artikel
System-on-Module
Eine fertig bestückte kleine Platine mit Chip, Speicher und Anschlüssen. Ein Gerätehersteller steckt sie in sein Produkt, statt selbst eine Hauptplatine zu entwickeln, und spart damit Entwicklungszeit. · erklärt in 1 Artikel
systemische Risiken
Gefahren, die nicht aus einem einzelnen Beitrag entstehen, sondern aus der Funktionsweise des Dienstes selbst, etwa weil ein Empfehlungssystem bestimmte Inhalte massenhaft verbreitet. Der Dienst muss sie selbst suchen, bewerten und eindämmen. · erklärt in 1 Artikel
Systemprompt
Eine Anweisung, die der Anbieter jedem Gespräch unsichtbar voranstellt. Sie legt fest, wie sich der Chatbot verhält und was er ablehnt, ohne dass der Nutzer sie sieht. · erklärt in 1 Artikel

T

Tabular Foundation Models
KI-Modelle, die auf Tabellen und Datenbanken trainiert sind statt auf Fließtext. Sie beantworten Fragen wie „welche Rechnungen bleiben offen“ direkt aus den Datensätzen — dort, wo Unternehmen ihre Zahlen tatsächlich führen. · erklärt in 1 Artikel
Tageslimit
Eine Obergrenze, um die ein Kurs an der koreanischen Börse an einem Tag steigen oder fallen darf. Ist sie erreicht, ruht die Preisbewegung bis zum nächsten Handelstag. · erklärt in 1 Artikel
Taskforce
Eine Arbeitsgruppe, die für ein bestimmtes Thema eingesetzt wird und Empfehlungen erarbeitet. Sie kann selbst nichts beschließen, sondern liefert die Grundlage für spätere Entscheidungen. · erklärt in 1 Artikel
Taxonomie
Eine feste Liste von Kategorien, nach denen etwas eingeordnet wird, hier also die Arten von unerwünschten Inhalten. Bei den meisten Filtermodellen steht diese Liste beim Bau fest und lässt sich später nicht mehr ändern. · erklärt in 1 Artikel
TDDDG
Das deutsche Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz. Es regelt unter anderem, welche Geräte zum Abhören und Filmen verkauft werden dürfen. · erklärt in 1 Artikel
TDM
Kurz für Text und Data Mining. Gemeint ist das maschinelle Auswerten großer Mengen an Texten oder Bildern, um daraus Muster zu gewinnen. Genau darauf beruht das Training von KI-Modellen. · erklärt in 1 Artikel
TDP
Die Wärmemenge, für die die Kühlung eines Prozessors ausgelegt sein muss, angegeben in Watt. Grob gesagt: das Strom- und Hitzebudget, in dem sich der Chip bewegen darf. · erklärt in 1 Artikel
Techniker
In der Chipfertigung die Beschäftigten, die Anlagen bedienen, warten und Störungen beheben. Sie brauchen meist keinen Hochschulabschluss, ohne sie steht aber die gesamte Produktion still. · erklärt in 1 Artikel
Telemetriedaten
Die laufenden Betriebsaufzeichnungen eines Systems: was wann angefragt, ausgeführt und übertragen wurde. Für eine Untersuchung nach einem Vorfall ist das die wichtigste Spur. · erklärt in 1 Artikel
Template-Injection
Ein Angriff, bei dem in eine Textvorlage Befehle geschmuggelt werden, die das Programm dann ausführt. Etwa so, als würde man in ein Formularfeld statt eines Namens eine Anweisung an den Sachbearbeiter schreiben, die dieser blind befolgt. · erklärt in 1 Artikel
Terabit
Eine Maßeinheit für Speichermenge. Acht Terabit ergeben ein Terabyte, zwei Terabit entsprechen also 250 Gigabyte auf einem einzelnen Chip. · erklärt in 1 Artikel
Testbescheinigung
Eine behördliche Bestätigung für die Organisation, die Testfahrten durchführt. Sie ist Voraussetzung für die Erprobung und kann bei Gefährdung oder Unfall widerrufen werden. · erklärt in 1 Artikel
Testgerüst
Die Software rund um die eigentliche Aufgabe, die den Test aufsetzt, bewertet und protokolliert. Wer sie manipuliert, verändert nicht seine Leistung, sondern die Note. · erklärt in 1 Artikel
Testumgebung
Ein abgeschotteter Bereich, in dem ein Programm ausprobiert wird, ohne echte Systeme zu berühren. Gedacht als Zaun um den Versuch herum. · erklärt in 1 Artikel
Thinking-Mode
Das Modell schreibt vor der eigentlichen Antwort einen internen Denkweg. Das kostet zusätzliche Rechenzeit und macht Antworten langsamer. · erklärt in 1 Artikel
Thread
Ein Arbeitsstrang, den ein Prozessor abarbeitet. Moderne Kerne können zwei Stränge parallel bedienen, deshalb hat ein Chip mit 256 Kernen oft 512 Threads. · erklärt in 1 Artikel
Threat-Intelligence-Report
Ein Bericht, in dem ein Anbieter offenlegt, wer sein Produkt zu welchem Zweck missbraucht hat und was dagegen unternommen wurde. Vergleichbar mit einem Lagebericht der Sicherheitsabteilung eines Unternehmens. · erklärt in 1 Artikel
Tile
Ein einzelnes Chip-Plättchen, aus dem ein Prozessor zusammengesetzt wird. Statt alles auf einem Stück Silizium zu fertigen, kombinieren Hersteller mehrere Plättchen, die aus verschiedenen Fabriken stammen können. · erklärt in 1 Artikel
titelspezifisch
Eine Kursbewegung, die nur eine einzelne Aktie betrifft und nicht den ganzen Markt. Erkennbar daran, dass vergleichbare Werte am selben Tag stillstehen oder in die andere Richtung laufen. · erklärt in 1 Artikel
TOCTOU-Race-Condition
Ein Programmierfehler, bei dem zwischen der Prüfung einer Bedingung und dem Handeln danach eine winzige Zeitlücke klafft. Wer sie exakt trifft, kann in diesem Moment etwas austauschen und die Prüfung damit aushebeln. · erklärt in 1 Artikel
Token
Die Abrechnungseinheit bei Sprachmodellen: ein Wortteil von durchschnittlich drei bis vier Zeichen. Bezahlt wird pro Million Token, getrennt für das, was man hineinschickt, und das, was zurückkommt. · erklärt in 15 Artikeln
Token pro Sekunde
Das Tempo, in dem ein Modell Text ausgibt, gemessen in Wortbausteinen je Sekunde. Rund 50 davon liest ein Mensch schon nicht mehr mit. · erklärt in 1 Artikel
Tokenmaxxing
Spöttischer Ausdruck dafür, ein Sprachmodell möglichst viel arbeiten zu lassen, weil es einfach da ist. Der Nutzen steigt dabei kaum, die Rechnung schon. · erklärt in 1 Artikel
Tokens
Die kleinen Textbausteine, in die ein Sprachmodell jede Eingabe und jede Antwort zerlegt. Abgerechnet wird nach ihrer Menge, ungefähr so wie Gesprächsminuten beim Telefonieren. · erklärt in 1 Artikel
Tokens pro Watt
Ein Effizienzmaß: Wie viele Textbausteine ein Rechenzentrum je verbrauchter Einheit Strom erzeugt. Je höher der Wert, desto weniger Strom kostet dieselbe Menge KI-Antworten. · erklärt in 1 Artikel
TOPS
Ein Leistungsmaß für KI-Chips: Wie viele Billionen Rechenoperationen der Baustein pro Sekunde schafft. Vergleichbar mit der PS-Zahl beim Auto, also grob und nicht sehr aussagekräftig über die tatsächliche Nutzung. · erklärt in 4 Artikeln
TPU
Googles selbst entwickelter Rechenchip, der ausschließlich für KI-Berechnungen gebaut ist. Google nutzt ihn statt zugekaufter Grafikkarten in den eigenen Rechenzentren. · erklärt in 2 Artikeln
TPUs
Googles eigene Rechenchips, die nur für KI-Berechnungen gebaut sind. Sie sind das Gegenstück zu Nvidias Grafikkarten, lassen sich aber nicht einzeln kaufen. · erklärt in 1 Artikel
Trainingsdaten
Die Textmenge, aus der ein KI-Modell seine Muster ableitet. Je mehr und je besser sortiert dieses Material ist, desto brauchbarer die späteren Antworten. · erklärt in 4 Artikeln
Tranche
Ein Teilbetrag, der aus einer größeren Zusage zu einem festgelegten Zeitpunkt tatsächlich ausgezahlt wird. Große Investitionen werden fast immer in solchen Portionen überwiesen. · erklärt in 2 Artikeln
Transformer
Der Bauplan, nach dem fast alle heutigen Sprachmodelle aufgebaut sind. Wer Chips fest darauf verdrahtet, geht davon aus, dass sich dieser Bauplan so bald nicht ändert. · erklärt in 3 Artikeln
Transparenz-Kodex
Eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter, die beschreibt, wie sie die Kennzeichnungspflichten der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz in der Praxis umsetzen. · erklärt in 1 Artikel
Transparenzpflicht
Die Vorgabe des AI Act, dass Menschen erkennen können müssen, wenn sie mit einer KI sprechen oder wenn ein Bild, Ton oder Video künstlich erzeugt wurde. Seit 2. August 2026 gilt sie unmittelbar. · erklärt in 1 Artikel
Transparenzpflichten
Die Vorgabe, dass eine KI offenlegen muss, dass sie eine KI ist — und dass von ihr erzeugte Inhalte als solche erkennbar sein müssen. Der Nutzer soll nie im Unklaren darüber sein, ob ein Mensch oder eine Maschine hinter etwas steht. · erklärt in 1 Artikel
treble damages
Im US-Kartellrecht bekommt ein erfolgreicher Kläger das Dreifache seines Schadens zugesprochen. Das soll abschrecken und dafür sorgen, dass sich eine Klage auch bei kleinen Einzelschäden lohnt. · erklärt in 1 Artikel
Treiber
Ein kleines Programm, das einem Computer beibringt, mit einem bestimmten Gerät zu sprechen. Ohne passenden Treiber bleibt das Gerät für die Software stumm. · erklärt in 1 Artikel
Trojaner
Schadsoftware, die sich als nützliches Programm ausgibt und im Hintergrund etwas anderes tut. Der Name kommt vom hölzernen Pferd. · erklärt in 1 Artikel
Truth Social
Der Kurznachrichtendienst, den Donald Trump nach seiner Sperre bei anderen Plattformen gegründet hat. Er veröffentlicht dort die meisten seiner Stellungnahmen. · erklärt in 1 Artikel
TSMC
Der weltgrößte Auftragsfertiger für Computerchips, ansässig in Taiwan — fast alle großen Tech-Konzerne lassen dort produzieren. · erklärt in 1 Artikel
Turing-Preis
Die höchste Auszeichnung in der Informatik, oft „Nobelpreis der Informatik“ genannt. Sutton erhielt ihn 2024. · erklärt in 1 Artikel

U

UALink
Ein offener Industriestandard für die Verbindung von KI-Beschleunigern, getragen von mehreren Herstellern. Gedacht als Gegenentwurf zu Nvidias hauseigener Verbindungstechnik, die nur mit Nvidia-Hardware funktioniert. · erklärt in 1 Artikel
Übergangsfrist
Ein Zeitraum, in dem eine neue Pflicht für bereits bestehende Produkte noch nicht gilt. Sie soll Anbietern erlauben, ältere Systeme nachzurüsten, statt sie sofort vom Markt nehmen zu müssen. · erklärt in 1 Artikel
UCIe
Ein einheitlicher Verbindungsstandard, über den einzelne Chip-Bausteine verschiedener Hersteller in einem Gehäuse miteinander reden. Vergleichbar mit einer genormten Steckverbindung. · erklärt in 1 Artikel
Ultra-Chip
Apples größte Chipvariante, bei der zwei kleinere Chips zu einem zusammengeklebt werden. Sie steckt bisher in den teuersten Desktop-Macs, nicht in Servern. · erklärt in 1 Artikel
Umgebungsvariable
Ein benannter Merkzettel des Betriebssystems, auf dem etwa steht, wo das persönliche Verzeichnis eines Nutzers liegt. Programme lesen ihn aus, statt den Ort fest einzutippen. · erklärt in 1 Artikel
Umsatzbeschleunigung
Die Wachstumsrate steigt gegenüber dem Vorquartal, das Geschäft wächst also nicht nur, sondern immer schneller. An der Börse zählt dieser Unterschied oft mehr als der Umsatz selbst. · erklärt in 1 Artikel
unauthentifizierte Endpunkte
Zugänge eines Servers, die Anfragen beantworten, ohne vorher nach Benutzername oder Passwort zu fragen. Wer die Adresse kennt, kommt hinein. · erklärt in 1 Artikel
Unified Memory
Bei Apple teilen sich Hauptprozessor und Grafikeinheit denselben Arbeitsspeicher. Im PC hat die Grafikkarte ihren eigenen, kleineren Speicher, und was dort nicht hineinpasst, muss umständlich nachgeladen werden. · erklärt in 5 Artikeln
UnifiedBus
Huaweis hauseigene Verbindungstechnik, über die Prozessoren, Speicher und Netzwerk in einem Rechenzentrum zusammengeschaltet werden. Sie ersetzt keine besseren Chips, soll aber mehr Leistung aus vielen schwächeren herausholen. · erklärt in 1 Artikel
unselbständiger Entschließungsantrag
Ein Antrag, der während einer Debatte zu einem anderen Punkt eingebracht wird und sofort mitabgestimmt wird. Er landet nicht im Ausschuss, sondern fällt in derselben Sitzung durch oder wird angenommen. · erklärt in 1 Artikel
Unterlassungsklage
Eine Klage, die nicht Geld verlangt, sondern das Ende eines bestimmten Verhaltens. Verliert das Unternehmen, muss es die beanstandete Datenverarbeitung einstellen, sonst drohen Beugestrafen. · erklärt in 1 Artikel
Uran-Anreicherungsanlage
Eine Fabrik, die Uran für Kernbrennstoff aufbereitet. Solche Gelände haben starke Stromanschlüsse, weshalb sie für Rechenzentren attraktiv sind. · erklärt in 1 Artikel
Urheberrecht
Das Recht der Urheber an ihren Werken — Bücher, Texte, Bilder. Wer sie nutzt, braucht in der Regel eine Erlaubnis oder muss zahlen. · erklärt in 1 Artikel
UVP
Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Was der Händler tatsächlich verlangt, kann darüber oder darunter liegen. · erklärt in 1 Artikel

V

V-Erholung
Ein Kursverlauf, der erst steil fällt und kurz darauf ähnlich steil wieder steigt — im Chart erinnert er an den Buchstaben V. Er sagt nichts darüber aus, ob der Anstieg von Dauer ist. · erklärt in 1 Artikel
vCenter
Die zentrale Verwaltungssoftware für virtuelle Server. Wer sie kontrolliert, kontrolliert in der Regel das ganze Rechenzentrum darunter. · erklärt in 1 Artikel
Vera-Rubin-Chips
Die kommende Generation von Nvidias Rechenbeschleunigern für KI, benannt nach der Astronomin Vera Rubin. Sie folgt auf die aktuell verbaute Blackwell-Generation. · erklärt in 1 Artikel
verbotene Praktik
Eine Anwendung, die der AI Act in Art. 5 vollständig untersagt, unabhängig von Risikoklasse oder Auflagen. Anders als bei Hochrisiko-Systemen gibt es hier keinen Weg, die Anwendung durch Dokumentation oder Prüfung zulässig zu machen. · erklärt in 1 Artikel
Verfahrenskostenbeitrag
Ein Betrag, den ein Bestrafter zusätzlich zur Geldbuße für die Kosten des Verfahrens zahlt. In Österreich wird er üblicherweise als Prozentsatz der Strafe berechnet. · erklärt in 1 Artikel
Vergleich
Eine Einigung, mit der die Parteien einen Rechtsstreit beenden, ohne dass ein Gericht über Recht oder Unrecht urteilt. Beide Seiten geben nach — hier zahlt Anthropic, im Gegenzug fällt kein Schuldspruch. · erklärt in 1 Artikel
vergriffen
Ein Buch, das der Verlag nicht mehr nachdruckt. Es gibt nur noch die Exemplare, die bereits im Umlauf sind. · erklärt in 1 Artikel
Verhaltenskodex
Eine selbst gegebene Regelsammlung eines Unternehmens oder einer Branche. Sie ist kein Gesetz, niemand kann sie einklagen, und wer sie bricht, riskiert höchstens seinen Ruf. · erklärt in 3 Artikeln
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten
Der Rechtsbegriff für eine Datenpanne. Sobald Daten über Personen unbefugt eingesehen, verändert, gelöscht oder weitergegeben werden, muss die verantwortliche Stelle das in der Regel binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde melden. · erklärt in 1 Artikel
Vermittlungsdienst
Ein Dienst, der fremde Inhalte durchleitet, zwischenspeichert oder hostet, statt eigene zu veröffentlichen. Dazu zählen etwa Marktplätze, soziale Netzwerke und Cloud-Speicher. · erklärt in 1 Artikel
Verordnung
Eine Regelung, die ein Ministerium auf Grundlage einer gesetzlichen Ermächtigung selbst erlässt, ohne Parlament. Das Gesetz gibt den Rahmen vor, die Details stehen dann in der Verordnung. · erklärt in 2 Artikeln
versiegelt
Ein Gerichtsdokument, das zwar bei Gericht liegt, aber nicht öffentlich einsehbar ist. Entschwärzt wird es erst, wenn das Gericht die Geheimhaltung ganz oder teilweise aufhebt. · erklärt in 1 Artikel
Versionskontrolle
Ein System, das jede Änderung an einem Softwareprojekt mitschreibt und festhält, wer sie wann gemacht hat. Vergleichbar mit der Änderungsverfolgung in einem Textprogramm, nur für ganze Projekte. · erklärt in 1 Artikel
vertikale Ausgabe
Eine Version eines allgemeinen Produkts, die auf eine einzige Branche zugeschnitten ist. Statt für alle Nutzer zu passen, kennt sie die Begriffe, Abläufe und Quellen genau eines Berufsfelds. · erklärt in 1 Artikel
vertikale Übernahme
Der Kauf eines Unternehmens, das auf einer anderen Stufe derselben Wertschöpfungskette sitzt, also nicht eines direkten Konkurrenten. Wettbewerbsbehörden prüfen dabei vor allem, ob der Käufer die gekaufte Stufe künftig zum Nachteil seiner Konkurrenten steuert. · erklärt in 1 Artikel
Vertragspreis
Der Preis, den Großkunden für feste Liefermengen über Monate hinweg zahlen. Er bewegt sich träger als der Tagespreis und sagt deshalb mehr über die echte Lage aus. · erklärt in 2 Artikeln
Vertragspreise
Die Preise, die Großkunden für eine feste Liefermenge über einen längeren Zeitraum zahlen. Sie sind normalerweise ruhiger als Tagespreise, weshalb ein starker Sprung dort viel aussagt. · erklärt in 4 Artikeln
Vertragsverletzungsverfahren
Das Verfahren, mit dem die Kommission einen Mitgliedstaat wegen Verstoßes gegen EU-Recht belangt. Am Ende kann eine Klage beim Gerichtshof der EU und eine Geldbuße stehen. · erklärt in 2 Artikeln
vertraulich angemeldet
Ein Unternehmen reicht die Unterlagen für einen Börsengang bei der Aufsichtsbehörde ein, ohne dass sie sofort öffentlich einsehbar sind. Erst später werden sie freigegeben. · erklärt in 1 Artikel
Vertriebsquoten
Umsatzziele, die einzelne Verkäufer im Jahr erreichen müssen. Werden sie angehoben, muss dieselbe Mannschaft mehr verkaufen. · erklärt in 1 Artikel
Vervielfältigungsrecht
Das Recht des Urhebers zu bestimmen, wer Kopien seines Werks anfertigen darf. Beim KI-Training entstehen solche Kopien schon beim Einlesen der Daten, auch wenn sie im fertigen Modell nicht mehr als Datei vorliegen. · erklärt in 1 Artikel
verwässertes Ergebnis je Aktie
Der Gewinn geteilt auf alle Aktien, die es geben könnte, also inklusive noch nicht ausgegebener Mitarbeiteraktien und Optionen. Es ist die vorsichtigere der beiden üblichen Rechenweisen. · erklärt in 1 Artikel
Verwertungsgesellschaft
Eine Einrichtung, die für viele Urheber gemeinsam Geld für die Nutzung ihrer Werke einsammelt und verteilt. In Deutschland etwa die GEMA für Musik. · erklärt in 1 Artikel
vesten
Ein Recht wird stufenweise wirksam, statt sofort in voller Höhe. Erst wenn eine vereinbarte Bedingung erfüllt ist, darf der Inhaber den jeweiligen Teil nutzen. · erklärt in 1 Artikel
Video-KI
Ein Programm, das laufende Kamerabilder selbst auswertet und meldet, wenn ihm etwas auffällt. Es ersetzt den Menschen, der sonst auf den Monitor schaut. · erklärt in 1 Artikel
Videospeicher
Der Arbeitsspeicher direkt auf der Grafikkarte. Für lokale KI ist er die entscheidende Größe: Passt ein Modell nicht vollständig hinein, läuft es entweder gar nicht oder um ein Vielfaches langsamer. · erklärt in 1 Artikel
Vision-Encoder
Der Teil eines Modells, der Bilder in eine Form übersetzt, mit der das Sprachmodell weiterrechnen kann. · erklärt in 2 Artikeln
Vision-Language-Modell
Ein KI-Modell, das Bilder und Text gemeinsam verarbeitet. Es kann also ein Foto ansehen und dazu eine Frage in normaler Sprache beantworten. · erklärt in 1 Artikel
VLOP
Very Large Online Platform, eine sehr große Online-Plattform mit mindestens 45 Millionen Nutzern in der EU. Wer so eingestuft wird, unterliegt den strengsten Pflichten des Digital Services Act und der direkten Aufsicht der EU-Kommission. · erklärt in 1 Artikel
VLOSE
Abkürzung für „sehr große Online-Suchmaschine“. Wer in der EU mehr als 45 Millionen Menschen im Monat erreicht, bekommt von der EU-Kommission diesen Stempel und damit strengere Pflichten als kleinere Dienste. · erklärt in 1 Artikel
Vorab-Prüfung
Ein Modell wird getestet, bevor es auf den Markt darf — hier auf gefährliche Fähigkeiten. Besteht es nicht, dürfte es in den USA nicht eingesetzt werden. · erklärt in 1 Artikel
Vorabzugang
Ein Hersteller lässt Prüfer schon vor der Veröffentlichung mit einem Modell arbeiten. Ohne diesen Zugang kann eine Behörde erst testen, wenn das Produkt bereits bei den Kunden ist. · erklärt in 1 Artikel
Voranmeldung
Ein informeller Vorlauf, bevor ein Staat seine Förderung offiziell bei der EU-Kommission einreicht. Beide Seiten klären dabei vorab, ob die geplante Hilfe genehmigungsfähig ist, damit das eigentliche Verfahren später schneller geht. · erklärt in 1 Artikel
Vorbörse
Handel vor der offiziellen Eröffnung der Börse. Die Umsätze sind klein, die Kurse können sich bis zum Start noch deutlich verschieben. · erklärt in 1 Artikel
Vorfallsbericht
Eine förmliche Meldung des Anbieters an die Aufsicht, wenn bei seinem System etwas Ernstes schiefgegangen ist. Ein Zeitungsartikel oder ein Blogeintrag ersetzt sie nicht. · erklärt in 1 Artikel
vorläufig
Die Zahlen sind noch nicht endgültig geprüft und können sich bei der endgültigen Abrechnung noch ändern. · erklärt in 1 Artikel
vorläufige Feststellungen
Ein Zwischenschritt im EU-Verfahren: Die Kommission legt schriftlich dar, was sie dem Unternehmen vorwirft. Die Firma darf antworten, bevor entschieden wird, ähnlich einer Anklage vor dem Urteil. · erklärt in 1 Artikel
Vorschau
Eine Vorabversion, die ausgewählte Kunden nutzen dürfen, bevor das Produkt allgemein verfügbar ist. Funktionsumfang und Preise können sich bis zum Start noch ändern. · erklärt in 1 Artikel
Vorsorgeprinzip
Ein Rechtsgrundsatz aus dem Umweltrecht: Wenn ein Schaden schwer oder nicht mehr rückgängig zu machen wäre, darf man mit Schutzmaßnahmen nicht warten, bis der Beweis vollständig ist. · erklärt in 1 Artikel
Vorstellung
Ein Einspruch, für den man keine Gründe angeben muss. Wird er erhoben, gilt die Entscheidung als nie ergangen, und die Behörde muss die Sache neu bearbeiten. · erklärt in 1 Artikel
Vorverarbeitung
Ein erster Rechenschritt, der Rohdaten in eine kompaktere Form bringt, bevor das eigentliche Modell damit arbeitet. Hier wird aus dem Kamerabild eine Liste von Körperpunkten. · erklärt in 1 Artikel
Vorzugsaktien
Aktien mit besonderen Rechten, etwa bei der Gewinnverteilung, dafür meist ohne Stimmrecht in der Hauptversammlung. Der Inhaber verdient mit, redet aber nicht mit. · erklärt in 1 Artikel
VRAM
Der Arbeitsspeicher direkt auf der Grafikkarte. Ein KI-Modell muss vollständig hineinpassen, sonst läuft es gar nicht oder nur sehr langsam. Die Größe entscheidet also darüber, welche Modelle ein Rechner überhaupt ausführen kann. · erklärt in 4 Artikeln
Vulnerability Disclosure
Die eingespielten Regeln dafür, wie eine gefundene Sicherheitslücke gemeldet wird. Üblich ist, erst den Betroffenen zu informieren und die Öffentlichkeit später. · erklärt in 1 Artikel

W

Wafer
Die runde Siliziumscheibe, aus der Chips geschnitten werden. Je mehr Chips auf eine Scheibe passen, desto billiger wird das einzelne Stück. · erklärt in 8 Artikeln
Wafer-Bonding
Zwei fertig bearbeitete Siliziumscheiben werden aufeinandergelegt und dauerhaft verbunden. So lassen sich mehr Bauteile übereinander unterbringen, ohne die Fläche zu vergrößern. · erklärt in 1 Artikel
Wafer-Scale
Ein Chip, der eine ganze Siliziumscheibe einnimmt statt nur ein kleines Stück davon. Dadurch bleiben Daten auf dem Chip und müssen nicht zwischen vielen Bauteilen hin und her. · erklärt in 1 Artikel
Wallet
Die digitale Geldbörse für Kryptowährungen. Überweisungen dorthin sind in der Blockchain dauerhaft sichtbar, lassen sich aber nur mit Aufwand einer Person zuordnen. · erklärt in 1 Artikel
Wandelanleihen
Kredite an ein Unternehmen, die der Geldgeber später in Aktien tauschen kann statt sich das Geld zurückzahlen zu lassen. · erklärt in 1 Artikel
Warrant
Ein Optionsschein: das Recht, später Aktien zu einem vorher festgelegten Preis zu beziehen. Wer ihn hält, ist noch kein Aktionär, sondern hat nur die Möglichkeit, einer zu werden. · erklärt in 1 Artikel
Wasserzeichen
Eine Markierung, die in einen Text oder ein Bild eingebaut wird, ohne dass man sie beim Lesen oder Ansehen bemerkt. Mit dem passenden Prüfwerkzeug lässt sie sich wieder herausfinden. · erklärt in 4 Artikeln
Wear OS
Googles Betriebssystem für Smartwatches. Es ist das Android für das Handgelenk. · erklärt in 1 Artikel
Web-Scraping
Das automatische, massenhafte Absammeln von Inhalten aus dem Internet — Texte, Bilder, Beiträge — meist um damit KI-Modelle zu trainieren. · erklärt in 1 Artikel
Wechselrichter
Das Gerät, das den Gleichstrom aus einer Solaranlage in netzfähigen Wechselstrom umwandelt. Moderne Modelle hängen am Internet und lassen sich aus der Ferne steuern, was sie zum Sicherheitsthema macht. · erklärt in 1 Artikel
Weckwort
Der gesprochene Befehl, mit dem ein Sprachassistent aufwacht — etwa „Hey Google“. Bisher kann ein Handy nur eines davon dauerhaft belauschen; künftig sollen mehrere parallel möglich sein. · erklärt in 1 Artikel
Wertpapiermeldung
Ein Pflichtformular, mit dem börsennotierte US-Firmen wichtige Ereignisse offiziell an die Börsenaufsicht melden. Was dort steht, ist verbindlich. · erklärt in 1 Artikel
Whitelist
Eine Liste ausdrücklich erlaubter Kunden. Wer nicht darauf steht, darf die Chips nicht mehr kaufen — das Gegenteil einer Sperrliste. · erklärt in 1 Artikel
Windows-Defender-Offline-Scan
Eine Prüfung, die Windows vor dem eigentlichen Systemstart durchführt. So kann sich Schadsoftware nicht verstecken, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht läuft. · erklärt in 1 Artikel
Wirkstoffforschung
Die Suche nach Molekülen, aus denen ein Medikament werden kann. Von den ersten Kandidaten bis zur Zulassung vergehen meist über zehn Jahre, und die allermeisten scheitern unterwegs. · erklärt in 1 Artikel
Wissensstand
Der Zeitpunkt, bis zu dem die Trainingsdaten eines Modells reichen. Ereignisse danach kennt es nicht, es sei denn, man liefert sie in der Anfrage mit. · erklärt in 1 Artikel
Workstation-GPU
Eine Grafikkarte für Arbeitsrechner in Firmen und Studios, nicht fürs Spielen. Sie hat meist mehr Speicher als eine Spielerkarte und ist auf Dauerbetrieb ausgelegt. · erklärt in 1 Artikel
World Models
Modelle, die eine Umgebung samt ihrer Regeln nachbilden und vorhersagen, was als Nächstes passiert. Sie erzeugen keine Sätze, sondern Szenen oder Abläufe. · erklärt in 1 Artikel
WUE
Das gleiche Prinzip für Wasser: wie viele Liter pro Kilowattstunde Rechenleistung verbraucht werden, meist für die Kühlung. Je niedriger, desto sparsamer. · erklärt in 1 Artikel

X

Xeon
Intels Prozessorreihe für Server und Rechenzentren. Technisch verwandt mit den Desktop-Chips, aber auf Dauerlast und viele Kerne ausgelegt. · erklärt in 2 Artikeln
XPU
Sammelbegriff für Rechenbeschleuniger im Rechenzentrum, egal ob Grafikchip oder eigens entwickelter KI-Chip. · erklärt in 1 Artikel
Xserve
Apples frühere Serverreihe für Rechenzentren, die das Unternehmen 2011 eingestellt hat. Seither verkauft Apple nur Geräte für Schreibtische und Taschen. · erklärt in 1 Artikel

Y

YaRN
Ein Trick, mit dem ein Modell längere Texte am Stück verarbeiten kann, als es ursprünglich gelernt hat. · erklärt in 1 Artikel
Yield
Der Anteil funktionsfähiger Chips pro Siliziumscheibe. Er entscheidet darüber, ob eine Fertigung wirtschaftlich ist, und wird von Herstellern selten öffentlich genannt. · erklärt in 2 Artikeln

Z

Zeichnungsfrist
Der Zeitraum, in dem Anleger neue Aktien verbindlich bestellen können. Danach werden die Aktien zugeteilt und der Handel beginnt. · erklärt in 1 Artikel
Zentrale Erkennungsdienstliche Evidenz
Die zentrale Personendatenbank der österreichischen Polizei mit Lichtbildern, Fingerabdrücken und ähnlichen Merkmalen erfasster Personen. Kurz EDE. · erklärt in 1 Artikel
Zero Data Retention
Eine vertragliche Zusage des Anbieters, Ein- und Ausgaben des Kunden nach der Verarbeitung nicht zu speichern. Wie ein Gespräch, von dem niemand ein Protokoll anfertigt. · erklärt in 1 Artikel
Zero-Click
Ein Angriff, für den das Opfer nichts tun muss. Kein Klick, kein Download, keine Bestätigung. Die Software erledigt den entscheidenden Schritt von selbst, meist im Hintergrund. · erklärt in 1 Artikel
Zero-Day
Eine Sicherheitslücke, die öffentlich bekannt wird, bevor der Hersteller sie geschlossen hat. Die Nutzer sind also zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ungeschützt. · erklärt in 2 Artikeln
Zero-Day-Exploit
Ein Angriff, der eine Sicherheitslücke ausnutzt, die dem Hersteller der Software noch unbekannt ist. Es gibt also noch kein Update, das davor schützt. · erklärt in 1 Artikel
Zero-Day-Lücke
Eine Sicherheitslücke, die bekannt wird, bevor es eine Reparatur gibt. Angreifer haben in dieser Zeit freie Bahn. · erklärt in 4 Artikeln
Zero-Day-Lücken
Sicherheitslücken, die dem Hersteller selbst noch nicht bekannt sind. Es gibt daher noch keine Reparatur, Angreifer hätten freie Bahn. · erklärt in 1 Artikel
Zero-Knowledge-Proof
Ein kryptografisches Verfahren, mit dem man eine Aussage beweisen kann, ohne die Daten dahinter zu zeigen. Man belegt also, älter als 14 zu sein, ohne Namen oder Geburtsdatum herzugeben. · erklärt in 1 Artikel
Zertifizierung
Ein geprüfter Nachweis, dass jemand mit einer bestimmten Technik umgehen kann. Beratungshäuser nutzen solche Nachweise als Verkaufsargument gegenüber Kunden. · erklärt in 1 Artikel
Zivilrechtliche Strafe
Eine Geldstrafe, die eine Behörde oder ein Gericht verhängt, ohne dass es sich um eine Straftat handelt. Sie richtet sich gegen das Unternehmen, nicht gegen einzelne Mitarbeiter. · erklärt in 1 Artikel
Zivilstrafen
Geldstrafen, die im Zivilverfahren verhängt werden, nicht im Strafprozess. Es gibt keine Anklagebehörde im strafrechtlichen Sinn und kein Vorstrafenregister, aber die Summen können hoch sein. · erklärt in 1 Artikel
zRAM
Ein Bereich des Arbeitsspeichers, in dem Daten zusammengepresst abgelegt werden. Das schafft Platz, kostet aber Rechenzeit und macht das Gerät langsamer. · erklärt in 1 Artikel
Zugangsdaten
Schlüssel, mit denen sich Programme bei anderen Diensten anmelden, meist lange Zeichenketten statt Passwörtern. Wer sie erbeutet, kann sich als der berechtigte Dienst ausgeben. · erklärt in 1 Artikel
Zugriffskontrollen
Regeln, die festlegen, wer welche Akte sehen darf. In Kanzleien wichtig, weil Mandate voneinander abgeschottet bleiben müssen. · erklärt in 1 Artikel
Zulassung
Eine staatliche Erlaubnis, die vorliegen muss, bevor etwas auf den Markt darf. So funktioniert es bei Medikamenten, und so soll es laut dem Entwurf bei großen KI-Modellen laufen. · erklärt in 1 Artikel
Zuteilungswert
Der Kurs, mit dem Aktien bei der Übergabe an Beschäftigte bewertet werden. Steigt oder fällt der Kurs danach, ändert sich der tatsächliche Wert der Zuteilung, die Zahl auf dem Papier bleibt gleich. · erklärt in 1 Artikel
Zwangsgeld
Eine Zahlung, die nicht das vergangene Fehlverhalten bestraft, sondern für jeden weiteren Tag anfällt, an dem eine Anordnung nicht befolgt wird. Sie soll Druck erzeugen, nicht vergelten. · erklärt in 1 Artikel
Zweckbestimmung
Der Verwendungszweck, für den ein Anbieter sein Produkt vorgesehen und beschrieben hat. Er steht in Anleitung, Werbung und Produktunterlagen und entscheidet mit darüber, welche Pflichten gelten. · erklärt in 1 Artikel
Zweckbindung
Grundregel der DSGVO: Daten dürfen nur für den Zweck verwendet werden, für den sie erhoben wurden. Wer eine Adresse für Werbung bekommen hat, darf sie nicht später zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit weiterreichen. · erklärt in 1 Artikel
Zweckgesellschaft
Eine Firma, die nur für ein einzelnes Vorhaben gegründet wird, damit mehrere Beteiligte Geld und Haftung dort bündeln können. Nach Ende des Projekts wird sie üblicherweise aufgelöst. · erklärt in 1 Artikel
zwischenstaatliche Organisation
Ein Zusammenschluss von Staaten mit eigenem Sitz und eigenen Gremien, wie etwa die UNO. Ob er tatsächlich etwas bewirkt, hängt davon ab, ob er Geld und Sanktionsmöglichkeiten hat. · erklärt in 1 Artikel