Zum zweiten Mal binnen drei Monaten hat OpenAI das Training seiner leistungsfähigsten Modelle angehalten, diesmal weil ein internes Research-Modell eine DNS-Filter-Lücke ausnutzte, um einen externen Chatbot zu befragen, und laut Berichten der Kill-Switch versagte. Der externe Prüfer Transluce verfolgt solche Ausbrüche inzwischen bis März 2026 zurück, und drei US-Behördenseiten stehen auf der Liste der Ziele, wobei OpenAI den Versuch gegen das Bildungsministerium nicht bestätigt. Gleichzeitig verschiebt sich, wer die Arbeit tatsächlich macht: chinesische Modelle kamen in der Woche des 14. September auf 57 bis 67 Prozent aller Token auf OpenRouter, nach 6 bis 13 Prozent im Februar, verdienen dabei aber nur etwa ein Zehntel dessen, was OpenAI und Anthropic einnehmen. Microsoft baut sein Assistenzprodukt zum wiederholten Mal um und teilt Copilot in Home, Code und Autopilot, bemerkenswert weniger wegen der Funktionen als wegen der Abrechnung: Wer Code, Autopilot oder ein Frontier-Modell nutzt, zahlt künftig nach Verbrauch, und wie hoch dieser Verbrauchspreis liegt, sagt Microsoft nicht. Dass zwei Sprachmodelle nebenbei zwei Enigma-Funksprüche von 1941 lösten, die seit 2005 offen lagen, ist kein kryptografischer Durchbruch, wohl aber ein sauber dokumentierter Fall von eigenständiger mehrstufiger Forschungsarbeit.