Claudes Sprachmodus läuft jetzt auf Opus und Sonnet
Anthropic hat am 23. Juli den Sprachmodus von Claude auf Opus und Sonnet umgestellt. Bisher lief er auf Haiku, dem kleinsten Modell der Reihe, seit dem Start im Mai 2025. Schnell war das, für alles Komplexere aber zu dünn.
Der Modus übernimmt jetzt automatisch das Modell, das man zuletzt im Textchat verwendet hat, und greift auf dessen schnellste Variante zu. Wer zahlt, kann während des Gesprächs zwischen Haiku, Sonnet und Opus wechseln. Gratiskonten bleiben bei Haiku.
Dazu kommen Verbindungen zu Gmail, Google Kalender, Slack, Canva und Notion. Termine verschieben, Mails entwerfen, Dokumente anlegen, alles per Sprache. Kostenlose Konten dürfen eine App anbinden, zahlende mehrere.
Anthropic nennt als Anwendungsfälle längere Gespräche: Rückmeldung zum eigenen Sprechstil, das Durchspielen einer Kundenpräsentation, Ideensammeln zur Marktrecherche. Der Modus versteht laut Anthropic zehn Sprachen und ist plattformübergreifend als Beta freigeschaltet.
Ein Jahr und zwei Monate hat es gedauert, bis Sprache dasselbe Modell bekommt wie Text. Vermutlich eine Kostenfrage, denn ein gesprochenes Gespräch produziert viel mehr Anfragen als eine getippte Frage. Dass jetzt ausgerechnet das teuerste Modell in den Sprachmodus darf, sagt einiges darüber, wie stark der Wettbewerb bei Sprachassistenten geworden ist.
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