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Anthropic holt Macquarie und den Staatsfonds GIC für eigene Rechenzentren an Bord

Theseus Infrastructure soll Rechenzentren bauen und langfristig an Anthropic vermieten. Anthropic ist Ankermieter, Eigentümer sind Macquarie-Fonds und der singapurische Staatsfonds GIC.

Anthropic, Macquarie Asset Management und der singapurische Staatsfonds GIC haben am 10. August die Gründung von Theseus Infrastructure bekannt gegeben. Die Mitteilung ging zeitgleich aus New York, San Francisco und Singapur raus.

Die Plattform soll Rechenzentren entwickeln, betreiben und langfristig an Anthropic vermieten. Von Macquarie Asset Management verwaltete Fonds und GIC besitzen Theseus und stellen je Projekt den überwiegenden Teil des Eigenkapitals. Anthropic ist Ankermieter, nicht Eigentümer.

Damit bekommt die Firma Kapazität, ohne die Investition in die eigene Bilanz zu nehmen. Das Kapitalrisiko liegt bei den Infrastrukturfonds, Anthropic zahlt Miete. Genau umgekehrt ging am selben Tag Nvidia vor, das über 500 Milliarden Dollar Drittkapital für den Ausbau mobilisiert.

Zwei Zusagen fallen auf. Anthropic will 100 Prozent der Kosten für den Netzausbau tragen und Strompreiserhöhungen ausgleichen, die Verbrauchern durch die eigene Nachfrage entstehen würden. Nach den Protesten gegen Rechenzentren in mehreren US-Bundesstaaten ist das eine politische Vorwegnahme, kein technisches Detail.

Der Fokus liegt zunächst auf den USA, Standorte suchen die Partner gemeinsam. Die Mitteilung nennt tausende Bauarbeitsplätze und dauerhafte Betriebsstellen. Sie nennt kein Investitionsvolumen, keine Kapazität in Megawatt, keine Eigentumsanteile, keine Standorte und keinen Zeitplan.

Bekannt ist die Konstruktion aus Norwegen: Dort hat Anthropic am 4. August über Volta Kapazität bei Bitdeer angemietet, laut Bloomberg-Quellen über sechs Jahre. Theseus ist dasselbe Prinzip, nur mit einer eigens dafür gegründeten Plattform.

Zusammen mit dem eigenen Team für Chipdesign ergibt das ein Muster. Anthropic will beeinflussen, welche Chips in welchen Hallen stehen, ohne Chips oder Hallen zu besitzen. Ob das billiger ist als Bauen, hängt an Mietpreisen, die niemand veröffentlicht hat.

Die Pressemitteilung liegt offiziell bei der Macquarie Group vor und war direkt lesbar. Anthropics eigener Newsroom führte den Punkt beim Abruf nicht; der jüngste dortige August-Eintrag stammte vom 7. August. Bloomberg berichtete am 10. August unabhängig.

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#Anthropic#Rechenzentrum#Markt#USA

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