KI Models & TechTeilweise bestätigt

Anthropic verhandelt laut Bloomberg über den Kauf von Decart für 6 Milliarden Dollar

Es wäre mit Abstand die größte Übernahme in der Firmengeschichte. Das israelische Start-up macht Grafikprozessoren besser auslastbar; bestätigt hat den Bericht keine der beiden Seiten.

Bloomberg meldete am 13. August 2026, dass Anthropic über den Kauf des israelischen Start-ups Decart AI verhandelt. Im Gespräch sind rund 6 Milliarden US-Dollar.

Das wäre mit Abstand die größte Akquisition in Anthropics Geschichte. Decart wurde 2023 von den Brüdern Dean und Orian Leitersdorf zusammen mit Moshe Shalev gegründet.

Das Kernprodukt ist Software, die Grafikprozessoren (GPU) effizienter auslastet und damit die Kosten für Training und Inferenz senkt. Dazu kommen Echtzeit-Videogenerierung und World Models. Nvidia gehört zu den Investoren.

Bisher hat Decart rund 450 Millionen Dollar eingesammelt, zuletzt 300 Millionen im Mai bei einer Bewertung von 4 Milliarden. Auf diese Runde wären 6 Milliarden ein Aufschlag von rund 50 Prozent.

Die Technologie soll laut Bericht in Anthropics Inferenz-Organisation einfließen, damit sich mit der vorhandenen Rechenkapazität mehr Nachfrage bedienen lässt.

Das fügt sich in zwei Meldungen der vergangenen Tage. Anthropic lässt seine Rechenzentren von einer eigens gegründeten Gesellschaft bauen und mietet sie zurück, und seit Anfang August entsteht dort ein eigenes Team für Chipdesign. Drei Vorgänge, ein Thema: die Kosten pro Antwort.

Weder Anthropic noch Decart haben sich zu dem Bericht geäußert. Ein Abschluss steht aus, und laut Bloomberg können die Gespräche noch scheitern.

Auffällig ist die Richtung. Ein Labor, das gerade dabei ist, seine Modelle in großem Stil zu verkaufen, erwägt 6 Milliarden Dollar für die Frage, wie es dieselben Modelle billiger betreiben kann. Das sagt über die Inferenzkosten mehr aus als jede Ankündigung neuer Rechenkapazität.

Einfach erklärt

Faktencheck & Quellen

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#Anthropic#Markt#Modelle

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