Google lässt das sichtbare Wasserzeichen in Gemini abschalten, SynthID bleibt drin
Google hat am 14. August 2026 einen Schalter „Media Watermark“ in den Gemini-Einstellungen angekündigt. Damit lässt sich das sichtbare KI-Wasserzeichen aus erzeugten Inhalten entfernen. Bestätigt hat das Josh Woodward, Googles Vizepräsident für Gemini, in einem Beitrag auf X.
Einen Blogpost auf blog.google gibt es dazu nicht, was für eine Änderung an einer Kennzeichnungsfunktion eine bemerkenswert leise Kommunikation ist.
Ausgerollt wird die Option „diese Woche“ in der Gemini-App und im Video-Editor Flow. Betroffen sind die Modelle Nano Banana, Omni und Lyria, also Bilder, Videos und Musik gleichermaßen.
Entscheidend ist, was in der Datei bleibt. SynthID und die C2PA-Metadaten verschwinden nicht, und SynthID übersteht nach Googles Angaben die üblichen Bearbeitungsschritte. Ein Prüfwerkzeug erkennt also weiterhin, woher das Material stammt.
Gleich behandelt werden nicht alle Konten. In Indien, Südkorea und Vietnam funktioniert der Schalter nur mit einem AI-Ultra-Abo, und Arbeits- sowie Schulkonten können das sichtbare Wasserzeichen überhaupt nicht abschalten.
Wer die Überschriften der letzten Tage gelesen hat, dürfte einen anderen Eindruck haben. Weg ist die Ecke im Bild, nicht die Kennzeichnung.
Zwei Tage zuvor lief die Bewegung in die andere Richtung: Anthropic markiert seit Anfang August erzeugten Text und hat am 14. August erklärt, wie das technisch funktioniert. Zwei Häuser, dieselbe Rechtslage, gegenläufige Schritte innerhalb eines Wochenendes.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
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