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Moonshot gibt Kimi K3 frei: 2,8 Billionen Parameter zum Download, 1,4 Terabyte groß

Moonshot AI hat die Gewichte von Kimi K3 am 26. Juli auf Hugging Face gestellt, einen Tag früher als angekündigt. Der Download liegt bei rund 1,4 Terabyte, die Lizenz ist eine abgewandelte MIT-Lizenz.

Moonshot AI hat die Gewichte seines Flaggschiffs Kimi K3 am 26. Juli gegen 19:30 Uhr EDT auf Hugging Face gestellt. Angekündigt war der Termin für den Tag darauf.

Die Eckdaten: Sparse Mixture-of-Experts, 2,8 Billionen Parameter, ein Kontextfenster von 1.048.576 Token. Durch MXFP4-Quantisierung schrumpft der Download auf 1,4 bis 1,56 Terabyte, je nachdem, welche Quelle man liest.

Die Lizenz ist eine abgewandelte MIT-Lizenz. Sie erlaubt Inspektion, Fine-Tuning und Self-Hosting. Together AI und Modal hatten das Modell noch am selben Tag im Angebot.

API und App waren schon am 16. Juli gestartet. Erst der Weights-Release macht Kimi K3 laut Bloomberg zum größten öffentlich verfügbaren Open-Weight-Modell.

Sparse Mixture-of-Experts heißt dabei, dass für jede einzelne Anfrage nur ein Bruchteil der 2,8 Billionen Parameter rechnet. Die Datei muss trotzdem komplett vorgehalten werden, sonst startet das Modell nicht.

Wer sich die Zahl 1,4 Terabyte kurz auf der Zunge zergehen lässt, merkt schnell, wo das Wort „frei“ an seine Grenze stößt. Das ist keine Datei, die man am Abend herunterlädt und ausprobiert. Man braucht Hardware im sechsstelligen Bereich, bevor überhaupt ein Prompt läuft.

Praktisch heißt das: Die allermeisten Nutzer werden Kimi K3 über gehostete Anbieter ansprechen, also genauso wie ein geschlossenes Modell. Offen ist die Lizenz. Der Zugang ist es nur auf dem Papier.

Interessant bleibt der Release trotzdem für alle, die prüfen wollen statt nutzen. Genau das hatten die britischen und amerikanischen Sicherheitsinstitute bei ihrer Bewertung der Cyberfähigkeiten noch ohne Zugriff auf die Gewichte tun müssen. Auch die Zweifel an der Trainingsherkunft lassen sich jetzt zumindest technisch anfassen.

Sekundärberichte nennen zusätzlich eine laufende Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von 70 Milliarden Dollar und Vorbereitungen für einen Börsengang. Bestätigt ist davon nichts, weder von Moonshot noch von einem beteiligten Investor. Die Angabe steht bislang nur in Berichten Dritter, und wir führen sie hier ausdrücklich als unbestätigt.

Bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt. Moonshot hat einen Tag früher veröffentlicht als angekündigt, mitten in eine Debatte hinein, in der westliche Anbieter gerade über Auflagen für offene Modelle streiten.

Für die Rechnung, wer im Modellwettbewerb vorn liegt, ändert der Release wenig. Für die Frage, wer ein Frontier-Modell überhaupt untersuchen darf, ändert er einiges.

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