Meta wächst um 28 Prozent, der freie Cashflow bricht um 91 Prozent ein
Meta hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 60,801 Milliarden Dollar erzielt, 28 Prozent mehr als im Vorjahr und damit das schnellste Wachstum seit dem vierten Quartal 2021. Die Aktie fiel nachbörslich um bis zu zehn Prozent.
Der Grund steht weiter unten in der Rechnung. Der Nettogewinn liegt bei 15,848 Milliarden Dollar, das verwässerte Ergebnis je Aktie bei 6,18 Dollar, während der Analystenschnitt 7,22 Dollar erwartet hatte. In der operativen Marge von 31 Prozent stecken 2,4 Milliarden Dollar Rechtskosten und 1,18 Milliarden Dollar Abfindungen; Reality Labs setzte 431 Millionen Dollar um und verlor operativ 4,619 Milliarden.
Investiert hat Meta im Quartal 30,116 Milliarden Dollar. Der Capex-Ausblick für 2026 steigt auf 130 bis 145 Milliarden, vorher waren es 125 bis 145; die Gesamtkosten sollen 165 bis 169 Milliarden erreichen, der Q3-Umsatz 61 bis 64 Milliarden. Der freie Cashflow schrumpfte auf 784 Millionen Dollar, nach 8,55 Milliarden im Vorjahresquartal, ein Minus von 91 Prozent und der tiefste Stand seit vier Jahren. Beschäftigt waren zum 30. Juni 75.472 Menschen, ein Prozent weniger als davor.
Im Earnings Call am 29. Juli deutete Mark Zuckerberg einen möglichen Ausweg an. Meta erhalte „viele Angebote für Compute mit deutlichem Aufschlag auf das, was wir dafür bezahlt haben“, freie Kapazität ließe sich vermieten. Die zentrale Frage sei, was verkauft und was selbst gebraucht wird. Eine Produktankündigung war das ausdrücklich noch nicht.
Beim zweiten Thema wurde er deutlicher. Es sei „extrem unwahrscheinlich“, dass es in fünf Jahren nicht Milliarden Menschen mit einem persönlichen Agenten gebe, der die eigenen Ziele kennt und rund um die Uhr daran arbeitet; genannt werden Finanzen, Gesundheit, Beziehungen und Haushalt. WhatsApp und die Messaging-Oberflächen würden dabei immer wichtiger, WhatsApp ist ohnehin schon heute die Hauptfläche für Meta AI. Das passt zum agentischen Umbau von Meta AI, den das Unternehmen vergangene Woche vorgestellt hat.
Zur Kostenseite gehört auch die diese Woche angekündigte Partnerschaft mit BlackRock für ein Rechenzentrum in El Paso, Texas, über 14 Milliarden Dollar. Moody’s hatte kurz davor gewarnt, dass KI-Investitionen auf die Kreditqualität durchschlagen. Bei 784 Millionen Dollar freiem Cashflow und dreistelligen Milliardenplänen ist das keine abstrakte Warnung mehr.
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Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (CNBC, The Verge, TechCrunch)
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- Meta Investor Relations — Second Quarter 2026 Results (Primärquelle)im AufbauOffizieller Kanal
- CNBC — Meta-Aktie fällt auf schwachen Ausblick89Redaktionsmedium · 81/82 bestanden
- CNBC — Zuckerberg on Meta's AI capacity dilemma: what to sell vs what to keep89Redaktionsmedium · 81/82 bestanden
- The Verge — Zuckerberg zu persönlichen KI-Agenten90Redaktionsmedium · 14/14 bestanden
- CNBC — Reality Labs lost over 4.6 billion in second quarter89Redaktionsmedium · 81/82 bestanden