Moonshot AI soll 3,5 Milliarden Dollar eingesammelt haben, Washington wirft Blackwell-Umgehung vor
Moonshot AI hat laut Bloomberg 3,5 Milliarden Dollar eingesammelt, bei einer Bewertung von 35 Milliarden Dollar. Ursprünglich wollte das Unternehmen ein bis zwei Milliarden. Die Angaben stammen von Personen aus dem Umfeld der Runde, eine offizielle Bestätigung von Moonshot gibt es bis heute nicht.
Unter den Leitinvestoren nennt Bloomberg den staatlichen National Artificial Intelligence Industry Investment Fund, der auch DeepSeek finanziert. Ältere Runden kamen von Alibaba, Tencent und HongShan, für diese ist das nicht bestätigt. Teile der Sekundärpresse rechnen mit 31,5 Milliarden Bewertung, wir halten uns an die Bloomberg-Zahl und schreiben sie zu.
Treiber ist Kimi K3 mit 2,8 Billionen Parametern und einem Kontextfenster von einer Million Token, dessen Gewichte seit Mitte Juli offen verfügbar sind. Der ARR liegt Berichten zufolge bei rund 300 Millionen Dollar, Neu-Abos waren zeitweise gestoppt. Der nächste Schritt sollen laut Bericht Investorengespräche bei 50 Milliarden Dollar Pre-Money sein, danach möglichst noch 2026 ein Börsengang in Hongkong.
Getrennt davon steht ein Vorwurf aus Washington. Michael Kratsios, Direktor des White House Office of Science and Technology Policy, erklärte am 22. und 23. Juli, Moonshot habe GB300-bestückte Server beschafft und in Thailand auf GB300-Systeme zugegriffen, „wahrscheinlich, um seine KI-Modelle zu trainieren“. Sein zweiter Vorwurf: großflächige Destillation von Anthropic-Modellen für Kimi K3.
Die berichtete Methode sieht keine physische Einfuhr von Chips nach China vor, sondern angemietete Rechenkapazität in Thailand plus das Zusammenschalten der Kapazität mindestens zweier chinesischer Cloud-Anbieter. Damit wären in einem Zug die US-Exportkontrollen und die chinesischen Importbeschränkungen umgangen. Vorgelegt wurde dazu nichts: keine Dokumente, keine Lieferketten-Nachweise, keine technischen Belege.
Die chinesische Botschaft in Washington nennt die Aussagen durch Sprecher Liu Chang „völlig unbegründet“. Moonshot schweigt, und Nvidia äußert sich zu diesem konkreten Vorwurf ebenfalls nicht. Neu ist an der Destillationsfrage ohnehin wenig, Zweifel an der Herkunft der K3-Fähigkeiten gab es schon vor Kratsios’ Auftritt. Neu ist nur, wer sie jetzt äußert.
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Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (Google News, Tom's Hardware, CNBC)
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- Moonshot AI (offiziell) — keine Stellungnahme zu Runde und Chip-Vorwurf (Stand 30.07.2026)im AufbauOffizieller Kanal
- Nvidia Newsroom — keine Stellungnahme zum Vorwurf (Stand 30.07.2026)86Offizieller Kanal · 14/14 bestanden
- Bloomberg — Moonshot AI passes funding goal to hit 35 billion value90Redaktionsmedium · 35/35 bestanden
- CNBC — Vorwurf des Weißen Hauses zu Nvidia-Chips89Redaktionsmedium · 81/82 bestanden
- Tom's Hardware — Moonshot reportedly used Nvidia Blackwell chips for training Kimi K389Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- The Hill — White House on Moonshot AI, Anthropic and Nvidia85Redaktionsmedium · 3/3 bestanden