KI Models & TechTeilweise bestätigt

Zwei Enigma-Funksprüche von 1941 gelöst, die seit 2005 offen waren, von GPT-6 Astra und Claude Opus 5

Funkspruch Nr. 172 vom 10. Juli 1941 war 21 Jahre lang online für Enthusiasten zugänglich und ungelöst. Gelaufen ist der Versuch nicht bei OpenAI, sondern bei einem Bloomberg-Mitarbeiter, und eine zweite Nachricht knackte Anthropics Claude Opus 5.

Gelöst wurde Funkspruch Nr. 172 mit der Kennung MVUEH, gesendet am 10. Juli 1941 von der deutschen Wehrmacht an die SS-Division „Totenkopf“. Die Nachricht war seit 2005 online mit Enthusiasten geteilt und bis jetzt ungelöst: 85 Jahre alt, davon 21 Jahre öffentlich offen.

Durchgeführt hat den Lauf nicht OpenAI, sondern Carter Leffen, Product-Development-Coach bei Bloomberg.

GPT-6 Astra verteilte die Arbeit auf mehrere Agenten. Die lasen die Scans des Originalformulars von 1941, schrieben Suchcode, programmierten sich einen Enigma-Simulator und eine Bombe in Python und C++ und prüften damit die Lösungskandidaten.

Entscheidend war ein Crib, also ein vermuteter Abschnitt im Klartext. Hier war es der wiederholte Ortsname „ROSENOW ROSENOW“.

Eine zweite Nachricht knackte Anthropics Claude Opus 5: Nr. 205 NF, andere Zählung Nr. 285 FMNGI, vom 31. Juli 1941, mit dem Crib „XHARTJENSTEINX“. In den meisten Berichten fehlt dieser Teil.

Beim Zeitaufwand widersprechen sich die Quellen. Tom’s Hardware nennt zwei Tage, Yahoo beziehungsweise The Rundown etwa zehn Stunden. Rechenzeit und Kosten nennt keine Quelle.

Verifiziert hat Frode Weierud von Crypto Cellar, der die Challenge seit 2005 offen hält. Er bekam die Details am 15. September und erklärte, „it was immediately clear he had found the correct key and plaintext“. Bruce Schneier griff den Fall am 22. September in seinem Security-Blog auf.

Crypto Cellar ordnet ein, was Astra in zwei Tagen schaffte, „would take a human researcher weeks or even months“. Als Größenordnung nennen Berichte den Schlüsselraum der Enigma mit 159 Quintillionen Möglichkeiten.

Nur: Enigma ist seit 1941 gebrochen. Verfahren, Rotorverdrahtung und die Kryptoanalyse mit Crib und Bombe sind vollständig bekannt und öffentlich dokumentiert, jeder Informatikstudent kann einen Simulator dazu bauen.

Geleistet wurde etwas anderes, und das ist interessant genug: eine einzelne, schlecht erhaltene Nachricht bei bekanntem Verfahren rekonstruieren, inklusive Recherche, Crib-Findung, Werkzeugbau und Schlüsselsuche, autonom in einem Durchgang.

Das ist ein Beleg für eigenständige mehrstufige Forschungsarbeit, nicht für einen kryptografischen Durchbruch. „Enigma geknackt“ ist als Formulierung falsch, und Yahoos Frage „Is Bitcoin Next?“ ist noch schiefer: Moderne Kryptografie hat mit einer Rotormaschine von 1941 nichts gemeinsam.

Auffällig ist auch die Rahmung. Die Meldung läuft überwiegend als OpenAI-Leistung, obwohl der Lauf von einem externen Nutzer stammt und eine der beiden Nachrichten von einem Anthropic-Modell gelöst wurde. OpenAI selbst hat sich nicht geäußert, Stand heute. In dieselbe Richtung zielt OpenAIs Mathematik-Beirat: Modelle, die mehrstufig eigenständig forschen, brauchen Fachleute, die die Ergebnisse prüfen.

Einfach erklärt

Faktencheck & Quellen

Gefunden über: Sammler-Dossier (Tom's Hardware) + Schneier on Security

Quellenlage: 5 unabhängige SträngeWie wir bewerten →

Woher diese Meldung kommtJeder Punkt ist eine Quelle — Klick öffnet sie. Farbe = Quellentyp, Zahl = Vertrauens-Score.
OpenAI (keine Stellungnahme zum Lauf, Stand 28.09.2026) — Offizieller Kanal. Basis 46 (Offizieller Kanal) + Transparenz 10 + Prüfbilanz 30 (20/20 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Schneier on Security: GPT-6 Astra Breaks an Old Enigma Message (22.09.2026) — Fach-Quelle. Basis 35 (Fach-Quelle) + Transparenz 10 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.The Decoder / mixed-news: GPT-6 Astra cracks 1941 Enigma message unsolved since 2005 — Fach-Quelle. Basis 35 (Fach-Quelle) + Transparenz 15 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.Tom's Hardware: ChatGPT-6 Astra cracks 85-year-old 1941 Enigma-coded message in two days — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 29 (60/61 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Notebookcheck: GPT-6 Astra and Opus 5 crack two Enigma messages that had resisted researchers for decades — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (4/4 bestanden). Klick öffnet die Quelle.

Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.

Offizieller Kanal Fach-Quelle Redaktionsmedium Ring = offizielle/amtliche Wahrheitsquelle

#OpenAI#Anthropic#Forschung#Agenten

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