Microsoft plus 3,66 Prozent, Meta minus 3,33 Prozent: die Kurse vom 25. September
Microsoft (MSFT) schloss am Freitag, 25. September 2026, bei 516,17 Dollar und damit 3,66 Prozent höher. Am selben Tag stellte das Unternehmen den Copilot-Ausbau vor: Programmierfähigkeiten, autonom arbeitende Agenten und die Zusammenführung von Consumer- und Workplace-Copilot zu einem Enterprise-Produkt. Die KI-Preisgestaltung verschiebt sich damit in Richtung Enterprise.
Meta (META) ging bei 751,66 Dollar aus dem Handel, minus 3,33 Prozent. Eine Jury in New Mexico befand, Meta habe die Einwohner des Staates getäuscht; das Verfahren hat Bezug zum Cambridge-Analytica-Skandal.
Das sind die zwei Werte der Liste, bei denen ein datiertes Ereignis auf dem Handelstag selbst liegt.
Qualcomm (QCOM) schloss bei 201,97 Dollar, plus 3,97 Prozent. Berichtet wurden neue KI-Smartphone-Chips samt Apple-Deal, dazu das Thema agentische KI und die daran hängende CPU-Nachfrage.
Intel (INTC) verlor 3,45 Prozent auf 123,00 Dollar. Rund um den 21. September war die Aktie um zwölf Prozent gestiegen, und die Berichte lesen den Rückgang als Gewinnmitnahmen nach dieser starken Vorwoche.
GlobalFoundries (GFS) gewann 4,14 Prozent auf 49,00 Dollar, Applied Materials (AMAT) 2,27 Prozent auf 485,00 Dollar. Für GlobalFoundries findet sich kein tagesgenauer Auslöser. Im Umfeld lagen ein Kapazitätsdeal mit Marvell zu Silizium-Germanium, Monolithic Power und ein CHIPS-Forschungszuschuss über 375 Millionen Dollar, aber keine dieser Meldungen ist als Anlass des 25. September dokumentiert. Bleibt Sektor-Momentum.
Nvidia (NVDA) stand mit 225,07 Dollar und plus 0,22 Prozent praktisch seitwärts. Im Umfeld liefen Berichte, China könne Alibaba und ByteDance den Bezug der RTX Pro 5500 erlauben.
Sechs weitere Werte stehen nur in unserem eigenen Sammler-Ticker — gegen eine zweite Quelle ist keiner davon geprüft. Ungeprüft also: Tokyo Electron (8035.T) 56.520 Yen, plus 4,8 Prozent, Samsung Electronics (005930.KS) 285.500 Won, plus 3,3 Prozent, SoftBank (9984.T) 6.150 Yen, minus 3,2 Prozent, Lam Research plus 2,6 Prozent, SK Hynix plus 1,2 Prozent, Micron plus 0,2 Prozent. Für den Rückgang bei SoftBank findet sich überhaupt keine Ursache.
Zwei Schlagzeilen, die uns über einen Suchdienst erreichten, lauten „AI slowdown warnings send semiconductor stocks lower“ und „AI leader caution hits chip equipment stocks; Applied Materials and Lam Research fall“. Beide sind korrekt. Sie beziehen sich aber auf Montag, 14. September 2026, nicht auf den letzten Handelstag.
An jenem Montag fielen Applied Materials um 6,73 Prozent, Lam Research um 7,03 Prozent und ASML um rund fünf Prozent. Auslöser war ein am Wochenende veröffentlichter Essay von Anthropic-Chef Dario Amodei, der eine bewusste Verlangsamung der Frontier-Modell-Entwicklung und eine unabhängige Sicherheitsüberwachung forderte. Berichte nennen zustimmende Äußerungen der Chefs von OpenAI und SpaceX.
Warum trifft ein solcher Essay zuerst die Ausrüster? Weil das Geschäft von Applied Materials, Lam Research und ASML nicht an der laufenden Chipnachfrage hängt, sondern an den Investitionsbudgets für neue Chipfabriken. Also an Absichten. Ein Streit über das Tempo landet deshalb sofort im Auftragsbuch, lange bevor er irgendeine Stückzahl verändert. Am 25. September standen dieselben Titel wieder im Plus.
Bei Intel gehört die Vorwoche in den Blick. Rund um den 21. September lief eine breite Chip-Rally: Intel plus zwölf Prozent, Arm plus 17,2 Prozent, AMD plus rund zehn Prozent und erstmals über eine Billion Dollar Börsenwert, der Philadelphia-Halbleiterindex plus 4,3 Prozent in der fünften Gewinnsitzung in Folge. Treiber war der Erfolg von Metas KI-Agent Muse und die Erwartung, dass agentische KI mehr Prozessoren nötig macht, weil Agenten Modelle, Anwendungen und Daten koordinieren müssen. Der 25. September sieht danach eher wie Konsolidierung aus.
Zur Fertigungslage bei Intel, ohne Kursbezug, steht der Teardown von Panther Lake und 18A daneben.
Beim Speicher läuft die dokumentierte Kette weiter. Die Lagerbestände bei Samsung und SK Hynix lagen zusammen unter zehn Tagen, gemeldet von Chosun Daily am 8. September 2026 auf Basis von KB Securities. Der DDR4-Spotpreis stand am 24. September bei 46,107 Dollar, und ein 32-Gigabyte-DDR5-Modul von Samsung ging in neuen Verträgen von 149 auf 239 Dollar. Ursache ist, dass KI-Hardware Wafer-Kapazität bindet, die früher normales DRAM und NAND produziert hat. Was das für Notebooks und Cloud-Preise bedeutet, steht dort.
Zur Datenhygiene: In der Liste steckt kein Aktiensplit und kein Datenartefakt. Kein Wert springt über 15 Prozent, und die verifizierten Schlusskurse passen in die laufenden Kursbänder.
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