DeepSeek stellt V4-Flash unter MIT-Lizenz frei
DeepSeek hat am 31. Juli die finale Version DeepSeek-V4-Flash-0731 veröffentlicht und die Gewichte unter MIT-Lizenz freigegeben. Damit darf das Modell auch kommerziell verwendet, verändert und weitergegeben werden, ohne Gebühr.
Technisch handelt es sich um ein Mixture-of-Experts-Modell mit 284 Milliarden Parametern insgesamt, von denen pro Token 13 Milliarden aktiv sind. Das Kontextfenster fasst eine Million Token.
Gegenüber der Preview vom April wurde ausschließlich das Post-Training überarbeitet, die Architektur blieb also gleich. DeepSeek gibt an, der neue Build übertreffe in den Agenten-Benchmarks das größere V4-Pro-Preview deutlich. Die offizielle API läuft in der Public Beta, wobei der Aufruf deepseek-v4-flash automatisch auf die jeweils neueste Version zeigt.
Für westliche Anbieter mit geschlossenen Modellen ist das unmittelbarer Preisdruck. Wer ein Agenten-Modell dieser Klasse kostenlos auf eigene Hardware stellen kann, verhandelt anders über API-Rechnungen. Es ist auch nicht der erste Fall dieser Art: Moonshot hat vor wenigen Tagen die Gewichte von Kimi K3 freigegeben.
Bemerkenswert ist der Kontrast zur Debatte in Washington, wo 25 Firmen einen Brief für offene Gewichte unterschrieben haben, während chinesische Labore die Sache einfach machen. Der Vorsprung liegt im Moment nicht bei den Argumenten, sondern beim Veröffentlichungstempo.
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