AWS wächst um 37 Prozent, Amazon hebt die Investitionen auf 220 Milliarden Dollar
Amazon hat am 30. Juli nach US-Börsenschluss die Q2-Zahlen vorgelegt. Der Konzernumsatz lag bei 200,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 20 Prozent. AWS kam auf 42,2 Milliarden Dollar.
Interessant ist an dieser Zahl das Tempo. Das Cloud-Geschäft wuchs um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 28 Prozent im ersten Quartal, erwartet worden waren 31 Prozent. Die Wachstumsrate steigt also, statt wie bei einem reifen Geschäft langsam abzuflachen.
CEO Andy Jassy hat die für 2026 erwarteten Investitionen im selben Aufwasch auf 220 Milliarden Dollar angehoben. Die Börse quittierte beides am 31. Juli mit einem Kurssprung von 15,32 Prozent auf 271,58 Dollar, laut Bloomberg der größte Tagesanstieg seit 2012.
Damit stehen für 2026 bei den drei größten Cloud-Anbietern zusammen weit über 450 Milliarden Dollar an geplanten Investitionen. Alphabet nannte am 22. Juli 195 bis 205 Milliarden und wurde dafür an der Börse abgestraft. Microsoft meldete am 29. Juli Azure erstmals mit über 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz und einem Plus von 15,5 Prozent, was im Vergleich mit Meta zu einem gespaltenen Bild führte.
Die Kursreaktionen ergeben zusammen eine klare Regel. Bestraft wird nicht, wer viel ausgibt, sondern wer viel ausgibt, ohne dass der Umsatz gleichzeitig schneller wächst. Amazon gibt am meisten aus und wurde am besten belohnt.
Wie lange diese Rechnung trägt, ist eine andere Frage. Moody’s hat vergangene Woche die Kreditqualität der KI-Investoren zum Thema gemacht, denn Abschreibungen auf Rechenzentren laufen über Jahre, Wachstumsraten dagegen quartalsweise.
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