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Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte: Die Kommission setzt Artikel 50 seit Sonntag durch

Seit 2. August gilt Artikel 50 der KI-Verordnung. Das AI Office und die nationalen Behörden haben am selben Tag mit der Durchsetzung begonnen, für ältere Systeme läuft eine Frist bis 2. Dezember.

Seit Sonntag, dem 2. August 2026, gilt Artikel 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689. Das AI Office der Kommission und die nationalen Behörden haben an diesem Tag mit der Durchsetzung begonnen.

Die Pflichten sind schnell erzählt. Ein Chatbot muss offenlegen, dass hier ein Mensch mit einer Maschine spricht. Deepfakes und KI-generierte Texte zu Themen von öffentlichem Interesse sind zu kennzeichnen, und Anbieter müssen ihren Output maschinenlesbar markieren, damit Plattformen und Prüfwerkzeuge ihn überhaupt erkennen können.

Wer ein System betreibt, das vor dem Stichtag schon am Markt war, hat bis zum 2. Dezember 2026 Zeit. Danach steht ein Strafrahmen von bis zu 15 Mio. Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes im Raum. Ausgenommen sind Strafverfolgung, künstlerische Werke und Inhalte unter menschlicher redaktioneller Kontrolle; private Profile fallen ohnehin nicht darunter.

Zwei Tage vor dem Start meldete die Kommission, dass rund 190 Organisationen den Code of Practice on Transparency of AI-generated Content unterzeichnet haben. 82 davon für Abschnitt 1, der die Anbieter generativer Systeme betrifft, 152 für Abschnitt 2 mit den Pflichten der Betreiber. Bei den Anbietern stehen Anthropic, Google, Meta, Microsoft und OpenAI auf der Liste.

Auf der Betreiberseite finden sich Namen, die man in einer KI-Liste nicht zuerst vermutet: Lufthansa, Lenovo, Getty Images, Iberdrola. Etwa die Hälfte aller Unterzeichner sind kleine und junge Unternehmen. Das ist der interessanteste Befund an dem Papier, weil die Debatte über den AI Act sonst so geführt wird, als wäre Kennzeichnung eine Übung für Konzernrechtsabteilungen.

Meta hat den Kodex fünf Tage vor dem Stichtag unterschrieben, nachdem der Konzern den GPAI-Kodex 2025 hatte liegen lassen. Freiwillig bleibt das Papier trotzdem. Artikel 50 gilt auch für alle, die nicht unterschrieben haben.

Ab September begleiten Task Forces die Umsetzung, die GPAI-Signatory-Taskforce zu Sicherheit und Urheberrecht traf am 3. August zum vierten Mal zusammen. Die nächsten Daten im Kalender sind der 2. Dezember 2026 für die Altsysteme und der 2. Dezember 2027 für die Hochrisiko-Pflichten, die der Digital Omnibus nach hinten geschoben hat.

Einfach erklärt

Faktencheck & Quellen

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EU-Kommission — Commission starts enforcing AI Act rules and new transparency requirements (Primärquelle) — Amtliche Quelle. Basis 50 (Amtliche Quelle) + Transparenz 10 + Prüfbilanz 28 (13/14 bestanden). Klick öffnet die Quelle.EU-Kommission — Strong backing for the Code of Practice on Transparency of AI-generated Content (Primärquelle) — Amtliche Quelle. Basis 50 (Amtliche Quelle) + Transparenz 10 + Prüfbilanz 28 (13/14 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Horizont.at — AI Act: Ab Sonntag gilt für KI Kennzeichnungspflicht in der EU — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 10 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.ORF.at — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 10 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 2). Klick öffnet die Quelle.

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