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OpenAI bringt Astra for Law mit eigenem Rechtsindex über 230 Millionen URLs

Die erste vertikale Ausgabe von GPT-6 Astra richtet sich an Kanzleien. Kern ist ein täglich nachgeführter Legal Search Index über US-Fallrecht, Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsentscheidungen; zum Start hängen 26 Partner-Plugins daran.

OpenAI hat am 17. September Astra for Law vorgestellt, die erste vertikale Ausgabe des Spitzenmodells GPT-6 Astra. Das Modell bekommt Instruktionen, die auf juristische Analyse und Schriftsatzarbeit ausgelegt sind, dazu Zugriffskontrollen und Workflow-Werkzeuge für den Kanzleibetrieb.

Das eigentliche Stück Arbeit steckt woanders. OpenAI hat einen eigenen Legal Search Index gebaut: mehr als 230 Millionen URLs mit US-Fallrecht, Gesetzen, Verordnungen, Gerichtsregeln und Verwaltungsentscheidungen, täglich nachgeführt. Damit zieht der Anbieter die Recherchegrundlage ins eigene Haus, statt sie bei jeder Frage aus fremden Systemen zu holen.

Als frühe Anwender nennt OpenAI Latham & Watkins, Ropes & Gray, Cooley und Sullivan & Cromwell. Zum Start sind 26 Partner-Plugins angebunden, darunter Thomson Reuters, Intapp, iManage und DeepJudge.

Auf derselben Liste stehen Harvey und Legora. Beide verkaufen juristische KI-Assistenten an Kanzleien, also das Produkt, das Astra for Law jetzt selbst ist. Sie liefern Anschlüsse für eine Plattform, die ihnen im nächsten Pitch gegenübersitzen kann.

Der Zuschnitt auf eine Branche ist nicht neu. Google hat Ende August Gemini Enterprise für Rechtsabteilungen und Kanzleien umgebaut, mit fertigen Agenten für Vertragsprüfung und Due Diligence. Der Unterschied liegt beim Index: Google setzt auf Anschlüsse an vorhandene Recherchesysteme, OpenAI baut die Quelle selbst.

Astra war bisher vor allem durch Rechenaufgaben aufgefallen. Anfang August legte OpenAI einen Bericht vor, wonach eine Vorabversion zehn seit Jahrzehnten offene Mathematik-Probleme gelöst haben soll. In der Mathematik lässt sich ein Beweis maschinell nachrechnen. Bei einer Rechtsfrage entscheidet, ob die zitierte Fundstelle existiert und noch gilt, und dafür haftet am Ende die Anwältin, die den Schriftsatz unterschreibt.

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#OpenAI#Modelle#Enterprise#Markt

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