Novo Nordisk will Anthropics Claude in der Wirkstoffforschung erproben
Novo Nordisk und Anthropic haben am 16. September eine Kooperation in der Wirkstoffforschung angekündigt. Der Konzern will Anthropics Frontier-Modelle nutzen und Claude Science zunächst in ausgewählten Forschungs- und Entwicklungs-Workflows testen.
Den Ausgangspunkt sollen Engpässe bilden, die Novos eigene Forschende benennen. Daran will man gemeinsam arbeiten und Lösungen für biologisches Reasoning entwickeln. Zusätzlich sollen die Modelle die KI-gestützte Softwareentwicklung im Konzern stärken.
CEO Mike Doustdar ordnet den Schritt dem Ziel unter, das weltweit KI-getriebenste Gesundheitsunternehmen zu werden. Novo betont in der Mitteilung Data Governance und menschliche Aufsicht.
Novo Nordisk ist vor allem durch Ozempic und Wegovy bekannt. Ein Konzern dieser Größe braucht keine Pressemitteilung, um Software auszuprobieren, und trotzdem gibt es eine. Das spricht dafür, dass hier zwei Dinge gleichzeitig laufen: ein echter Test und eine Positionierung.
Bei Anthropic passt das ins Muster der letzten Tage, in denen das Unternehmen Zahlen zur eigenen Entwicklungsgeschwindigkeit und einen Bericht zu Missbrauchsversuchen veröffentlicht hat. Was fehlt, ist ein Zeitpunkt, an dem sich prüfen ließe, ob aus dem Pilot etwas geworden ist.
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