Chinas Companion-KI-Gesetz tritt in Kraft — ByteDance und Alibaba schalten Begleiter-Bots ab
Seit heute, dem 15. Juli, gilt in China die weltweit erste eigene Regulierung für menschelnde KI-Dienste — die im April von der Cyberspace Administration of China und vier weiteren Behörden erlassenen „Interim Measures for the Administration of AI Anthropomorphic Interactive Services“. Sie verbieten Inhalte, die bei Minderjährigen extreme Emotionen auslösen oder eine emotionale Abhängigkeit fördern, untersagen virtuelle Begleiter- und Familien-Dienste für Minderjährige ganz und verlangen bei Unter-14-Jährigen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Sensible Gesprächsdaten dürfen nicht mehr zum Training genutzt werden.
Wie bereits gestern angekündigt, reagieren die großen Plattformen mit Abschaltung statt Umbau: ByteDance schließt bei Doubao heute die Funktion zum Erstellen eigener KI-Personas, Alibabas Qwen und Tencents Yuanbao ziehen nach. Laut Bloomberg werden Doubao-Agentendaten nach dem 15. Juli im App-Kontext unzugänglich und ab 15. Oktober endgültig gelöscht; Nutzer wurden aufgefordert, Wichtiges vorher per Screenshot zu sichern. Qwen-Nutzern wurde keine vergleichbare Gnadenfrist eingeräumt.
Dass Konzerne eine populäre Funktion lieber komplett einstellen, als sie regelkonform umzubauen, zeigt die eigentliche Härte der Regeln: Die geforderte Anti-Sucht-Reibung lässt sich mit einem KI-Begleiter, der sich dauerhaft an seine Nutzer erinnert, kaum vereinbaren.
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Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (Bloomberg, internationale Tech-Presse)
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- Bloomberg90Redaktionsmedium · 35/35 bestanden
- AI News (artificialintelligence-news.com)75Fach-Quelle · 3/3 bestanden
- Yahoo Finance49Aggregator · 34/35 bestanden