Alphabet wächst um 24 Prozent und erhöht die Investitionsprognose auf bis zu 205 Milliarden Dollar
Alphabet hat im vergangenen Quartal 119,8 Milliarden Dollar umgesetzt, 24 Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als die von Analysten erwarteten 116,9 Milliarden. Es war das zwölfte Quartal in Folge mit zweistelligem Umsatzwachstum. Der operative Gewinn stieg um 30,4 Prozent auf 40,8 Milliarden Dollar.
Google Cloud legte um 82 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar zu. Die Suche wuchs um 17 Prozent, YouTube-Werbung um 13 Prozent, die Abos um 15 Prozent. Google Services kam insgesamt auf 94,5 Milliarden Dollar. Die Belegschaft wuchs um 6,3 Prozent auf 198.933 Beschäftigte.
Eine Zahl, die man nicht überlesen sollte
Der Nettogewinn von 112,1 Milliarden Dollar hat sich nahezu vervierfacht. 98 Milliarden davon sind Buchgewinne aus Beteiligungen.
Das ist eine Bewertungsänderung in der Bilanz, kein Geld aus dem laufenden Geschäft. Wer wissen will, wie Alphabet operativ verdient, schaut auf die 40,8 Milliarden, nicht auf die 112,1.
Was die Anleger beschäftigte
Alphabet hob die Investitionsprognose für 2026 von 180 bis 190 auf 195 bis 205 Milliarden Dollar an. Die Aktie gab nachbörslich 2 bis 3 Prozent nach; der reguläre Schlusskurs vom 22.07.2026 lag bei 342,09 Dollar, minus 1,5 Prozent.
Ein Konzern übertrifft die Erwartungen in fast jeder Sparte, und der Kurs fällt trotzdem, weil er ankündigt, mehr zu bauen. Die Reaktion sagt mehr über die Nervosität beim Thema Capex aus als über das Quartal selbst.
Der dokumentierte Zusammenhang
Höhere Investitionsbudgets der Hyperscaler bedeuten mehr Rechenzentrums-Racks. Mehr Racks bedeuten mehr Beschleuniger, mehr HBM und mehr Strom. Genau diese drei Posten sind die Engpässe, über die wir seit Wochen berichten.
Zwischen 190 und 205 Milliarden Dollar liegen 15 Milliarden zusätzliche Nachfrage in einer Lieferkette, deren Speicherwerte gerade zweistellig anzogen und in der der Adata-Chairman zehn weitere Jahre DRAM-Knappheit erwartet. Ausdrücklich als Beobachtung formuliert, nicht als Prognose: Der Weg von einer Capex-Zeile im Quartalsbericht zum RAM-Preis im Elektronikhandel ist kürzer, als er klingt.
Auf der Produktseite bleibt eine Lücke. Google hat gestern Gemini 3.6 Flash ausgeliefert und den Ausgabepreis um 17 Prozent gesenkt, während Gemini 3.5 Pro den Termin zum dritten Mal verfehlt hat. Das Geld für die Rechenzentren ist also zugesagt, das Spitzenmodell dagegen noch nicht ausgeliefert.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (heise online, TechCrunch, CNBC) + Alphabet-Quartalsbericht
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- heise online — Alphabet wächst weiter zweistellig, aber auch die Ausgaben steigen deutlich90Redaktionsmedium · 35/35 bestanden
- TechCrunch — Google justifies its massive AI spending with a booming cloud business89Redaktionsmedium · 57/58 bestanden
- CNBC — Alphabet, Tesla test investor patience as AI spending overshadows growth89Redaktionsmedium · 81/82 bestanden
- Yahoo Finance — Schlusskurs GOOGL 22.07.202649Aggregator · 34/35 bestanden