TrendForce: Nvidia prüft für Rubin Ultra kleinere HBM-Stapel
TrendForce schreibt in einer Analyse vom 4. August, die DRAM-Versorgung bleibe bis ins Jahr 2027 knapp. Damit begrenze sie auch, wie viele Wafer für die Fertigung von HBM übrig bleiben.
Für den kommenden Beschleuniger Rubin Ultra prüfe Nvidia deshalb seit dem dritten Quartal 2026 Alternativen zur ursprünglich vorgesehenen Bestückung mit 12-Hi-HBM4e. Im Gespräch seien 8-Hi-HBM4e, 12-Hi-HBM4 und 8-Hi-HBM4. Die endgültige Spezifikation ist laut TrendForce offen.
An dieser Wahl hängt die I/O-Geschwindigkeit. Mit HBM4e wären es 14 bis 16 Gbit/s, mit HBM4 nur 11 bis 12 Gbit/s.
Als zweiten Grund für die Überlegungen nennen die Analysten Unsicherheiten beim Validierungszeitplan und bei der Ausbeute von HBM4e. Für 2027 rechnet TrendForce mit einem HBM-Bit-Wachstum von 50 bis 60 Prozent und hält selbst das für zu wenig, um die Nachfrage zu decken.
Geäußert hat sich zu alldem niemand: weder Nvidia noch SK hynix, Samsung oder Micron.
Die Analyse schließt an TrendForces DRAM-Prognose für das dritte Quartal an. Zusammen mit der Meldung, dass SK hynix HBM4 in Masse ausliefert, ergibt sich ein Bild, in dem die ältere Stufe verfügbar ist und die neue das Risiko trägt.
Falls die Schätzung stimmt, dreht sich die übliche Reihenfolge um. Sonst gibt der Beschleuniger vor, welcher Speicher zu liefern ist. Hier sieht es danach aus, als bestimme der Speicher, wie der Beschleuniger aussehen darf.
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