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TrendForce erwartet 13 bis 18 Prozent mehr für DRAM im dritten Quartal

Die Speicherpreise steigen weiter, aber langsamer: 13 bis 18 Prozent bei konventionellem DRAM, 10 bis 15 Prozent bei NAND. Im ersten Quartal waren es noch 80 bis 90 Prozent. Für lokal betriebene Sprachmodelle bleibt der Arbeitsspeicher der teuerste Posten.

TrendForce erwartet für das dritte Quartal 2026 einen Anstieg der konventionellen DRAM-Vertragspreise um 13 bis 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei NAND Flash sollen es 10 bis 15 Prozent werden.

Gemessen am bisherigen Jahresverlauf ist das eine Abkühlung. Im ersten Quartal 2026 lag der Anstieg noch bei 80 bis 90 Prozent, über das Gesamtjahr 2025 legte DRAM rund 170 Prozent zu. Dahinter stehen eine nachlassende Nachfrage bei Privatkunden und die hohe Vergleichsbasis, während die Bestellungen für KI-Server die Preise weiter stützen.

Die zweite Ursache steckt in der Fertigung. HBM beansprucht 2026 rund 23 Prozent aller globalen DRAM-Wafer, 2024 waren es 8 Prozent. Samsung und SK hynix haben ihre HBM3E-Lieferpreise für 2026 um knapp 20 Prozent angehoben, und die HBM-Kapazität dieses Jahres war schon Ende 2025 vollständig vorgebucht.

Für alle, die Sprachmodelle auf dem eigenen Rechner betreiben, ist damit der Arbeitsspeicher der harte Flaschenhals, nicht die Grafikkarte. Ein Modell mit 27 Milliarden Parametern in Q8 braucht rund 64 GB. Die kosten am Endkundenmarkt derzeit etwa 680 Dollar.

Darunter sieht es ähnlich aus: 32 GB DDR5 liegen bei mindestens rund 375 Dollar, 16 GB bei rund 209 Dollar. Straßenpreise sind Momentaufnahmen und ändern sich täglich, die Richtung ist seit Monaten dieselbe.

Der taiwanische Modulhersteller ADATA rechnet für das dritte Quartal mit deutlich mehr als TrendForce: plus 20 bis 30 Prozent bei DRAM, plus 35 bis 40 Prozent bei NAND. Wer näher am Endkunden sitzt, nennt offenbar die schärferen Zahlen.

Unsere Messung der DDR5-Preise im Juli markierte den bisherigen Rekord, IDC rechnet mit bis zu 8 Prozent höheren PC-Preisen, und Qualcomm hat die Chippreise deswegen bereits zweistellig angehoben. Beim Speicher landet die KI-Rechnung inzwischen zuverlässig beim Privatkunden.

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