KI HardwareBestätigt

DDR5 steigt im Juli um weitere 7 Prozent, 448 Prozent mehr als vor einem Jahr

Ein 16-GB-DDR4-Riegel kostet rund 207 Dollar, für Server-DRAM erwarten Marktforscher im dritten Quartal noch 18 Prozent mehr. Rechenzentren beanspruchen inzwischen etwa 70 Prozent der weltweiten Speicherproduktion.

DDR5-Preise sind im Juli um weitere 7 Prozent gestiegen und stehen auf neuen Rekordständen. Gegenüber Juli 2025 liegen sie laut Marktbeobachtern rund 448 Prozent höher.

Im zweiten Quartal sprangen die Endkundenpreise um bis zu 89 Prozent. Ein 16-GB-DDR4-Riegel kostete zuletzt etwa 207 Dollar, also ein Vielfaches dessen, was dasselbe Modul vor einem Jahr wert war.

Wohin die Kapazität verschwindet

Samsung, SK Hynix und Micron verlagern Fertigungslinien auf HBM, weil sich dort mehr verdienen lässt. Der Speicher für KI-Beschleuniger bindet mehr Waferfläche pro verkauftem Gigabyte und bringt trotzdem höhere Margen.

Nach Schätzungen gehen inzwischen rund 70 Prozent der weltweiten Speicherchip-Produktion an Rechenzentren. Was übrig bleibt, teilen sich PCs, Handys, Autos und alles andere.

Für Server-DRAM erwarten Marktforscher im dritten Quartal noch einmal 18 Prozent Aufschlag gegenüber dem Vorquartal. Die Zahlen stammen von TrendForce und anderen Beobachtern, nicht von den Herstellern selbst.

Beim Endkunden angekommen

Framework hat die Preise für ganze Notebook-Konfigurationen angehoben, bei Fertig-PCs wurde der Aufschlag schon Mitte Juli weitergegeben, und bei GM steht die Verteuerung inzwischen als Milliardenposten im Quartalsbericht.

Die Ironie liegt bei den AI-PCs. Verkauft wurden sie mit dem Argument, KI lokal laufen zu lassen statt in der Cloud, und dafür braucht man viel Arbeitsspeicher. Genau der ist jetzt teuer, weil die Cloud ihn wegkauft.

Tom’s Hardware berichtet zugleich, der Anstieg kühle sich ab, weil Privatkäufer bei diesen Preisen einfach nicht mehr mitgehen. Ob das die Preise drückt oder nur die Stückzahlen, zeigt das Weihnachtsquartal.

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