PC-Preise steigen 2026 um bis zu acht Prozent, manche Hersteller liefern schon ohne RAM
IDC erwartet für 2026 im Schnitt bis zu 8 Prozent höhere PC-Preise. Einzelne Anbieter verkaufen Fertig-PCs inzwischen ohne Arbeitsspeicher und überlassen es dem Käufer, die Riegel selbst zu besorgen.
Tom’s Hardware berichtet zugleich, der Preisauftrieb bei DRAM und NAND verlangsame sich. Der Grund ist keine Entspannung beim Angebot: PC- und Smartphone-Hersteller können die Erhöhungen nicht mehr vollständig an Endkunden weiterreichen. Klettern sollen die Preise bis ins dritte Quartal 2026 trotzdem.
Notebook-DDR5 kostet laut demselben Bericht 13 bis 18 US-Dollar pro Gigabyte, je nach Modulgröße. Wie es so weit kam, steht im Juli-Rekord bei DDR5.
Der teuerste Posten im KI-Rechner
Für ein lokal laufendes Modell in brauchbarer Größe braucht man 32 bis 64 GB Arbeitsspeicher. Bei 13 bis 18 Dollar pro Gigabyte ist der Speicher damit der teuerste Einzelposten eines KI-fähigen Rechners, teurer als Prozessor oder SSD.
Lokale KI wird so zur teuren Option, ausgerechnet in dem Moment, in dem die Modelle klein und gut genug werden, um auf einem Notebook zu laufen. Wer heute für On-Device-KI konfiguriert, zahlt den Aufpreis für den Speicher, den die Rechenzentren wegkaufen.
Woher die Knappheit kommt
Der HBM-Anteil an der DRAM-Waferproduktion lag laut TrendForce im April 2026 bei 23 Prozent, nach 19 Prozent im Jahr 2025. Die HBM-Kapazität für 2026 ist ausverkauft. Neue Fab-Kapazität kommt nicht vor Ende 2027 in Volumen an.
SK-hynix-CEO Kwak Noh-jung sagt, der Mangel werde sich 2027 verschärfen und mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts anhalten. Man darf dazusagen, dass er einen Konzern führt, dessen Margen von genau dieser Knappheit leben.
Bei Framework schlug das schon vor Wochen auf ganze Notebook-Konfigurationen durch. Marktforscher erwarten, dass der Einstiegs-PC-Markt bis 2028 praktisch verschwindet, weil sich unterhalb einer bestimmten Preisgrenze kein Gerät mehr bauen lässt.
Samsung, SK hynix und Micron haben sich zu den Preisen nicht geäußert (Stand 28.07.2026). Kontraktpreise kommentieren die drei grundsätzlich nicht, was die Marktforscher zur einzigen Zahlenquelle macht.
Und „Abkühlung“ heißt in diesem Zusammenhang: langsamer steigend. Nicht fallend.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep
Quellenlage: 2 unabhängige SträngeWie wir bewerten →
Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.
- Tom's Hardware — Memory price surge begins to cool89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- Tom's Hardware — IDC expects average PC prices to jump by up to 8 percent89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- TrendForce — HBM-Anteil an der DRAM-Waferproduktion75Fach-Quelle · 13/13 bestanden
- Tom's Hardware — Rising memory prices pile more strain on consumer PC market89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden

