SK hynix wird für das zweite Quartal ein Rekordgewinn von 64 Billionen Won zugetraut
SK hynix könnte für das zweite Quartal 2026 den höchsten Betriebsgewinn seiner Geschichte melden. Der von der Korea Times am 26. Juli zitierte Konsens aus 14 Brokerhäusern liegt bei rund 84,1 Billionen Won Umsatz, etwa 57,6 Milliarden Dollar, und 64,1 Billionen Won Betriebsgewinn, etwa 43,7 Milliarden Dollar.
Wichtig dabei: Das sind Analystenschätzungen. Der Bericht selbst steht noch aus, je nach Quelle am 28. oder 29. Juli, und im Newsroom des Konzerns lag zum Redaktionsschluss keine Mitteilung zu Q2 vor.
Sollten die Schätzungen halten, würde allein dieses eine Quartal das gesamte Geschäftsjahr 2025 übertreffen, in dem 47,2 Billionen Won Betriebsgewinn zusammenkamen. Die operative Marge stiege demnach von 72 Prozent in Q1 auf 75 bis 77 Prozent.
Woher der Schub kommen soll
Treiber wären HBM und Enterprise-SSDs. Laut TrendForce hat Nvidia rund 70 Prozent seines HBM4-Bedarfs für die Vera-Rubin-Plattform 2026 bei SK hynix platziert.
TrendForce veröffentlichte am 27. Juli eine Vorschau auf die Quartalszahlen von Samsung Electronics, SK hynix und Kioxia. Beobachtet wird dort auch, ob der hohe HBM-Anteil den durchschnittlichen Verkaufspreis rechnerisch drückt und wie die Langzeitlieferverträge für 2027 bepreist sind.
Zur Einordnung der Größenordnung passt die 500-Milliarden-Absichtserklärung mit Nvidia von Ende Juli. Was auf dem Papier steht, muss aber erst gebaut und geliefert werden.
Auffällig ist der Kontrast zur Börse. Während die Schätzungen Rekorde ausweisen, verloren koreanische Chipwerte in derselben Woche massiv an Wert, weil Anleger die Dauerhaftigkeit dieser Gewinne bezweifeln. Ein Konzern kann also gleichzeitig das beste Quartal seiner Geschichte melden und an der Börse abgestraft werden.
Was an der Marge zu denken gibt
77 Prozent operative Marge liest sich wie ein Geschäftsmodell. Sie ist eher ein Knappheitsbefund: So viel bleibt übrig, wenn die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt und die Kunden trotzdem kaufen müssen.
Genau deshalb sind die Langzeitverträge für 2027 die spannendere Zahl als der Quartalsgewinn. Sie zeigen, ob die Preise über die Knappheitsphase hinaus gehalten werden können.
Und die Rechnung hat eine Kehrseite für Endkunden. Dieselben Wafer, die als HBM ins Rechenzentrum gehen, fehlen als DDR5 im Notebook. Der Rekordgewinn der einen Seite ist der Preisaufschlag der anderen.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
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- TrendForce (Q2-Vorschau)75Fach-Quelle · 13/13 bestanden
- Korea Timesim AufbauRedaktionsmedium
- TrendForce (Marge und LTAs)75Fach-Quelle · 13/13 bestanden
- SK hynix Newsroom (offiziell, keine Q2-Mitteilung zum Redaktionsschluss)86Offizieller Kanal · 9/9 bestanden