Cerebras verliert 11,85 Prozent an einem Tag, an dem der S&P 500 einen Rekord schloss
Die Cerebras-Aktie (CBRS) schloss am Donnerstag, 13. August 2026, bei 231,01 US-Dollar. Das sind 11,85 Prozent unter dem Vortagesschluss von 262,06 US-Dollar.
Am Abend des 12. August hatte das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt: 180 Millionen Dollar Umsatz gegen eine Konsenserwartung von 194 Millionen. Dazu ein Swing in einen Verlust von 2,98 Dollar je Aktie, nach einem Gewinn von 1,91 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal.
Die Bewegung innerhalb der Sparten läuft gegenläufig. Der Hardware-Umsatz fiel um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während das Cloud-Geschäft auf 127,7 Millionen Dollar fast vervierfacht wurde. Die Jahresziele für Umsatz und Marge hob Cerebras an.
Am selben Handelstag schloss Micron 4,23 Prozent höher bei 949,83 Dollar, nach einem Plus von 6,21 Prozent am Vortag. Berichten zufolge ist die HBM-Kapazität für 2026 unter verbindlichen Verträgen ausverkauft, und die Bestellungen reichen weitgehend bis 2027. Dieselben Papiere waren am 6. August noch zweistellig eingebrochen.
Intel legte 3,58 Prozent auf 104,56 Dollar zu. Die Bank of America hatte ihre Langfristschätzung für den CPU-Markt bis 2030 von 170 auf 210 Milliarden Dollar angehoben, gleichzeitig verdaute der Markt die abgeschlossene Kapitalerhöhung über 20 Milliarden Dollar. Der Schluss lag rund 10 Prozent über dem Platzierungspreis von 95 Dollar. Lam Research gewann 4,72 Prozent.
Der Gesamtmarkt lief in die andere Richtung als Cerebras. Der S&P 500 schloss mit 7.798,99 Punkten (plus 0,65 Prozent) erstmals über 7.800, der Nasdaq Composite bei 26.803,03 Punkten (plus 0,81 Prozent). Treiber waren schwächer als erwartete Erzeugerpreise; die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September fiel von 55 auf unter 35 Prozent.
Was sich an diesem Tag dokumentieren lässt, ist eine Auftragslage, keine Bewertung. Bei Micron liegen die Verträge bis ins Jahr 2027 vor, bei Cerebras schrumpfte das Hardware-Geschäft, während die Cloud-Sparte wuchs. Zur Preisseite des Speichergeschäfts passt der angekündigte Aufschlag von 80 Prozent auf Mobil-DRAM, und die Auslastung der Fertigung lässt sich am TSMC-Julirekord ablesen.
Dass Kursbewegung und Meldung am selben Tag stattfinden, belegt keine Ursache. Die Gleichzeitigkeit ist dokumentiert, der kausale Zusammenhang ist es nicht.
Eine Beobachtung bleibt trotzdem hängen: Am Tag eines Indexrekords verlor ausgerechnet ein Anbieter von KI-Rechenchips zweistellig, während sein Zulieferer aus dem Speichergeschäft zulegte. Wer den KI-Aufschwung als einen einzigen Block liest, bekommt an solchen Tagen ein Problem.
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- Stockanalysis (Micron)60Aggregator · 6/6 bestanden
- Yahoo Finance Liveblog 13.08.49Aggregator · 34/35 bestanden
- Motley Fool80Redaktionsmedium · 7/7 bestanden
