Zinsschock drückt die KI-Werte, der Halbleiterindex verliert fast fünf Prozent
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg am Dienstag, dem 18. August 2026, auf 5,32 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2024. Der Halbleiterindex SOXX schloss 4,96 Prozent tiefer.
Am härtesten traf es die Werte mit dem größten Kursanstieg im laufenden Jahr. Micron schloss bei 940,76 Dollar, ein Minus von 7,02 Prozent zum Vortag, auf Fünftagessicht steht der Wert trotzdem noch 8,32 Prozent im Plus. Marvell verlor 7,82 Prozent auf 216,00 Dollar, Arm 6,67 Prozent auf 253,32 Dollar, GlobalFoundries 6,62 Prozent auf 49,90 Dollar, Intel 6,58 Prozent auf 96,69 Dollar.
Weiter unten in der Liste stehen KLA mit minus 5,33 Prozent auf 194,79 Dollar, Lam Research mit minus 4,63 Prozent auf 327,92 Dollar, AMD mit minus 4,27 Prozent auf 484,39 Dollar, ASML mit minus 4,26 Prozent auf 1.802,98 Dollar, TSMC mit minus 4,07 Prozent auf 413,41 Dollar und Applied Materials mit minus 3,92 Prozent auf 514,33 Dollar. Nvidia kam mit minus 2,34 Prozent auf 219,74 Dollar am glimpflichsten davon.
Micron lag vor dem Rücksetzer rund 198 Prozent im Plus seit Jahresbeginn. In der Vorwoche hatten die Speicherhersteller die Rally im KI-Umfeld angeführt, Samsung, SK Hynix und Micron waren dort die stärksten Werte. Broadcom setzte mit minus 3,17 Prozent auf 380,00 Dollar den Rückgang vom Vortag fort und steht auf Fünftagessicht 8,67 Prozent tiefer.
Den größten Einzelverlust hatte Baidu mit 12,73 Prozent auf 90,87 Dollar, nach Quartalszahlen unter den Erwartungen. Der Umsatz lag bei 31,3 Milliarden Yuan (4,62 Milliarden Dollar), 4 Prozent weniger als im Vorjahr, erwartet worden waren 4,74 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je ADS kam auf 1,06 statt 1,46 Dollar.
Innerhalb dieser Zahlen laufen zwei Geschäfte in verschiedene Richtungen: Die Online-Marketing-Erlöse brachen um 19 Prozent auf 13,1 Milliarden Yuan ein, das vierte Quartal in Folge mit schrumpfender Werbung. Die KI-Geschäfte wuchsen um 25 Prozent, die KI-Cloud-Infrastruktur um 50 Prozent auf 7,3 Milliarden Yuan.
Bei den großen Plattformen blieb es dagegen ruhig. Microsoft schloss 0,27 Prozent höher, Alphabet 0,06 Prozent, Amazon 0,71 Prozent tiefer. Nur Meta fiel deutlich, minus 4,45 Prozent auf 543,67 Dollar, über fünf Tage minus 9,26 Prozent.
In Asien lief der Tag umgekehrt. SK Hynix legte 1,03 Prozent auf 1.662.000 Won zu und steht über fünf Tage 16,63 Prozent höher, SMIC gewann 0,93 Prozent auf 75,85 Hongkong-Dollar (fünf Tage: plus 12,54 Prozent), Cambricon 0,56 Prozent auf 1.162,50 Yuan. Samsung Electronics gab zwar 2,19 Prozent auf 268.500 Won nach, liegt auf Wochensicht aber 12,11 Prozent im Plus.
Wer eine Erklärung für den Dienstag sucht, muss also auch erklären, warum die Bewegung an der Datumsgrenze aufhört. Der Zinsanstieg und der Kursrutsch fielen auf denselben Handelstag, mehr als diese Gleichzeitigkeit lässt sich aus den Daten nicht ablesen. Für Intel, Arm, Arista und Tokyo Electron ist überhaupt keine firmenspezifische Nachricht bekannt.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Kursbeobachtung der Redaktion (Nasdaq-Daten, stockanalysis.com)
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- StartupHub AI Stocks Daily, 18.08.2026im AufbauNoch nicht eingeordnet
- The Motley Fool zu Baidu80Redaktionsmedium · 7/7 bestanden
- Invezz zu Baidu85Redaktionsmedium · 5/5 bestanden