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British Columbia verklagt OpenAI nach Amoklauf an einer Schule

Die kanadische Provinz wirft OpenAI Fahrlässigkeit vor: Warnsignale seien automatisiert markiert, die Behörden aber nicht verständigt worden. Eingereicht wurde die Klage in San Francisco.

Die kanadische Provinz British Columbia hat am Montag, dem 21. September, Klage gegen OpenAI und CEO Sam Altman eingereicht. Angerufen wurde ein Bundesgericht in San Francisco, also der Firmensitz, nicht ein Gericht in Kanada.

Anlass ist der Amoklauf an der Tumbler Ridge Secondary School am 10. Februar 2026. Acht Menschen wurden getötet, mehr als 25 verletzt. Die 18-jährige Täterin, eine ehemalige Schülerin, starb durch Suizid.

Der Kernvorwurf lautet Fahrlässigkeit. OpenAIs Sicherheitssysteme hätten die Chats über Waffengewalt etwa acht Monate vor der Tat automatisiert markiert. Das Unternehmen habe intern entschieden, die Behörden nicht zu verständigen.

Aus der Klageschrift: ChatGPT habe gewalttätige Vorstellungen bestärkt, ausgeschmückt und verfestigt, statt sie zu unterbrechen oder an reale Hilfe zu verweisen. Ein Telefonanruf bei der RCMP hätte die Tragödie verhindern können.

Generalstaatsanwältin und Justizministerin Niki Sharma hatte die Klage bereits im Juli angekündigt. Die Provinz habe Einsicht in die Chatprotokolle verlangt, OpenAI habe die Herausgabe verweigert.

Gefordert wird Schadenersatz für die Einsatz- und Wiederaufbaukosten der Provinz, eine Summe nennt die Klage nicht. Dazu soll das Gericht eine Überarbeitung der Melde- und Erkennungsprozesse bei Bedrohungen anordnen.

Im April 2026 hatte Altman einen Brief veröffentlicht, in dem er zutiefst bedauert, die Behörden nicht kontaktiert zu haben, und Reformen zusagte. Die Klage behauptet, diese Zusagen seien nie umgesetzt worden. Der Brief stammt aus dem Frühjahr; zur Klage vom Montag hat sich OpenAI bislang nicht öffentlich geäußert.

Angehörige hatten schon im März 2026 gegen OpenAI geklagt. Diese Privatverfahren laufen parallel.

Juristisch interessant ist die Richtung des Vorwurfs. Er zielt nicht auf Content-Moderation im üblichen Sinn, also darauf, dass etwas nicht hätte stehen dürfen. Er zielt darauf, dass das Unternehmen etwas hätte weitergeben müssen. Die Debatte über Schutzpflichten von Chatbots läuft seit Monaten, zuletzt sichtbar an den neuen Jugendschutzregeln in Kalifornien. Wer aber einen Anbieter verpflichtet, eigene Nutzer bei der Polizei zu melden, macht aus einem Sicherheitsfilter ein Frühwarnsystem des Staates. Ob ein Gericht in San Francisco das einer kanadischen Provinz zugestehen wird, ist die eigentliche Frage des Verfahrens.

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Keine öffentliche Stellungnahme von OpenAI zur Klage (Stand 22.09.2026) — Offizieller Kanal. Basis 46 (Offizieller Kanal) + Transparenz 10 + Prüfbilanz 30 (20/20 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Al Jazeera (22.09.2026) — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (7/7 bestanden). Klick öffnet die Quelle.CBC News: B.C. government suing OpenAI for alleged role in Tumbler Ridge mass shooting — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 2). Klick öffnet die Quelle.heise online — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (35/35 bestanden). Klick öffnet die Quelle.

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#OpenAI#Sicherheit#Regulierung#USA

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