KI FinanceBestätigt

IBM stürzt 25 Prozent ab — der KI-Boom frisst die Software-Budgets

IBMs schwächere Quartalszahlen lösten den heftigsten Kurssturz der Firmengeschichte aus. Der eigentliche Schock: Kunden verschieben ihr Geld von Software zu KI-Hardware, bevor die Preise steigen.

Es war der schwerste Handelstag in IBMs Geschichte: Am Dienstag, dem 14. Juli, brach die Aktie um rund 25 Prozent ein — vom Schlusskurs 290,23 US-Dollar am Vortag auf 217,07 US-Dollar. Am Folgetag rutschte sie weiter auf 211,20 Dollar. An einem einzigen Tag verlor der Konzern über 65 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung, laut mehreren Finanzmedien der stärkste Tagesverlust seit mindestens 1968.

Der Auslöser wirkt auf den ersten Blick harmlos: Die vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal verfehlten die Erwartungen nur knapp — 17,2 Milliarden Dollar Umsatz statt der erwarteten rund 17,9 Milliarden, ein bereinigter Gewinn von 2,93 Dollar je Aktie statt 3,02. Eine Abweichung von wenigen Prozent löst normalerweise keinen Absturz dieser Größenordnung aus.

Die heftige Reaktion erklärt sich aus dem, was hinter der Zahl steckt. Nach Darstellung von Fortune und weiteren Medien ist es das bisher deutlichste Eingeständnis, dass der KI-Boom die klassischen Software-Budgets anknabbert: In den letzten Juni-Wochen hätten Kunden ihre Investitionsbudgets kurzfristig zu Servern, Speicher und Arbeitsspeicher umgeleitet, um sich Ware zu sichern, bevor die Preise steigen. Genau dieser Preisdruck ist kein Zufall — er ist die Fortsetzung des Speicher-Schocks, der zuletzt sogar Nvidias eigenen Mini-PC verteuerte.

IBM-Chef Arvind Krishna wurde ungewöhnlich deutlich: Man habe sich „nicht schnell genug angepasst“, zahlreiche große Abschlüsse seien nicht im erwarteten Zeitrahmen zustande gekommen. Bezeichnend war die Ansteckung: Auch Salesforce, Adobe, Workday und Accenture gaben nach — Anleger preisten dieselbe Budget-Verschiebung quer durch die Software-Branche ein.

Nüchtern als Zusammenhang formuliert, nicht als Vorhersage: Solange Hardware knapp und teuer ist und Firmen dort zuerst zugreifen, geraten reine Software- und Beratungsanbieter unter Druck — dieselbe Nachfrage, die TSMCs Rekordquartal trägt, fehlt an anderer Stelle im IT-Budget. Ob IBMs Quartal ein Einzelfall schlechter Ausführung war oder ein Vorbote, wird sich erst mit den vollständigen Zahlen und den nächsten Quartalen der Software-Häuser zeigen.

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Yahoo Finance — IBM (IBM), Tageskurse — Aggregator. Basis 15 (Aggregator) + Transparenz 5 + Prüfbilanz 29 (34/35 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Fortune — Why IBM just suffered its worst stock crash — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (16/16 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Fortune — IBM shares plunge 25% after CEO admits company fell behind — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (16/16 bestanden). Klick öffnet die Quelle.heise online — IBM-CEO schockiert Aktionäre, Aktie kracht — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (35/35 bestanden). Klick öffnet die Quelle.

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