Prototyp des Surface Laptop Ultra am Straßenrand gefunden, einen Monat lang vermessen
Ein Nutzer des TechPowerUp-Forums, der unter dem Namen Fouquin schreibt, berichtet, er habe Mitte Juni 2026 nahe Microsofts Firmensitz in Redmond ein Notebook am Straßenrand gefunden und für Elektroschrott gehalten. Es handelte sich seinen Angaben nach um ein Engineering Sample der Revision EV1.5 des Surface Laptop Ultra.
Das Gerät ist keine Erfindung. Microsoft hat den Surface Laptop Ultra auf der Computex 2026 vorgestellt, als erstes Gerät auf Nvidias RTX-Spark-Plattform: bis zu 20 Arm-Kerne, eine Blackwell-GPU mit 6.144 Recheneinheiten, bis zu 128 GB LPDDR5X als Unified Memory, 15-Zoll-Mini-LED mit 2.880 × 1.920 Punkten. Verkaufsstart ist für den Herbst 2026 angekündigt, ein Preis nicht.
Das aufgesammelte Muster war schwächer bestückt: 24 GB Unified Memory, 512 GB SSD, dazu die volle Kernzahl aus zehn Cortex-X925 und zehn Cortex-A725. Fouquin will es rund einen Monat lang unter zwei verschiedenen Vorabtreibern vermessen haben.
Die genannten Werte, alle im Konjunktiv zu lesen: 5.771 Punkte im Multicore-Lauf von Cinebench 2026 und 540 Punkte im Einzelkern, in Cinebench 2024 waren es 1.386 und 123 Punkte. Bei den Grafiktests soll 3DMark Port Royal 26 bis 31 Bilder pro Sekunde geliefert haben, Unigine Superposition mit dem neueren Treiber 616.00 maximal 56 bis 58.
Der interessante Teil sind nicht die Punkte, sondern was nicht lief. Die CUDA-gestützten KI-Lasten brachen dem Bericht nach auf beiden Vorabtreibern ab. Nvidias Angabe von einem Petaflop lokaler KI-Leistung ließ sich damit nicht überprüfen, also genau jene Zahl, um die es bei einem solchen Gerät geht.
Dazu kommt eine Liste, die typisch für Vorserienhardware ist: GPU-Takt, der zwischen 1,5 und 2,3 GHz schwankte, Ruckler, Probleme mit lokalem Dimmen, G-Sync, HDR und der Touch-Erkennung des Displays. Der neuere Treiber hob den Verbrauch im Leerlauf von 7 bis 8 Watt auf 12 bis 23 Watt.
Ein Ergebnis fällt positiv aus, und es ist für lokale KI das wichtigste: Die Leistung soll am Netzteil und im Akkubetrieb identisch gewesen sein. Wer On-Device-KI ernst meint, braucht genau das, denn ein Modell, das nur an der Steckdose in vollem Tempo läuft, ist im Zug kein lokales Modell.
Bei der Einordnung gegen die Konkurrenz gehen die Berichte auseinander. VideoCardz verortet den Multicore-Wert von Cinebench 2026 etwa auf dem Niveau eines Apple M3 Max mit 14 Kernen, TechSpot referiert dagegen, RTX Spark liege hinter Apples M5 Pro. Beides sind Fremdeinordnungen desselben Datensatzes, kein zweiter Messlauf.
Nvidia und Microsoft haben zu dem Fund nichts gesagt. In Nvidias Newsroom finden sich für Juli 2026 zehn Mitteilungen, von Jetson bis zur Partnerschaft mit Safe Superintelligence, keine zu N1X oder RTX Spark. Microsofts Newsroom führt den Surface Laptop Ultra nur als Produktlink.
Bleibt die Frage, was das Gerät kosten wird. Fouquin schätzt 2.800 bis 4.500 Dollar, was bei 128 GB Unified Memory in einem Markt plausibel klingt, in dem IDC für 2026 PC-Preise um acht Prozent höher erwartet, getrieben von genau diesem Speicher. Ein AI-PC-Flaggschiff trifft damit auf die teuerste Speicherlage seit Jahren.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (Tom's Hardware, TechSpot, VideoCardz, igor'sLAB)
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Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.
- Tom's Hardware — Mystery reviewer finds Nvidia RTX Spark prototype laptop and puts it through its paces89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- TechSpot — Microsoft laptop with Nvidia RTX Spark leaked and benchmarked before launch85Redaktionsmedium · 3/3 bestanden
- igor'sLAB — Surface Laptop Ultra: RTX Spark prototype, early performance and software issues80Fach-Quelle · 4/4 bestanden
- VideoCardz — Surface Laptop Ultra with NVIDIA N1X matches 14-core Apple M3 Max in Cinebench 202670Fach-Quelle · 11/11 bestanden
- TechSpot — Microsoft unveils Surface Laptop Ultra with Nvidia RTX Spark chip (offizielle Vorstellung, Computex 2026)85Redaktionsmedium · 3/3 bestanden
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