AMD verliert 7 Prozent trotz 50 Prozent Umsatzplus, Arista gewinnt 3,6 Prozent
AMD schloss am Mittwoch, 5. August 2026, bei 482,05 US-Dollar. Das ist ein Minus von 7,04 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 518,58 US-Dollar.
Vorausgegangen waren Quartalszahlen, die man üblicherweise nicht mit einem solchen Tag verbindet. Der Umsatz lag bei 11,54 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 50 Prozent gegenüber 7,69 Milliarden im Vorjahresquartal. Damit übertraf AMD die Erwartungen.
Den Ausschlag gab nach Lesart der Analysten die Bruttomarge. Sie kam bei 54 Prozent heraus statt der erwarteten 56 Prozent, was auf kurzfristige Kosten der Helios-KI-Infrastruktur zurückgeführt wird. Ein Analyst formulierte es so: Die Aktie sei auf ein außergewöhnliches Ergebnis hin bepreist gewesen, und das sei dieses Quartal nicht.
Zwei Prozentpunkte Marge gegen fünfzig Prozent Wachstum. Das ist der Rechenschritt, den der Markt an diesem Tag vorgenommen hat.
Wie gut Helios für AMD ausgehen kann, haben wir bei der Vorstellung von Helios und MI455X beschrieben; die Rechenzentrumszahlen des Quartals stehen in unserem Bericht zum AMD-Quartal.
Am selben Handelstag ging es für Arista Networks in die andere Richtung. Die Aktie stieg auf 197,31 US-Dollar, ein Plus von 3,57 Prozent. Der Quartalsumsatz lag bei 3,04 Milliarden US-Dollar, 38 Prozent mehr als im Vorjahr, erwartet worden waren 2,83 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,02 US-Dollar gegenüber erwarteten 0,89 US-Dollar.
Arista hob außerdem die Jahresprognose für 2026 auf 12,6 Milliarden US-Dollar an, ein Plus von 40 Prozent, und stellte für das dritte Quartal rund 3,3 Milliarden in Aussicht.
Der Rest des Halbleitersegments zeigte am 5. August ein gemischtes Bild. Qualcomm schloss bei 157,53 US-Dollar (minus 3,16 Prozent), Marvell bei 211,02 (minus 3,46 Prozent), Lam Research bei 307,42 (minus 3,25 Prozent), GlobalFoundries bei 49,46 (minus 4,92 Prozent) und Cerebras bei 214,30 (minus 5,66 Prozent). Nvidia legte gegen den Strom auf 219,22 US-Dollar zu, plus 3,43 Prozent.
Nach der breiten Aufwärtsbewegung vom Vortag, die wir in der Halbleiter-Rally vom 4. August beschrieben haben, sortierte sich der Sektor also innerhalb von 24 Stunden neu.
Der Vergleich der beiden Unternehmen ist lehrreich, weil beide am KI-Ausbau verdienen und beide ihre Erwartungen übertrafen. Arista verkauft die Netzwerktechnik dazu und hat kaum Fertigungskosten am Hals, AMD baut die Beschleuniger und trägt die Anlaufkosten dafür sofort in der Marge. Wer die KI-Welle finanziert, sieht sie in der Bilanz anders als der, der sie liefert.
Die nächste belastbare Größe für AMD ist die Margenentwicklung im dritten Quartal. Bis dahin bleibt es bei zwei Prozentpunkten, über die man mehrere Milliarden Börsenwert diskutieren kann.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Kursdaten aus dem Sammler-Dossier, Quartalszahlen über Medien-Sweep
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- Yahoo Finance: AMD49Aggregator · 34/35 bestanden
- The Motley Fool: Why AMD Stock Dropped Today80Redaktionsmedium · 7/7 bestanden
- Yahoo Finance: Why Arista Networks Stock Rallied49Aggregator · 34/35 bestanden