KI LegalInternationalBestätigt

OpenAI beantragt Abweisung: Apple habe seine Geheimnisse selbst nicht geschützt

OpenAI hat am 6. August bei einem Bundesgericht in Nordkalifornien die Abweisung von Apples Klage beantragt. Das Kernargument dreht die Beweislast um und zielt auf Apples eigene Sicherheits- und Offboarding-Praktiken.

OpenAI hat am 6. August bei einem Bundesgericht in Nordkalifornien beantragt, Apples Klage abzuweisen. Das Argument setzt nicht bei den Vorwürfen an, sondern bei Apple selbst: Die eigenen Sicherheits- und Offboarding-Praktiken des Konzerns würden die Behauptung untergraben, die fraglichen Informationen seien rechtlich geschützte Geschäftsgeheimnisse.

Apple hatte am 10. Juli wegen Vertragsbruchs und Verrats von Geschäftsgeheimnissen geklagt. Es geht um den Aufbau von OpenAIs eigener Consumer-Hardware.

Die Vorwürfe in der Klage sind schwer und bislang unbewiesen. Apple behauptet ein von der Führungsebene gesteuertes Fehlverhalten unter Beteiligung von Chief Hardware Officer Tang Tan. Weiter sollen vertrauliche Apple-Projektcodenamen im Recruiting verwendet und Bewerber aufgefordert worden sein, Apple-Hardwarekomponenten zu Gesprächen mitzubringen. Ausscheidende Mitarbeiter seien darin gecoacht worden, Sicherheitsprozeduren zu umgehen.

Zu Chang Liu, einem früheren Senior Systems Electrical Engineer, heißt es in der Klage, er habe nach dem Wechsel zu OpenAI ein Apple-Notebook nicht zurückgegeben und darüber vertrauliche technische Dokumente heruntergeladen. Auch das ist eine Behauptung Apples, gerichtlich geprüft ist sie nicht.

Und genau an dieser Stelle wird der Abweisungsantrag interessant. Wenn ein Ex-Mitarbeiter wochenlang mit einem Firmennotebook auf interne Systeme zugreifen kann, sagt das mindestens so viel über den Zustand der Zugangskontrolle wie über den Mitarbeiter.

Eine offizielle Pressemitteilung zum Abweisungsantrag gibt es weder von Apple noch von OpenAI. OpenAI äußert sich ausschließlich über Prozessschriftsätze. Aktenzeichen und Gerichtsakte liegen uns nicht vor, deshalb nennen wir sie nicht.

Für Apple kommt das Verfahren in einer ohnehin unruhigen Phase. Die Aktie verlor Ende Juli 7,35 Prozent nach einem schwachen Ausblick, begründet unter anderem mit der Speicherknappheit. Der Hardware-Streit mit OpenAI trifft dazu noch das Feld, in dem Apple traditionell am wenigsten Konkurrenz gewohnt ist.

Über den Antrag entscheidet nun das Gericht. Kommt er durch, endet der Fall vor der Beweisaufnahme, und die Frage, wer bei Apple wann welches Notebook zurückbekommen hätte, wird nie öffentlich beantwortet.

Einfach erklärt

Faktencheck & Quellen

Gefunden über: Medien-Sweep (TechCrunch, Bloomberg)

Quellenlage: 4 unabhängige SträngeWie wir bewerten →

Woher diese Meldung kommtJeder Punkt ist eine Quelle — Klick öffnet sie. Farbe = Quellentyp, Zahl = Vertrauens-Score.
9to5Mac — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 15 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 2). Klick öffnet die Quelle.Bloomberg — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (35/35 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Axios zur Klage — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 30 (15/15 bestanden). Klick öffnet die Quelle.TechCrunch — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 29 (57/58 bestanden). Klick öffnet die Quelle.

Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.

Redaktionsmedium

#Apple#OpenAI#Klage#USA

Teilen

← Mehr aus KI Legal

Akte: Markt · 417 Meldungen

  1. Gerücht: Grok 4.5 mit 1,5 Billionen Parametern in privater Beta
  2. Meta schickt Muse Code ins Terminal und zielt auf Claude Code und Codex
  3. OpenAI beantragt Abweisung: Apple habe seine Geheimnisse selbst nicht geschütztSie sind hier
  4. Speicherwerte brechen am 6. August ein, SK hynix verliert 10,37 Prozent
  5. USA und China richten einen Gesprächskanal für KI-Vorfälle ein

Mehr zum Thema