Indien startet Phase 2 der Chipmission mit 13,5 Milliarden Dollar über zwölf Jahre
Premierminister Narendra Modi hat am 17. September die SEMICON India 2026 in Neu-Delhi eröffnet und dort Phase 2 der India Semiconductor Mission gestartet. Das Programm umfasst 13,5 Milliarden Dollar, also 1.27.500 Crore Rupien, verteilt über zwölf Jahre. Phase 1 lief seit Dezember 2021 mit 8 Milliarden Dollar über fünf Jahre.
Sechs Säulen sind vorgesehen: Chipdesign, Maschinen und Materialien, Fabs, Advanced Packaging, Forschung und Talententwicklung. Genehmigt sind bislang zwölf Chipprojekte.
Zwei amerikanische Ausrüster meldeten sich auf der Messe mit eigenen Zusagen. Applied Materials kündigte unter dem Label „India Vision 2035“ 5 Milliarden Dollar über zehn Jahre an, dazu einen Forschungspark auf 140 Acre und eine Verzehnfachung der indischen Lieferkettenkapazität bis 2035.
Lam Research stellte rund 10.000 Crore Rupien für die erste eigene Silizium-Komponentenfertigung in Indien in Aussicht, einschließlich Ingot-Produktion und -Verarbeitung. Damit würde ein Schritt ins Land kommen, der bisher fast vollständig woanders stattfindet.
Auffällig ist, welcher Teil der Kette hier adressiert wird. Indien holt zuerst Ausrüster, Packaging und Materialien ins Land, also die Bereiche um die Fab herum, während der Aufbau eigener Spitzenfertigung weiter offen ist. Google hatte im August bereits 15 Milliarden Dollar für einen KI-Hub in Visakhapatnam zugesagt: Rechenzentren entstehen dort gerade schneller als die Chips, die darin laufen sollen.
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Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Hardware-Sweep (indische Wirtschaftsmedien)
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