KI HardwareBestätigt

Meta zeigt VR-Brille für 1.299 Dollar und einen Schlüsselanhänger für Muse

Die Brille wiegt rund 100 Gramm, die Rechenleistung wandert in einen Puck am Gürtel. Dazu bekommt der KI-Agent Muse ein eigenes Gerät im Schlüsselanhänger-Format, das im Dezember ausgeliefert werden soll.

Mark Zuckerberg hat auf der Meta Connect 2026 am 23. September die „Meta VR Glasses“ gezeigt. Preis: 1.299,99 Dollar. In den Handel kommen sie im Frühjahr 2027.

Die Brille wiegt rund 100 Gramm, etwa ein Fünftel der Meta Quest 3. Möglich wird das, weil die Rechen-Hardware nicht mehr am Kopf sitzt, sondern in einem externen Puck, den man an Gürtel, Tasche oder Hosentasche klemmt.

Das zweite Gerät ist kleiner und deutlich seltsamer. Der „Muse Charm“ hat die Größe eines Schlüsselanhängers und trägt ein kleines Display, Lautsprecher, Mikrofone und einen Fingerabdrucksensor. Er ist im Kern ein Körper für den KI-Agenten Muse. Ausliefern will Meta im Dezember, einen Preis hat das Unternehmen nicht genannt.

derStandard nennt das Ding das Comeback des Tamagotchi. Der Vergleich sitzt besser, als Meta lieb sein dürfte.

Dazu kommt eine Ray-Ban-Meta-Generation ohne Kamera, „Ray-Ban Meta Audio“. Muse selbst zieht auf die Smart Glasses und bekommt Videochat.

Am selben Tag veröffentlichte Meta Engineering einen Blogbeitrag zu „Private Processing“ für die AI Glasses, also zur Frage, was mit den Daten passiert, die so eine Brille aufnimmt.

Beim Zuspruch kann Meta Zahlen vorweisen: Laut The Decoder holte Muse in einer Woche 500.000 Nutzer. Dass der Agent OpenClaw ziemlich ähnlich sieht, ist seit Wochen Thema. Laut TechCrunch räumt Meta inzwischen ein, dass die Ähnlichkeit kein Zufall ist.

Die Woche davor war für Muse allerdings denkbar schlecht. Amazon hat den Agenten von seinen Seiten ausgesperrt, und in der macOS-Fassung klaffte eine Zero-Day-Lücke, die wir am Montag aufgeschrieben haben. Jetzt bekommt derselbe Agent einen Schlüsselanhänger.

Die Börse nahm die Ankündigung freundlich auf. Die Meta-Aktie stand am Handelstag zum 24. September bei 777,59 Dollar, plus 4,5 Prozent. Von der Muse-Nachfrage hatten Chipwerte schon in der Woche davor profitiert.

CNBC ordnet die Sache nüchtern ein: Meta ist mit eigener KI-Hardware für Endkunden vor OpenAI am Markt, bewiesen ist damit noch nichts.

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