Micron streicht die 2-Gigabyte-GDDR7-Chips, und DRAM wird teurer als Logik
Micron führt beide 2-Gigabyte-GDDR7-Bausteine im eigenen Katalog als „End of Life“: den MT68A512M32DF-28:A mit 28 Gbit/s und den MT68A512M32DF-32:A mit 32 Gbit/s. Aufgefallen ist das UNIKO’s Hardware, weil die Produktseiten „No results found“ zurückgaben.
Übrig bleiben die dichteren 3-Gigabyte-Chips mit 24 Gbit. Die stecken in Nvidias RTX-PRO-Blackwell-Karten für KI-Arbeitslasten und bringen die höheren Margen.
Auf der Consumer-Seite trifft die Streichung vor allem Retail-Varianten der GeForce RTX 5060. Den Großteil der 2-Gigabyte-Bestückung in der RTX-50-Serie decken Samsung und SK hynix ab.
Micron hatte zuvor schon die Consumer-Marke Crucial aufgegeben und das mit der Nachfrage aus KI-Rechenzentren begründet. Eine offizielle Stellungnahme zu GDDR7 fehlt bis heute: Der Newsroom listet zuletzt Meldungen vom 15. September, die Quartalszahlen kommen am 30. September.
Interessanter als die Produktpflege ist eine Rechnung, die der Analyst Kurnal Insights aufgemacht hat. Sie stellt Wert pro Quadratmillimeter Silizium gegenüber, Speicher gegen Logik.
Bei geschätzt 20.000 Dollar pro 300-Millimeter-N3-Wafer und 30.000 Dollar pro N2-Wafer kommt TSMC nominal auf 0,283 beziehungsweise 0,424 Dollar pro Quadratmillimeter. Rechnet man DRAM mit einem Spotpreis von 1,50 Dollar pro Gbit hoch, liegt die Generation 1y bei 0,329, die 1z bei 0,410 und die 1b bei 0,654 Dollar pro Quadratmillimeter. Das sind gut 54 Prozent über N2, obwohl DRAM technisch weit einfacher zu fertigen ist.
Die Preisrichtung stützt den Befund. TrendForce hob die Prognose für PC-DRAM-Kontraktpreise im dritten Quartal 2026 auf 15 bis 20 Prozent Anstieg, vorher waren es 8 bis 13; fürs vierte Quartal stehen 3 bis 8 Prozent, für Server-DRAM 13 bis 18 Prozent.
Zu der Rechnung äußern sich weder Micron noch Samsung oder SK hynix. TSMC veröffentlicht keine Waferpreise, die 20.000 und 30.000 Dollar sind Branchenschätzungen. Dass CXMT gerade zusätzliche DRAM-Kapazität in Serie bringt, ändert an der Bestückung von Grafikkarten nichts, und der Widerspruch zwischen Acer und Intel über die weitere Preisentwicklung steht ebenfalls noch offen.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Sammler-Dossier (Tom's Hardware) + Microns Produktkatalog
Quellenlage: 4 unabhängige SträngeWie wir bewerten →
Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.
- Micron Newsroom (kein Eintrag zum Thema, Stand 25.09.2026)im AufbauOffizieller Kanal
- Tom's Hardware: Micron discontinues 2GB GDDR7 chips for gaming GPUs89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- Tom's Hardware: Memory chips are now more expensive than compute chips on a per-area basis89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- TechPowerUp: Micron's 2 GB GDDR7 Memory Chips Reportedly Reach End of Life80Fach-Quelle · 6/6 bestanden
- TrendForce: Rapid Contract Price Surge Drives DRAM Industry75Fach-Quelle · 13/13 bestanden