128 Gigabyte im Notebook, kein Preis: Nvidia schweigt zum RTX Spark
Nvidias RTX-Spark-Superchip vereint 70 Milliarden Transistoren in TSMCs 3-nm-Prozess. Auf der Bühne lief er unter dem Codenamen N1X, entwickelt hat Nvidia ihn gemeinsam mit MediaTek, und technisch verschmelzen darin zwei Chiplets zu einem SoC.
Die GPU-Seite ist ein großes Blackwell-Design mit 6.144 CUDA-Kernen und Tensor-Kernen der fünften Generation, die FP4 beherrschen. Nvidia gibt 1 Petaflop KI-Leistung in FP4 an. Über NVLink-C2C mit 600 Gigabyte pro Sekunde hängt daran eine Grace-CPU mit 20 Kernen.
Interessant ist aber der Speicher: bis zu 128 Gigabyte Unified Memory bei 300 Gigabyte pro Sekunde Bandbreite, gemeinsam nutzbar von CPU und GPU.
Was das praktisch heißt, lässt sich ausrechnen. Ein Modell mit 70 Milliarden Parametern braucht in 4-Bit-Quantisierung grob 40 Gigabyte, dazu Kontext und Betriebssystem. In 128 Gigabyte passt so etwas mit Luft nach oben, in den 16 oder 32 Gigabyte heutiger Notebooks nicht. Es wäre der erste Formfaktor, in dem ein großes Modell lokal läuft, ohne dass man Kompromisse erklären muss.
Genau an dieser Stelle wird es still. Stand August 2026 hat Nvidia keine Vorbestellungen geöffnet, und keiner der sechs bestätigten Launch-Partner nennt einen Preis oder eine Bestellseite: Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft Surface und MSI. Angekündigt sind schlanke Windows-Notebooks und kompakte Desktops für diesen Herbst, Acer und Gigabyte sollen folgen.
Die Spezifikationen und die Partnerliste stammen aus Nvidias eigenen Computex-Ankündigungen. Dass es weder Preise noch Vorbestellungen gibt, ist dagegen eine Beobachtung der Fachpresse; eine Nvidia-Stellungnahme dazu liegt nicht vor, und ein Gegencheck bei den Geräteherstellern wurde nicht durchgeführt.
Das Schweigen fällt in eine unglückliche Woche. Für Mobil-DRAM verlangen Samsung und Micron gerade über 80 Prozent Aufschlag, in Japan haben Grafikkarten um 20 bis 40 Prozent angezogen, und Microsoft hat still und leise die Empfehlung von 32 Gigabyte RAM für Windows 11 gelöscht. Wer soll dann 128 Gigabyte in ein Notebook bauen, und zu welchem Kurs? Diese Zahl fehlt, und sie ist die einzige, die über den Erfolg des Geräts entscheidet.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (Tom’s Hardware, NVIDIA Newsroom, StorageReview)
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- Tom’s Hardware89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- NVIDIA Newsroom86Offizieller Kanal · 14/14 bestanden
- StorageReviewim AufbauFach-Quelle
