Huawei zieht den Ascend 960DT auf Q1 2027 vor und zeigt den ersten SuperPoD mit Optik im Gehäuse
Huawei hat am 17. September auf der Huawei Connect in Shanghai den Atlas 960E SuperPoD vorgestellt, nach Firmenangabe den ersten Rechenverbund dieser Art mit Near-Packaged Optics. Ein System fasst 4.096 NPUs und kommt auf 8 EFLOPS bei FP8 sowie 16 EFLOPS bei FP4, die Verfügbarkeit gibt Huawei mit 99,8 Prozent an. Ausgeliefert wird es im dritten Quartal 2027.
Der zugehörige Chip kommt früher. Ascend 960DT für das Training sei im ersten Quartal 2027 fertig, sagte der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende David Wang Tao, drei Quartale vor dem bisherigen Plan und mit doppelter Leistung. Der Inferenzchip 960PR folgt im dritten Quartal 2027, ein Quartal früher als angekündigt. Danach jährlich: Ascend 970 im Jahr 2028, Ascend 980 im Jahr 2029.
Die Optik steckt jetzt im Gehäuse statt daneben. Rund 5.500 Hi-ONE-Einheiten mit je 7,2 Terabit ersetzen 48.000 herkömmliche 800G-Module und sparen nach Huaweis Rechnung über 550 Kilowatt. In Clustern mit 100.000 Karten gehen demnach mehr als 40 Prozent der Trainingszeit für die Kommunikation zwischen den Chips drauf, nicht fürs Rechnen.
Darunter liegt UnifiedBus, die Verbindungstechnik zwischen Prozessoren, Speicher und Netzwerk. Sie ist der eigentliche Hebel gegen die US-Exportkontrollen: Wer keine modernste Fertigung bekommt, holt die Leistung aus der Verschaltung. Bis zu eine Million Prozessoren sollen so als ein einziger Rechner arbeiten. Mit ähnlicher Logik argumentiert das Start-up Cornelis für seine Active Compute Fabric, nur ohne Sanktionen im Hintergrund.
Rotationschef Eric Xu Zhijun sagte Reportern in Shanghai, ab dem kommenden Jahr werde ein großer Teil des chinesischen Modelltrainings auf Ascend-SuperPoDs laufen. Beim inländischen Marktanteil habe Huawei Nvidia bereits überholt, Zahlen nannte er dafür keine. Exportieren will der Konzern die Chips kaum, weil die Kapazität nicht einmal für China reicht.
Dazu passt der Bericht Intelligent World 2035, den Huawei kurz vor der Konferenz veröffentlichte: eine 100.000-fache Steigerung des jährlichen Token-Verbrauchs bis 2035, über 90 Prozent davon erzeugt von Agenten. Ein Hardwarehersteller prognostiziert also den Bedarf und verkauft im selben Atemzug die Maschinen dafür. Nvidia hatte zwei Tage zuvor seine Effizienzrechnung auf Tokens pro Watt umgestellt und rechnet aus derselben Richtung.
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- Huawei Newsroom (offizielle Mitteilung Atlas 960E SuperPoD)im AufbauOffizieller Kanal
- TechCrunch89Redaktionsmedium · 57/58 bestanden
- TechNode80Redaktionsmedium · 12/12 bestanden
- South China Morning Post (UnifiedBus)80Redaktionsmedium · 13/13 bestanden
- South China Morning Post (Roadmap)80Redaktionsmedium · 13/13 bestanden
- South China Morning Post (Eric Xu zu 2027)80Redaktionsmedium · 13/13 bestanden
- Der Standard84Redaktionsmedium · 8/9 bestanden
- Keine Stellungnahme von Nvidia zur Huawei-Ankündigung auffindbar (Stand 18.09.2026)86Offizieller Kanal · 14/14 bestanden