Microsoft lässt das Label Copilot+ PC fallen, die 40-TOPS-Hürde bleibt
Microsofts Devices-Blogpost vom 23. September zur nächsten Surface-Generation nennt den Begriff „Copilot+ PC“ an keiner Stelle. Stattdessen ist von „95% faster on-device AI“ die Rede, weiter unten von „up to 95% faster local AI inferencing on the NPU“. Eine TOPS-Zahl steht nirgends.
Bestätigt hat den Schritt Brett Ostrum, Corporate Vice President für Surface, gegenüber Windows Central am Snapdragon Summit 2026. Die neuen Geräte „are not called Copilot+ PCs“, sie „do meet all the requirements of our previous bar for what Copilot+ devices are“.
Weg ist also nur das Label. Die Hardware-Hürde bleibt unverändert: eine NPU mit mindestens 40 TOPS, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256 Gigabyte Speicher.
Betroffen sind Surface Pro 12 Zoll und Surface Laptop 13 Zoll, beide mit Snapdragon X2 Plus. Die Vorgängergeneration lief mit Snapdragon X Plus, deren NPU 45 TOPS schaffte und damit klar über der Grenze lag.
An Zahlen liefert der Post: bis zu 17 Prozent schnellere Office-Produktivität, 18 Prozent bessere Akku-Effizienz, über 60 Prozent schnellere Grafik, bis zu 95 Prozent schnellere lokale Inferenz auf der NPU. Das Display soll 25 Prozent heller sein, der Akku 30 Prozent effizienter.
Wo die KI-Arbeit tatsächlich passiert, lässt Microsoft dabei offen: „Supported experiences can use the device, the cloud, or both.“
Der Surface Pro 12 Zoll startet ab 1.149,99 Dollar, der Surface Laptop 13 Zoll ab 1.199,99 Dollar. Vorbestellungen laufen, im Handel sind die Geräte am 13. Oktober. Dazu kommt eine neue Surface Mouse ab 79,99 Dollar mit Bluetooth 6.0 und konfigurierbarem Action-Button.
Als neues KI-Feature steht Microsoft Ink Canvas im Post, laut Beschreibung eine „AI-powered, pen-first experience“ fürs Skizzieren, Annotieren, Bilder erzeugen und Text zusammenfassen.
Gut zwei Jahre hat das Branding gehalten — einen Grund für das Ende nennt Microsoft nicht.
Satya Nadella hatte Investoren im Januar 2025 berichtet, Copilot+ PCs seien im Weihnachtsquartal auf 15 Prozent der US-Premium-Notebook-Verkäufe gekommen. Seit Monaten rücken andere Hersteller vom AI-PC-Begriff ab, Dells 2026er-Modellreihe erwähnt ihn kaum noch.
Die Begründung von Analysten ist banal: Mainstream- und High-End-Prozessoren erreichen inzwischen ohnehin 40 TOPS und mehr. Ein Kriterium, das fast jedes neue Gerät erfüllt, trennt nichts mehr.
Dass Rechenleistung für lokale KI zum Normalfall wird, zeigt die Bewegung daneben. Qualcomm hat seine Hexagon-NPU weiter ausgebaut, und Android-Notebooks mit Gemini treten mit demselben Versprechen an, ohne je ein Microsoft-Siegel gebraucht zu haben.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Sammler-Dossier (Tom's Hardware, Ars Technica) + Microsoft-Devices-Blog
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Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.
- Microsoft Devices Blog: Introducing the next Surface Pro 12-inch and Surface Laptop 13-inch with Snapdragon X2 Plus (23.09.2026)im AufbauOffizieller Kanal
- Tom's Hardware: Microsoft quietly drops Copilot+ branding from its new laptops after two years89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- Ars Technica: Microsoft stops insisting you need a Copilot+ PC87Redaktionsmedium · 14/15 bestanden
- 9to5Google: Microsoft quietly ending Copilot+ PC branding for Windows laptops85Redaktionsmedium · 7/7 bestanden
- Hardware Busters: The Copilot+ PC Label Is Gone From Microsoft's New Surfaces, but the 40 TOPS Bar Staysim AufbauFach-Quelle
