Apple Upgrade ist live: iPhone ab 17,99 Dollar im Monat, finanziert von Klarna

Apple hat am 28. Juli in den USA das Leasing-Programm „Apple Upgrade“ gestartet. Anbieter der Verträge ist Klarna Inc., verkauft wird online und in den Apple Stores. Die Einstiegsraten liegen bei 17,99 Dollar im Monat für ein iPhone, 11,99 Dollar für Apple Watch und iPad, 24,99 Dollar für einen Mac.
Für iPhone und Watch gibt es Laufzeiten über 12 oder 24 Monate, für Mac und iPad über 24 oder 36. Ein entsperrtes iPhone 17 Pro kostet laut CNBC 31,99 Dollar im Monat bei zwei Jahren Laufzeit und 45,99 Dollar bei einem Jahr.
Vor Abschluss steht eine weiche Bonitätsprüfung. Am Ende der Laufzeit hat der Kunde drei Möglichkeiten: auf das neue Modell wechseln, das Gerät mit einer Einmalzahlung kaufen oder es zurückgeben und aussteigen.
Für Neukunden laufen dafür Apples eigene Angebote in den USA aus, das iPhone Upgrade Program und iPhone Payments.
Wer die Speicherpreise ins Spiel bringt
In Apples Mitteilung kommen sie nicht vor. Karen Rasmussen, Vice President des Apple Store online, wird mit dem Satz zitiert, man freue sich, den Kunden „eine flexiblere Art zu bezahlen“ zu bieten. Von Bauteilkosten, Speichermarkt oder KI-Nachfrage steht dort kein Wort.
Die Einordnung kommt von den Medien. TechCrunch nennt das Programm die Antwort auf „RAMageddon“, Tom’s Hardware setzt den Preisdruck durch KI schon in die Überschrift. CNBC führt eine Schätzung von TechInsights an, nach der höhere Speicher- und Bauteilkosten die Bill of Materials eines iPhones um bis zu 300 Dollar verteuern können.
Ganz aus der Luft gegriffen ist die Verbindung nicht. Am 25. Juni hat Apple die Preise für Macs, iPads, mehrere Smart-Home-Geräte und die Vision Pro angehoben und dafür ausdrücklich den Speichermangel genannt. Das iPad wurde um 100 Dollar teurer, das MacBook Pro um 300. Tim Cook sprach von einer Jahrhundertflut und sagte, er habe in über 40 Jahren nichts Vergleichbares gesehen. Die Apple-Aktie verlor an dem Tag mehr als 6 Prozent.
Vom Preisschild zur Monatsrate
Unsere Vorabmeldung vom 23. Juli beruhte auf Bloomberg und beschrieb das Modell als Mietkauf, bei dem das Gerät am Ende dem Kunden gehört. Das trifft es nicht ganz. Der Kauf ist eine von drei Optionen, die Rückgabe ist die andere.
Genau das ist der wirtschaftliche Unterschied. Bei einem Ratenkauf zahlt der Kunde den Gerätepreis ab, bei einem Leasing den Wertverlust während der Laufzeit. Ein Gerät, dessen Bauteile teurer geworden sind, lässt sich so zu einer Rate bündeln, die aussieht wie vorher, während der Kaufpreis unangetastet im Regal steht.
Wie hoch dieser Kaufpreis inzwischen ist, hängt an derselben Ursache wie die von IDC erwarteten acht Prozent Preisaufschlag bei PCs. DDR5 hat im Juli noch einmal 7 Prozent zugelegt und liegt 448 Prozent über dem Vorjahr, weil Rechenzentren rund 70 Prozent der Speicherproduktion abnehmen.
Bleibt eine Frage, die Apple nicht beantwortet hat: Was passiert mit den Raten, wenn die Speicherpreise auch 2027 steigen? Ein Leasingvertrag über 36 Monate wird zum heutigen Restwert gerechnet.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Sammler-Dossier (Apple Newsroom, CNBC) + Medien-Sweep (TechCrunch, Tom's Hardware)
Quellenlage: 5 unabhängige SträngeWie wir bewerten →
Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.
- Apple Newsroom — Apple Upgrade launches in the United States (28.07.2026)86Offizieller Kanal · 6/6 bestanden
- CNBC — Apple plans to lease iPhones for $17.99 a month through partnership with Klarna89Redaktionsmedium · 81/82 bestanden
- TechCrunch — Apple launches Upgrade device leasing program in partnership with Klarna89Redaktionsmedium · 57/58 bestanden
- Tom's Hardware — Apple launches official program for leasing Macs as AI price crunch bites89Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- CNN Business — Apple hikes the prices of MacBooks and iPads because of memory chip shortage (25.06.2026)90Redaktionsmedium · 10/10 bestanden