KI HardwareBestätigt

Intel bringt seinen neuen CPU-Kern zuerst auf den Desktop, nicht ins Rechenzentrum

Robert Hallock, Vice President bei Intel, hat bestätigt, dass der neue Kern mit Nova Lake auf dem Desktop startet und erst danach in Xeon-Serverchips kommt. AMD macht es bei Zen 6 genau umgekehrt.

Robert Hallock, Vice President und General Manager des Enthusiast-Channel-Geschäfts bei Intel, hat bestätigt: Intels neuer CPU-Kern erscheint zuerst in den Nova-Lake-Desktopprozessoren und erst danach in Xeon-Serverchips.

Beim Namen nannte Hallock den Kern nicht. In Vorabinformationen läuft Nova Lakes neuer P-Core als „Coyote Cove“. Er sagte, er hoffe, Enthusiasten würden im Vergleich mit AMD „do the math“.

Das ist die Umkehrung von AMDs Vorgehen. Zen 6 startet zuerst im Server mit EPYC „Venice“ und kommt erst danach in Consumer-Produkte.

Zur Hardware selbst liegen bisher nur Leaks vor, entsprechend vorsichtig sind die Zahlen zu lesen. Die Spitzenkonfiguration soll bis zu 52 Kerne bieten, aufgeteilt in 16 P-Cores, 32 E-Cores und 4 LPe-Cores. Dazu ein Wechsel auf den Sockel LGA1954, DDR5-Unterstützung, bis zu 48 PCIe-Lanes und die 900er-Chipsatzserie. Der Launch wird für Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet.

Intel ist hier selbst die Quelle, eine begleitende Pressemitteilung im Newsroom gibt es allerdings nicht. Die Aussage fiel in der Presse- und Community-Kommunikation.

Bemerkenswert ist die Richtung. In einem Jahr, in dem praktisch jedes verfügbare Silizium ins Rechenzentrum wandert und selbst der Arbeitsspeicher für Endkunden knapp wird, stellt Intel den Endanwender-PC nach vorne.

Ob das eine Überzeugung ist oder eine Notlösung, lässt sich von außen nicht sagen. Wer im Serversegment gegen AMD und Nvidia hinterherläuft, hat auf dem Desktop jedenfalls das dankbarere Publikum. Zusammen mit Meta, das sein Agenten-Modell zurück auf den eigenen Rechner bringt, ergibt das für lokale KI zwei Signale in dieselbe Richtung. Was so ein Desktop am Ende kosten soll, steht auf einem anderen Blatt, siehe die offene Preisfrage beim RTX Spark.

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