Trump kündigt AI Force auf Truth Social an, Bessent verhandelt mit Peking
US-Präsident Donald Trump hat am 19. September 2026 in zwei Posts auf Truth Social angekündigt, er forme eine AI Force, ähnlich wie er in seiner ersten Amtszeit die Space Force geformt habe, und werde demnächst einen AI-Czar benennen. Bewerben sollten sich nur Personen mit hohem IQ. Kein Auftritt, keine Pressekonferenz, kein Dekret.
Im zweiten Post schreibt er, die Wörter „Artificial Intelligence“ seien ungenau und sehr unelegant, und stellt drei Alternativen zur Abstimmung seiner Follower: Superior Intelligence, Extreme Intelligence, Supreme Intelligence. Die Kritik an KI nennt er einen Schwindel, angeblich erzeugt von der radikalen Linken, und spricht von einer drohenden Dezimierung oder Zerstörung der KI, die er als Präsident nicht zulassen werde.
Zu Struktur, Befugnissen, Budget, Personal und Verortung im Bundesapparat steht nichts da. Ob Behörde, Militärzweig oder Arbeitsgruppe gemeint ist, bleibt offen, und die Medien berichten es unterschiedlich. Ein Czar ist bislang nicht benannt, der frühere Amtsinhaber David Sacks hat den Posten Anfang 2026 verlassen und leitet jetzt das Beratergremium PCAST.
Der Gegencheck auf whitehouse.gov ergibt für September 2026 keine Presidential Action zu AI Force, AI-Czar oder einer Umbenennung. Es gibt kein Dekret, kein Fact Sheet, keine offizielle Mitteilung. Und die Space-Force-Analogie trägt nicht: Dieser Streitkräftezweig entstand per Gesetz durch den Kongress, im Rahmen der NDAA 2020. Ein neuer Zweig braucht den Kongress, keine Executive Order und schon gar keinen Post. Die Umbenennung wiederum ist eine Follower-Umfrage.
Einen Tag später, am Sonntag, sagte Finanzminister Scott Bessent nach rund acht Stunden Gesprächen mit Vizepremier He Lifeng in New York, die USA hätten Peking einen bilateralen Benachrichtigungsmechanismus für KI-Vorfälle mit nationaler Sicherheitsrelevanz vorgeschlagen, dazu einen neuen US-China-KI-Dialog. Handelsbeauftragter Jamieson Greer bestätigte, dass Chip- und Halbleiter-Exportkontrollen ausdrücklich ausgenommen bleiben.
Die Arbeitsgruppe tagt am Montag weiter, der Handelswaffenstillstand läuft am 10. November aus, bei Seltenen Erden gab es keinen Fortschritt. Die Gespräche sind Vorlauf zu einem Treffen zwischen Xi und Trump. Es handelt sich um einen Vorschlag, nicht um eine Vereinbarung, eine chinesische Bestätigung ist nicht auffindbar.
Dieselbe Regierung, die Sicherheitsbedenken bei KI als Schwindel bezeichnet, verhandelt am selben Wochenende mit Peking über ein Meldesystem für KI-Sicherheitsvorfälle. Beides ist vertretbar, nur eben schwer gleichzeitig. Das passt zu Trumps Bühnentelefonat mit Jensen Huang, bei dem er die KI-Angst einen Schwindel nannte, zum Streit in Washington über KI-Leitplanken und zu Pekings Bezeichnung der Pausenforderung als Panikmache.
Am 21. September forderten die Gouverneure von Maryland und Illinois auf CNN eine überparteiliche bundesweite KI-Gesetzgebung, weil der Flickenteppich aus Einzelstaatenregeln ineffizient sei. Belegt ist das bislang nur über einen Aggregator.
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Faktencheck & Quellen
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- TechCrunch89Redaktionsmedium · 57/58 bestanden
- Axios90Redaktionsmedium · 15/15 bestanden
- NBC News90Redaktionsmedium · 8/8 bestanden
- CNN Business (Bessent, 20.09.2026)im AufbauRedaktionsmedium
- US News / AP80Redaktionsmedium · 7/7 bestanden
- White House, Presidential Actions (Gegencheck: kein Eintrag)85Amtliche Quelle · 2/3 bestanden