KI FinanceTeilweise bestätigt

Anthropics Gründer sollen vor dem Börsengang 50,1 Prozent der Stimmrechte halten

Dario Amodei und sechs Mitgründer wollen die Mehrheit der Stimmrechte über eine eigene Aktienklasse sichern, berichtet The Information. Die Zustimmung der Anteilseigner fehlt noch.

Dario Amodei und sechs Mitgründer sollen über eine eigene Aktienklasse zusammen 50,1 Prozent der Stimmrechte halten. Das berichtet The Information, aufgegriffen von TechCrunch und Reuters. Ein Beschluss ist es nicht: Anthropic sucht dafür die Zustimmung der Anteilseigner.

Die Sonderaktien lägen bei einer separaten LLC. In Kraft bliebe die Regelung, solange mindestens drei der sieben Mitgründer eine Mindestzahl an Anteilen halten. Als Vorbild nennen die Berichte das Gründerkontroll-Modell von Palantir.

Daneben behält der Long-Term Benefit Trust sein Recht, die Mehrheit des siebenköpfigen Boards zu benennen. In dem Trust sitzt unter anderem der frühere Fed-Vorsitzende Ben Bernanke.

Damit lägen zwei Kontrollschichten übereinander. Was passiert, wenn die Stimmrechtsmehrheit der Gründer und die vom Trust benannte Board-Mehrheit in verschiedene Richtungen wollen? Die Berichte sagen dazu nichts, und das ist die interessanteste offene Stelle der ganzen Konstruktion.

Die Notierung wird nun für Ende Oktober oder November erwartet. Reuters berichtete früher im September, der Börsengang könne bis nach den US-Zwischenwahlen im November verschoben werden. Eine offizielle Terminankündigung gibt es nicht.

Die angestrebte Bewertung liegt bei rund zwei Billionen Dollar. Auch diese Zahl stammt aus der Berichtslage, nicht von Anthropic, und stand in unserer Meldung vom 16. August schon einmal so im Raum. Die zuletzt genannte Run-Rate von 65 Milliarden Dollar ist die einzige Größe daneben, die sich auf laufendes Geschäft bezieht.

Im Umfeld läuft das Pentagon-Verfahren. Anthropic warnte dort, die Einstufung als Lieferkettenrisiko könne das Unternehmen Milliarden kosten; am 25. September 2026 bestätigte ein Berufungsgericht diese Einstufung.

Anthropic selbst schweigt dazu — der Newsroom enthält am 28. September 2026 keinen Beitrag zu IPO, Aktienklassen oder Stimmrechtsstruktur. Ein öffentliches S-1 ist ebenfalls nicht nachweisbar, was allerdings wenig heißt: Ein vertraulich eingereichtes S-1 wäre ohnehin nicht öffentlich, das Fehlen belegt also nicht, dass keines existiert.

Einfach erklärt

Faktencheck & Quellen

Gefunden über: Sammler-Dossier (TechCrunch) + Medien-Sweep

Quellenlage: 4 unabhängige SträngeWie wir bewerten →

Woher diese Meldung kommtJeder Punkt ist eine Quelle — Klick öffnet sie. Farbe = Quellentyp, Zahl = Vertrauens-Score.
Anthropic Newsroom (kein Eintrag zu IPO, Aktienklassen oder Stimmrechten, Stand 28.09.2026) — Offizieller Kanal. Basis 46 (Offizieller Kanal) + Transparenz 10 + Prüfbilanz 30 (34/34 bestanden). Klick öffnet die Quelle.TNW: Anthropic seeks 50.1% voting control for founders, The Information reports — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 15 + Prüfbilanz 30 (15/15 bestanden). Klick öffnet die Quelle.Foreign Policy Journal: Anthropic Seeks Dual-Class Share Structure To Lock In Co-Founder Control Before Blockbuster IPO — Fach-Quelle. Basis 35 (Fach-Quelle) + Transparenz 10 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.TechCrunch: Anthropic's founders seek voting control ahead of IPO — Redaktionsmedium. Basis 40 (Redaktionsmedium) + Transparenz 20 + Prüfbilanz 29 (57/58 bestanden). Klick öffnet die Quelle.

Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.

Offizieller Kanal Redaktionsmedium Fach-Quelle Ring = offizielle/amtliche Wahrheitsquelle

#Anthropic#Börse#Markt#Governance

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