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Kaliforniens Kennzeichnungspflicht wurde am selben Tag scharf wie Artikel 50

Seit 2. August 2026 müssen große GenAI-Dienste in Kalifornien Bilder, Videos und Audio kennzeichnen und ein kostenloses Erkennungswerkzeug anbieten. Das Datum wurde eigens verschoben, um mit der EU gleichzuziehen.

Seit 2. August 2026 ist der California AI Transparency Act operativ. Ursprünglich sollte er am 1. Januar 2026 greifen, ein Änderungsgesetz namens AB 853 verschob den Termin ausdrücklich mit dem Ziel, mit dem EU-Zeitplan gleichzuziehen. Am selben 2. August wurde in Europa Artikel 50 des AI Act durchsetzbar.

Zu finden ist die Regelung in den Paragrafen 22757.1 bis 22757.4 des California Business and Professions Code.

Betroffen sind Anbieter öffentlich zugänglicher GenAI-Dienste mit mehr als einer Million monatlichen Besuchern oder Nutzern in Kalifornien. Videospiele, Fernsehen, Streaming und Film sind ausgenommen. Ausgenommen ist außerdem KI-generierter Text.

Drei Pflichten gelten ab sofort. Jedes KI-erzeugte Bild, Video und Audio braucht eingebettete Metadaten mit Systemname, Version und Erstellungsdatum. Dazu kommt eine Option auf sichtbare Kennzeichnung, die dauerhaft oder außerordentlich schwer zu entfernen sein muss.

Die dritte Pflicht ist die interessanteste: Jeder betroffene Anbieter muss ein kostenloses öffentliches Erkennungswerkzeug bereitstellen, mit Datei-Upload, URL-Prüfung und Schnittstelle. Jeder soll also nachschauen können, ob ein Bild aus der Maschine kommt.

Die Strafe beträgt 5.000 Dollar pro Verstoß, wobei jeder Tag als eigener Verstoß zählt. Durchgesetzt wird über den Attorney General, ein privates Klagerecht gibt es nicht.

AB 853 weitet den Anwendungsbereich in Stufen aus. 2027 und 2028 kommen große Online-Plattformen mit über zwei Millionen Nutzern dazu, dann GenAI-Hosting-Plattformen, über die sich Quellcode oder Gewichte herunterladen lassen, und schließlich die Hersteller von Aufnahmegeräten.

Beim Werkzeug geht Kalifornien weiter als Brüssel, denn Artikel 50 verlangt kein öffentliches Prüfinstrument. Beim Text geht es deutlich weniger weit, geschriebene Chatbot-Ausgaben fallen komplett heraus.

Bemerkenswert finde ich weniger den Inhalt als die Zuständigkeit. In Kalifornien steht im Gesetz, wer durchsetzt und mit welchem Betrag. In Österreich ist die Marktüberwachungsbehörde für den AI Act drei Tage nach dem Stichtag noch immer nicht benannt.

Einfach erklärt

Faktencheck & Quellen

Gefunden über: Medien-Sweep (California Legislative Information, Morgan Lewis)

Quellenlage: 2 unabhängige SträngeWie wir bewerten →

Woher diese Meldung kommtJeder Punkt ist eine Quelle — Klick öffnet sie. Farbe = Quellentyp, Zahl = Vertrauens-Score.
SB-942 California AI Transparency Act, Gesetzestext (California Legislative Information) — Amtliche Quelle. Basis 50 (Amtliche Quelle) + Transparenz 10 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.Morgan Lewis: New California AI Disclosure Rules Become Operative — Fach-Quelle. Basis 35 (Fach-Quelle) + Transparenz 15 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.National Law Review: Californias Ongoing AI Regulation, Key Deadlines Arriving in 2026 and Beyond — Aggregator. Basis 15 (Aggregator) + Transparenz 10 — Prüfbilanz erst ab 3 Prüfungen (bisher 1). Klick öffnet die Quelle.

Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.

Amtliche Quelle Fach-Quelle Aggregator Ring = offizielle/amtliche Wahrheitsquelle

#Regulierung#Transparenz#USA#Governance

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