Foxconn verdient erstmals mehr mit KI-Servern als mit Consumer-Elektronik
Foxconn hat im zweiten Quartal 2026 erstmals mehr Umsatz mit Cloud- und Netzwerkprodukten gemacht als mit dem gesamten Consumer-Geschäft. Das Segment, in dem die KI-Server stecken, steht jetzt bei 51 Prozent nach 48 Prozent im Vorquartal. Consumer Electronics fiel von 33 auf 29 Prozent.
Die Zahlen dazu meldete Hon Hai am 12. August: 2,53 Billionen NT-Dollar Umsatz (plus 41 Prozent) und ein operativer Rekordgewinn von 94,8 Milliarden NT-Dollar (plus 68 Prozent). Der Nettogewinn stieg um 35 Prozent auf 60,0 Milliarden NT-Dollar, rund 1,86 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag bei 4,27 NT-Dollar, die Nettomarge bei 2,37 Prozent, die Bruttomarge bei 6,12 Prozent.
Eine Einschränkung gehört dazu. Die 51 Prozent betreffen das Segment Cloud- und Netzwerkprodukte insgesamt, nicht KI-Server im engen Sinn. Die Zahl stammt aus dem Earnings Call und der Berichterstattung, nicht aus der Pressemitteilung.
Für das Halbjahr stehen 4,64 Billionen NT-Dollar Umsatz in den Büchern (plus 35 Prozent) und 109,89 Milliarden NT-Dollar Gewinn (plus 27 Prozent). Die Cloud- und Netzwerksparte soll im dritten Quartal hoch zweistellig wachsen.
Interessanter als die Wachstumsprognose ist, was Foxconns Vorstandschef als Grenze nennt: CoWoS-Packaging sei die Obergrenze für das KI-Server-Geschäft 2027. Das passt zu dem, was der TSMC-Julirekord nahelegte und was schon bei der Verdopplung der 2-nm-Kapazität durchschien. Nicht die Waferfertigung bremst, sondern das Zusammensetzen.
Einen Tag später meldete Lenovo für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen Rekordumsatz von 26,9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 43 Prozent. Der KI-Umsatz stieg um 60 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar und stellt damit 35 Prozent des Konzernumsatzes.
Der bereinigte Nettogewinn kletterte um 176 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar und lag damit erstmals über der Milliardenschwelle. Die Infrastructure Solutions Group kam auf 8,5 Milliarden Dollar (plus 98 Prozent) mit einem operativen Rekordgewinn von 777 Millionen Dollar. Bei KI-PCs ist Lenovo weltweit Nummer eins, der Marktanteil stieg auf 25,1 Prozent.
Zwei Auftragsfertiger, zwei Rekordquartale, eine gemeinsame Ursache. Bei Foxconn ist der Umbau am deutlichsten sichtbar: Die Firma, die seit zwanzig Jahren als iPhone-Bauer gilt, verdient inzwischen mehrheitlich an Technik, die niemand je in die Hand nimmt.
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- Lenovo (Primärquelle)im AufbauOffizieller Kanal
- Hon Hai/Foxconn (Primärquelle)im AufbauOffizieller Kanal
- Reuters via Yahoo Finance49Aggregator · 34/35 bestanden
- Taiwan Newsim AufbauRedaktionsmedium
- TechTimes (CoWoS-Aussage)55Aggregator · 7/7 bestanden
