Japanische Werkstatt lötet die RTX 2080 Ti auf 22 Gigabyte um, für 282 Dollar
Eine japanische GPU-Reparaturwerkstatt verdoppelt den Speicher einer GeForce RTX 2080 Ti von 11 auf 22 Gigabyte. Der Umbau kostet 45.000 Yen, rund 282 US-Dollar. Das sind 25,68 Dollar je zusätzlichem Gigabyte.
Technisch werden die originalen Speichermodule mit 1 Gigabyte entfernt und durch Chips mit 2 Gigabyte ersetzt. Zusätzlich muss die Widerstandsbestückung auf der Platine geändert werden, die Strap-Resistoren, damit ein angepasstes BIOS die neue Bestückung akzeptiert.
Gebrauchte 2080 Ti gibt es für unter 250 Dollar. Eine fertige 22-Gigabyte-Karte landet damit bei gut 500 Dollar.
Zum Spielen taugt der zusätzliche Speicher wenig. Der beschnittene TU102-Chip ist dafür schlicht zu langsam, ihm geht die Rechenleistung aus, lange bevor ihm der Speicher ausgeht. Der Nutzen liegt bei Inferenz mit großen Modellen, wo nur zählt, ob das Modell überhaupt in den VRAM passt.
Berichte deuten darauf hin, dass die Werkstatt den Dienst wegen der gestiegenen Speicherpreise zwischenzeitlich ausgesetzt hat. Bestätigt ist das nicht.
Nvidia äußert sich zu solchen Umbauten nicht. Dass jede Herstellergarantie damit erlischt, versteht sich von selbst.
Im Vergleich zu allem, was gerade neu im Regal liegt, ist eine 22-Gigabyte-Karte für rund 500 Dollar eines der billigsten Setups für lokale Modelle mittlerer Größe. Der Preissprung bei Intels Arc Pro B70 macht die Rechnung noch deutlicher, weil dort für dieselbe Speichermenge inzwischen das Vierfache fällig wird.
Wenn Bastler anfangen, Speicherchips von Hand nachzulöten, weil das billiger ist als der reguläre Markt, dann sagt das mehr über den Markt als über die Bastler.
Einfach erklärt
Faktencheck & Quellen
Gefunden über: Medien-Sweep (Tom's Hardware, VideoCardz)
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Hinweis: Die Quellenliste weiter unten auf dieser Seite enthält dieselben Links wie dieser Graph.
- Tom's Hardware, 17.08.202689Redaktionsmedium · 60/61 bestanden
- VideoCardz70Fach-Quelle · 11/11 bestanden
- Guru3D75Fach-Quelle · 3/3 bestanden
- Keine Stellungnahme von Nvidia zu Drittanbieter-Umbauten (Stand 17.08.2026)